Pflanzkalender, Gartenjournal und Pflanzplan

Pflanzkalender, Gartenjournal und Pflanzplan

von miaray, 03.02.2019

Sooooo, ganz stolz kann ich verkünden:

Ich habe die kalten Tage gut genutzt und habe mir meinen Pflanzplan für 2019 erstellt!

Nichts beschert einem größere Vorfreude auf Frühling und Sommer! Ein Wundermittel gegen Winterverstimmungen.

Falls auch Du gerade dabei bist, das kommende Gartenjahr zu planen, solltest Du meinen Artikel zu Mischkulturen lesen und Dir die Tabelle über gute Gemüsenachbarn herunterladen 🙂 Zeit dafür hast Du ja jetzt noch, denn abgesehen von der Wildvogelfütterung gibt es draußen im Moment noch nicht viel zu tun.

Viel Erfahrung mit Gemüseanbau und Pflanzenpflege kann ich noch nicht vorweisen, daher ist mir eine gute Vorbereitung besonders wichtig. Mein Anspruch für den Start in meine Gärtnerlaufbahn ist, möglichst viele Fehler zu vermeiden und möglichst viele Dinge auszuprobieren.

Und los geht´s!

Was hilft bei der Planung?

Mein wichtigster Tipp an Dich lautet: Lege Dir ein Gartenjournal zu! Nimm Dir einfach das nächstbeste Notizbuch und habe es beim gärtnern immer in Deiner Nähe. Darin hälst Du zukünftig alles fest, was Du im Laufe der Saison für wichig hälst.

Das kann beispielsweise sein:

  • Was hast Du angebaut?
  • Wo hast Du es gepflanzt? (Zeichnungen und Skizzen erwünscht!)
  • Wann und wie viel konntest Du ernten?
  • Hat es geschmeckt? Würdest Du die Pflanze nochmal anbauen?
  • War der Standort und Pflanzabstand passend?
  • Gab es Verluste? Wenn ja, wodurch (Wetter, Insekten, etc.)
  • Gab es Besonderheiten (Dürre, später Frost, etc.)
  • Warst Du zufrieden? Womit nicht? Und warum?
  • Und am wichtigsten: Was würdest Du beim nächsten Mal anders machen?
  • Was Dir sonst noch wichtig ist.

So baust Du Dir selber Erinnerungsbrücken. Denn wenn Deine Erfahrung wieder relevant wird, sind schon einige Monate ins Land gegangen und schnell hast Du etwas vergessen. Eine ganz einfache Methode also, um Fehler kein zweites Mal zu machen!

Ich habe mir neben der Tabelle über gute Gemüsenachbarn und dem Gartenjournal auch einen Pflanzkalender erstellt. Er enthält eine Übersicht über mein Saatgut. Das war dringend nötig, denn mittlerweile habe ich doch eine ganze Menge kleiner Samentütchen beisammen. Und da mit jedem Jahr die Keimfähigkeit schwindet, solltest auch Du darauf achten, möglichst zeitnah zu verbrauchen, was dein Saatgutvorat so hergibt!

Sollte Dein Saat noch überschaubar sein, kannst Du diesen Teil also getrost überspringen und direkt zum Pflanzplan gehen.

Wie schaut mein Pflanzkalender aus?

Ich habe mir vermerkt:

  • wann ich die Samen gekauft habe,
  • in welchem Monat welches Pflänzchen gesät wird,
  • ob es innen vorgezogen wird oder besser direkt ins Freiland kommt,
  • wann und wie lange die Blüte bzw. Ernte ansteht,
  • welche Boden- und Lichtbeschaffenheit bevorzugt wird,
  • wie viel Platz und welcher Pflanzabstand benötigt wird,
  • ob es Besonderheiten gibt (Lichtkeimer, Rankhilfe, usw.).

Alle Angaben findest Du in der Regel auf dem jeweiligen Samentütchen. Fehlende Infos gibt es im Internet. Aussaat und Ernte habe ich mir mit farbigen Balken markiert.

Praktisch, wenn Du Deinen Pflanzkalender digital erstellst. So kannst Du ihn ohne großen Aufwand immer aktualisieren. Noch praktischer, wenn Du ihn auch unterwegs dabei hast. So kannst Du beim nächsten Gartenmarkt schnell nachsehen, welche Sorte noch in Deiner Sammlung fehlt und vermeidest gleichzeitig doppelte Anschaffungen.

Natürlich musst Du nicht all Deine Pflanzen selbst ziehen und kannst im Frühjahr auf Setzlinge zurückgreifen. Das erspart Dir jede Menge Arbeit. Und meist ist der Ernteerfolg etwas gesicherter. Dafür bekommst Du allerdings auch nicht immer die besonderen Sorten und weißt mit absoluter Gewissheit, ob beispielsweise Gift zum Einsatz kam. Super, wenn Du einen Gärtner Deines Vertrauens hast!

Mein Pflanzplan 2019

Mithilfe der drei Übersichten habe ich mir dann zusammengestellt, was ich in diesem Jahr alles anbauen möchte und an welchem Platz und in welcher Gesellschaft dies passiert. Um kein Zeitfenster zu verpassen, habe ich mir grob notiert, wann welche Gartenarbeit anfällt. Mit mehr Erfahrung wird eine so genaue Vorbereitung sicher nicht mehr nötig sein. Aber zu Beginn ist es für mich so wesentlich einfacher, mich rechtzeitig um alles zu kümmern.

Anfang Februar

  • Kresse und Salat auf der Fensterbank anbauen
  • Frühkartoffeln weglegen

Ab Mitte Februar

Sträucher & Hecken stutzen (Vogelschutz beachten! März – Sept. Schonzeit), Beete vorbereiten, lüften & mulchen, Rankhilfen für Zuckerschoten / Himbeere / etc. bauen, Hochbeet ausbessern, Kompost wenden

  • Schnittknoblauch vorziehen
  • Kräuter vorziehen
  • Tomaten vorziehen

März (nach dem letztem Frost)

Kompost ausbringen, Beete freiräumen, Gartenutensilien vorbereiten

  • Kohlrabi vorziehen
  • Mais säen (wegen Bestäubung in Gruppen, guter Nachbar von Kürbis und Zuckerschote)
  • Zuckerschote säen (Rankhilfe, mehrere nebeneinander, nachsäen, kein Dünger nötig)
  • Spinat säen (immer wieder nachsäen, überwintert)
  • Wildblumen säen (Himmelsleiter, Schafgarbe, Ringelblume, Wiesenknopf und Akelei)
  • Möhren aussäen & vereinzeln (Boden vorher tief lockern!, etwas Sand von Vorteil, nicht vorziehen)
  • Schnittknoblauch und Kräuter auspflanzen (auf Saattemperatur und Bodenbeschaffenheit achten, viel Sonne, weniger Nährstoffe)

April

Salbei schneiden, Rankhilfen platzieren

  • Tomaten ins Freiland (Starkzehrer, hoher Wasserbedarf, Staunässe vermeinde zB mithilfe von Kies, im Kübel, vor Regen schützen, gute Stützen nötig, Spitzen kappen um Fruchtbildung anzuregen)
  • Kohlrabi ins Freiland (viel wässern & düngen)
  • Butternut Kürbis vorziehen (kleine Sorte, dennoch Pflanzabstand beachten, lange Reifezeit bis zur Ernte, stabile Rankhilfe bauen)
  • Radieschen (Ernte nach vier Wochen, stetig weiter säen, Starkzehrer, guter Lückenfüller)
  • Erdbeeren pflanzen (Setzlinge aus dem letzten Jahre, Mittelzehrer)
  • Zucchini (viel Platz, Starkzehrer, sonnig)

Mai

  • Brokkoli (reichlich Kompost, direkt ins Freiland, 30 cm Abstand)
  • Butternut Kürbis ins Freiland

Sicher werden noch ein paar Einträge dazukommen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gartenprojekt zur Rettung der Insekten? Dennoch reicht die Übersicht schon völlig aus, um loslegen zu können. Eine kleine Skizze mit den jeweiligen Orten rundet den Plan ab und stellt sicher, dass sich alle Pflanzen in passender Nachbarschaft befinden und gut gedeihen können.

Und jetzt viel Spaß beim Planen!

Nichts für Vegetarier

Nicht vegetarisch – hier stecken tote Tiere drin!

von miaray, 03.02.2019

Du möchtest Deinen Lebensstil umstellen und in Zukunft auf Fleisch und Produkte toter Tiere verzichten? Super! Gründe hierfür gibt es ja einige, meinen Artikel dazu findest Du hier. Oder Du kennst jemanden, der sich vegetarisch oder vegan ernährt und möchtest Rücksicht darauf neben? Auch gut!

Neben dem offensichtlichem Verzicht auf Fleisch sind leider auch andere Produkte nicht vegetariergeeignet. Häufig liegt es daran, dass tierische Bestandteile extrem billig sind. Eine Kennzeichnungspflicht für vegane Produkte gibt es ja leider noch nicht. Daher müssen wir uns selbst informieren.

Hier ein paar Beispiele:

Fruchtgummis

Gummibärchen und Co enthalten in der Regel Gelatine und sind daher nichts für Menschen, die auf Bestandteilen aus totem Tier verzichten möchten. Gelatine besteht nämlich aus tierischem Bindegewebe, dass beim Auskochen von Schlachtabfällen entsteht. Der größte Anteil davon stammt von Schweinehäuten. Nicht besonders appetitlich, oder? Und natürlich nicht vegetarisch. Leider findet sich Gelatine auch in anderen Lebensmitteln wie Frischkäse, Wackelpudding oder Mashmallows. Ein Blick auf die Zutatenliste hilft meist weiter.

Klarer Apfelsaft

Klare Apfelsäfte sind ein Naturprodukt, oder? Zig Varianten von unzähligen Anbietern stehen Dir zur Auswahl. Und wer die grünen und roten Äpfel auf den Verpackungen erblickt, wird wohl kaum auf den Gedanken kommen, dass bei der Herstellung Schweine- oder Rindergelatine verwendet wurde. Aber genaus so ist es leider …

Sie wird dazu verwendet, die Trübstoffe herauszufiltern. Im fertigen Produkt ist sie nicht mehr nachweisbar. Und deshalb suchst Du auch vergeblich danach auf der Inhaltsliste. Im Zweifelsfall hilft nur ein schneller Blick ins Internet oder direkt der Griff zu trüben Varianten.

Parmesan und Käse

Parmesan und Co bestehen aus Milch und sind daher natürlich nicht vegan. Logisch! Was viele jedoch nicht wissen: Oft ist Käse nicht mal vegetarisch! Parmesan darf sich beispielsweise nur so nennen, wenn zu seiner Herstellung Kalbslab verwendet wurde und ist somit nie vegetarisch.

Was das ist ? Kalbslab wird dem Labmagen junger Kälber entnommen, die sich noch in einem milchtrinkendem Alter befinden.

Viele Käsesorte werden mittlerweile aus mikrobiellem Lab bzw. Labaustauschstoffen hergestellt. Auch hier ist also der Blick auf die Zutatenliste ratsam!

Roter Lippenstift

Kosmetik ist ein Thema für sich. Plastik wohin das Auge sieht! Wer dann auch noch auf Tierleid verzichten möchte, der sollte sich gründlich über tierversuchsfreie und vegane Produkte informieren.

Im Lippenstift steckt beispielsweise häufig Karmin, auch echtes Karmin, Cochenille, E 120, C.I. Natural Red 4 oder Koschenill genannt. Ein roter Farbstoff, der sich auch in Marmelade oder Süßigkeiten finden lässt. Er wird aus trächtigen Schildläusen gewonnen, die mit Essig behandelt und dann ausgekocht werden. Und es steht im Verdacht, Allergien auszulösen. Es erklärt sich wohl von selbst, dass Vegetarier hier verzichten …

Kerzen

Gerade in der dunklen Jahreszeit unverzichtbar: Kerzen. Exemplare aus Bienenwachs sind natürlich nicht vegan. Aber einige Kerzen sind nicht mal vegetarisch. Stearinkerzen bestehen manchmal aus Abfallsprodukten von Schweinen oder Rindern der Fleischindustrie. Die Lösung: Prüfe auf dem Etikett, ob es sich um pflanzliches Stearin handelt!

Leder

Leder ist nicht schlimm, schließlich ist es doch nur ein Abfallprodukt der Fleischindustrie, richtig? Leider völlig falsch!

Viele wissen mittlerweile: Wer Tierleid und Umweltzerstörung vermeiden möchte, Kinderarbeit ablehnt und kein Gift auf der Haut mag, dem bleibt nur eines übrig: auf Leder zu verzichten!

Denn neben dem netten Modetrend ist Leder vor allem ein Geschäft. Und ein lukratives noch dazu! Und das geht natürlich nur, wenn besonders viel davon besonders billig produziert wird. Denn der europäische Markt braucht jedes Jahr Tonnen an Tierhaut. Nicht nur für Kleidung, Schuhe oder Taschen, auch für Autositze, Dekoartikel oder Schmuck. Die Liste lässt sich unendlich fortführen.

Und wo kommt unser Leder her? Meist aus Ländern, in denen die Löhne billig und die Auflagen lückenhaft sind und kein Produzent Umwelt- oder Sozialstandards befürchten muss. Das bedeutet sowohl für die zahlreichen Tiere als auch für die Arbeiter unendlich viel Leid. Und für die Umwelt eine Katastrophe. Denn neben dem imensen Wasserverbrauch wird während des Gerbprozesses Unmengen an Chemie wie Chromlauge eingesetzt.

Und deutsches Leder? Wer hier zugreift und auf „artgerechte“ Haltung hofft, der irrt. Es gelten dieselben furchtbaren Bedingungen wie bei Fleisch. Auch ein Bio Siegel ändert nichts daran.

Leder ist übrigens in zig verschiedenen Varianten auf dem Markt und unter diversen Bezeichnungen. „Nubuk“ und „Boxcalf“ stammen beispielsweise von Milchkälbchen. Hier solltest Du also wachsam sein.

Und wer braucht schon Tierhaut?! Es gibt tolle Alternativen! Kork, Hanf und Co gibt es mittlerweile bei vielen Herstellern, die komplett auf Tierprodukte verzichten. Im Internet wirst du schnell fündig, ohne auf modische Outfits oder sogar Lederoptik verzichten zu müssen.

Versprochen :-).

Pelzbommel und Co

Muss ich heutzutage wirklich noch etwas dazu sagen? Leider ja …

Für Pelz sterben Tiere. Viele Tiere und auf furchtbare Weise. Wer hat nicht schon von den grausamen Pelzfarmen in Osteuropa, Nordamerika oder China gehört? Dort werden Füchse, Nerze und Co, aber auch Katzen oder Hunde in winzigen Drahtgitterboxen gehalten, mit Auspuffgas, Genickbruch oder Elektroschock getötet (damit der Pelz unversehrt bleibt), gehäutet und auf großen Kadaverbergen gesammelt. Manchmal leben die Tiere dann noch, nachdem ihnen die Haut abgezogen wurde. Von der Umweltbelastung durch solche „Betriebe“ ganz zu schweigen.

Ich finde es unbegreiflich, dass Menschen nach wie vor zu Pelz greifen. Gerade in Herbst und Winter sehe ich unzählige Pelzkaputzen oder Pelzbommel an Strickmützen und frage mich: Wissen die Leute nicht, dass sie totes Tier tragen oder ist es ihnen einfach egal? Und dabei gibt es gute Alternativen, die völlig ohne Tierleid auskommen. Warum ist der Pelztrend nicht da geblieben, wo er herkommt: In Omas verstaubten Kleiderschrank!

Ganz klar ist für mich: Pelz tragen wunderschöne Tiere und ignorante Menschen! (puh, das musste mal raus …)

Lammfell

Lammfell stammt nicht von geschorenen, sondern von getöteten Lämmern! Für die (übrigens wirklich unschönen) Moonboots beispielsweise werden pro Schuh mindestens zwei Lämmer getötet. Aber auch für Teppiche, Decken oder Jacken sterben Schafbabys. Und zwar unmittelbar nach der Geburt. Neben dem damit verbundenen Tierleid nimmt der Kunde auch alle negativen Nebeneffekte des Leders in Kauf (siehe oben).

Weitere Infos gefällig?

foodwatch hat eine Übersicht erstellt, in welchen Lebensmitteln tierische Bestandteile versteckt sind, ohne das es von den jeweiligen Herstellern deklariert wird.

Auf peta fndest Du einen informativen Artikel über tierleidfreie Kosmetik inklusive dem peta-Logo für empfehlenswerte Produkte.

Die Albert-Schweizer-Stiftung klärt darüber auf, welche schockierenden Zustände in der Lederindustrie herrschen, liefert Gründe darauf zu verzichten und zeigt Alternativen auf.

Gelabelt.de ist eine umfangreiche Kampagne, die über die Hintergründe der Pelzindustrie sowie mangelnde Kennzeichnungspflicht aufklärt und Dir Tipps gibt, wie Du selbst aktiv gegen Pelz vorgehen kannst.

Mischkultur und Pflanzplan 2019

Mischkulturen und Dein Pflanzplan für 2019

19.01.2019, von miaray

Draußen hat nun doch tatsächlich der Winter Einzug gehalten – Frost und Eis, Kälte und Dunkelheit. Da erscheint die nächste Gartensaison und der Anbau von Gemüsesorten noch unendlich weit weg!

Umso schöner die gemütlichen Stunden auf der Couch mit warmer Decke dazu zu nutzen, sich schon einmal in den Frühling hineinzuträumen und sich zu überlegen, wie der eigene Garten oder Balkon aussehen soll und welches Gemüse dort wachsen wird. Denn eigenes Gemüse ist immer noch das schmackhafteste 🙂

Warum vorbereiten?

Da es erst meine zweite Saison mit eigenem Garten wird, bin ich sehr gespannt, wie es wohl klappt! Nach dem Lesen zahlreicher Bücher und Blogeinträge wurde mir schnell klar , dass eine gute Vorbereitung viel wert ist. Gerade wenn einem die Erfahrung fehlt und man den Garten inklusive der Bodenbeschaffenheit noch nicht so richtig kennt.

Daher macht es jetzt schon Sinn, einen Pflanzplan für dieses Jahr zu erstellen. So hast Du vorher ermittelt, was Du anbauen möchtest, an welchem Platz es am besten gedeihen wird, verpasst keine wichtigen Vorbereitungen für Beete und Saatgut oder Setzlinge und startest entspannt ins Frühjahr. Und steigerst somit sehr wahrscheinlich Deinen Ernteertrag. Und damit auch deine Motivation 🙂 Es sei denn, Du hast vor, lediglich eine handvoll verschiedener Sorten anzubauen und hast relevante Zeiten und Infos im Kopf.

Mischkultur – was ist das?

Pflanzen jeder Art, ob Gemüse, Staude oder Kräuter, haben ganz spezielle Ansprüche an ihre Umwelt und entwickeln sich auf ihre eigene Weise. Und da die Natur anpassungsfähig ist, haben sich aufgrund ihrer Unterschiede Gemeinschaften unter den Sorten entwickelt, die sich gut ergänzen und sogar unterstützen.

Dabei stellen sich bei der Wahl Deiner Gemüsesorten folgende Fragen:

  • Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer? Dies bezieht sich auf den Umfang der benötigten Nährstoffe und des Wasserbedarfs. Gemüsesorten dieser Kategorien unterschieden sich darüber hinaus darin, welche Stoffe sie über das Wurzelsystem an ihre Umgebung abgeben. Auch unter der Erde sollte es harmonisch zugehen. Je nach Standort und Bodenbeschaffenheit solltest Du möglichst Pflanzen aus derselben Kategorien auswählen.
  • Gute Nachbarn, also Gemüsesorten die miteinander harmonieren, ergänzen sich auch aufgrund ihrer Größe und des Wurzelwerks. Kleinere Exemplare lassen Raum für größere, Pfahlwurzeln kommen Flachwurzler nicht in die Quere.
  • Hast Du Dich für eine funktionierende Mischkultur entschieden, dann achte darauf, empfohlene Pflanzabstände einzuhalten. Denn es fällt schwer, sich die schlussendliche Größe vorzustellen, wenn man den Samen einer Zucchini oder eine kleine Frühkartoffel in der Hand hält. Nur mit ausreichend Abstand vermeidest Du, dass sich die Sorten gegenseitig behindern, und auch, dass sich Krankheiten breitmachen. Gute Nachbarn unterstützen sich meist auch dabei, gesund zu bleiben, indem sie z.B. Stoffe aussenden, die Schädlinge fernhalten.
  • Gemüsesorten sollten möglichst nie zwei Jahre hintereinander am gleichen Platz angebaut werden. Standortwechsel helfen Dir, Krankheiten zu vermeiden. Und nicht zu vergessen: Deine Gemüsesorten entnehmen dem Boden Nährstoffe. Bedeutet? Hast Du ein neues (Hoch-)Beet angelegt, so ist der Boden voll von Nährstoffen. Dann sind Starkzehrer die richtige Wahl! Im nächsten Jahr wechselst Du zu Mittel- und im dritten zu Schwachzehrern. So folgst Du dem natürlichen Nährstoffverbrauch. Im vierten Jahr empfiehlt sich eine Gründüngung, beispielsweise mit Gelbsenf. Dann bereitest Du den Boden wieder für Starkzehrer vor. Du hast keinen Platz für vier Hochbeete? Geht mir auch so 🙂 Dann solltest Du mindestens eine Saison verstreichen lassen, bis Du dort die gleiche Gemüsesorte verwendest.
  • Beginne mit pflegeleichten Pflanzen! Gerade zu Beginn gibt es viel zu beachten, da reicht es völlig, wenn Du Dir zunächst Gemüsesorten aussuchst, die anspruchslos sind und an denen Du sicher Deine Freude haben wirst. Zum Beispiel? Wie wäre es mit Radieschen, Erbsen, Kopfsalat oder Tomaten? Es gibt viel Auswahl!
  • Auch wichtig: Wie viel Platz hast Du? Und was schmeckt Dir? Wie viel Zeit kannst Du für die Pflege Deiner Gemüsesorten aufbringen?

Puh, ganz schön viel zu beachten!

Ich habe Dir eine Übersicht erstellt (natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit), auf der Du auf einem Blick erkennen kannst:

  • welche Gemüsesorten gute Nachbarn wären
  • ob sie Schwach-, Mittel- oder Starkzehrer sind
  • welche Sorte pflegeleicht ist und sich daher gut für den Einstieg eignet (und darüber hinaus 🙂 )

Unter der Übersicht habe ich Dir noch Platz für Deine zehn Favoriten und Notizen gelassen. So solltest Du Dir einen guten Pflanzplan für 2019 erstellen können.

http://gutmensch-projekt.de/wp-content/uploads/2019/01/Mischkultur-Dein-Pflanzplan-2019-1.pdf

Viel Spaß beim Vorbereiten!

Du möchtest noch mehr für die Natur tun? Dann lies meinen Artikel zur Rettung der Insekten und zur Wildvogelfütterung im Winter!

DIY Lavendel Badepralinen

DIY Lavendel Badepralinen

21.12.2018, von miaray

Noch ein Last Minute Weihnachtsgeschenk gesucht? Oder möchtest Du Dir selbst eine ganz besondere Wellness Auszeit gönnen?

Wie wäre es dann mit DIY Badepralinen? Sie sprudeln, duften, pflegen die Haut und bringen die richtige Stimmung und einen Hauch von Sommer ins winterliche Badeerlebnis. Nach einem Winterspaziergang genau das Richtige für kalte Füße. Und dabei ganz natürlich und ohne unnütze Parfüms oder Plastikanteile.

Was du dafür brauchst:

  • 225 g Natron
  • 125 g Zitronensäure
  • 60 g Speisestärke
  • 60 g Bio-Kokosöl
  • Ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • Getrocknete Lavendelblüten

Natürlich kannst du auch ein anderes Öl oder andere Blumen/Zitrusschalen etc. verwenden. Ich hatte passenderweise sowohl Lavendelöl als auch getrockneten Lavendel zur Hand. Auf Lebensmittelfarbe habe ich verzichtet, so kommen die violetten Blüten meiner Meinung nach viel besser zur Geltung 🙂

Und so geht´s:

  1. Vermische zuerst die trockenen Zutaten miteinander, also Natron, Zitronensäure und Speisestärke. Hier kannst Du auch schon die getrockneten Blüten oder Schalen dazugeben.
  2. In einer zweiten Schüssel mischt Du nun die flüssigen Zutaten, also das geschmolzene Fett mit dem ätherischen Öl (und ggf. der flüssigen Lebensmittelfarbe, falls du welche verwendest).
  3. Nun vermischt du die flüssigen Zutaten mit den trockenen. Vorsicht! Nimm dafür einen Löffel zur Hilfe, damit es nicht zu schnell geht und das Natron nicht schon vorzeitig mit der Zitronensäure reagiert. Wenn Dich das Ergebnis an die Konsistenz von nassem Sand erinnert, hast Du alles richtig gemacht 🙂 Wenn es noch zu trocken ist, fehlt noch ein wenig Fett. Oder ist es zu feucht? Kein Problem, dann gib noch etwas Speisestärke dazu.
  4. Nun wird es künstlerisch! Du kannst natürlich spezielle Formen verwenden, aber ganz im Sinne von Zero Waste nehmen wir natürlich das, was eh schon im Haus ist. Plätzchenausstecher bieten sich z.B. an. In meinem Fall waren es einfache Eiswürfelformen.
  5. Zuerst habe ich eine Prise der Lavendelblüten in die Formen gestreut, damit die Pralinen schöne Häubchen bekommen. Drücke dann die Masse in die Formen (ein Esslöffel hilft beim portionieren), so dass das Ergebnis nachher schön fest und ohne Lufteinschluss ist. Du kannst die Pralinen aber auch einfach mit der Hand formen. Freestyle sozusagen 🙂
  6. Fast geschafft! Nun kommen die Formen nur noch für ein paar Stunden in den Kühlschrank. Danach kannst Du sie leicht aus den Förmchen lösen. Ich habe sie dann auf einen Teller gelegt, so das sie noch ein paar Tage weiter trocknen können.
  7. Et voilá! Nun die Pralinen in ein nettes Glas füllen, ein kleines Schild daran befestigen und schon sind sie „verschenkfertig“! Oder Du testest sie gleich selbst in der eigenen Badewanne.

Und so sah es bei mir aus:

Die DIY Badepralinen eignen sich übrigens auch hervorragend als natürlicher Duftspender!

Geschafft!

Viel Freude beim Nachmachen und verschenken 🙂

Mein größter Weihnachtswunsch

Mein größter Hunde-Weihnachtswunsch

09.12.2018, von miaray

Mein Lieblingsmensch,

an einem nicht all zu fernen Tag
kommt der Moment,
an dem ich ein letztes Mal wedeln
und ein letztes Mal meine Augen schließen werde.

Und wir einander für immer verlieren.

Denke das nächste Mal daran,
wenn Du müde und gestresst auf meine Spielaufforderung reagierst,
wenn Du Dir gerne die Zeit für den lästigen Spaziergang sparen würdest
oder ich nur Deine kalte Schulter spüre,
wenn ich mir von Herzen Streicheleinheiten wünsche,
nachdem ich den ganzen Tag
so sehnlich auf Deine Rückkehr gewartet habe.

Denn nach diesem nicht allzu fernen Tag
würdest Du vieles dafür geben,
um mit Deinem heutigen Ich zu tauschen.

Nur um ein letztes Mal
mit mir im Regen zu spazieren,
meine kalte Nase im Gesicht zu spüren
und mir immer wieder meinen Ball zu werfen.

Nur um beieinander zu sein.

Teile ein Stück Deiner kostbaren Zeit mit mir,
denn Du bist meine ganze Welt
und ich nur ein kurzer Augenblick in Deiner.

Dein Hund

Vegetarismus - Was heißt das?

Vegetarismus – was heißt das?

09.12.2018, von miaray

Rund 10 % der deutschen Bevölkerung ernährt sich mittlerweile  vegetarisch. Vegan leben davon immerhin schon 1,3 Million. Tendenz weiter steigend.

Aber was bedeutet das eigentlich?

Gründe auf Fleisch zu verzichten gibt es einige, meinen Artikel zu diesem Thema findest Du hier. Dabei ist Vegetarismus keine Diät oder bloße Ernährungsumstellung, sondern vielmehr eine Lebensweise.

Und von der gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Gar nicht so einfach, da noch durchzublicken!

Meine Tabelle gibt Dir einen Überblick über die häufigsten Formen:

Vegetarismus – ein Überbegriff unter den viele verschiedene Lebens- und Ernährungsweise verstanden werden

Im Gegensatz dazu nennt man Allesesser übrigens Omnivoren :-). Neben einigen Menschen gehören beispielsweise auch Schweine, Bären und Ratten zu dieser Gruppe.

Ganz grob zusammengefasst: Vegetarier verzichten auf Produkte toter Tiere wie Fleisch, Leder und Gelatine. Veganer verzichten darüber hinaus auch auf alle weiteren tierische Produkte wie Wolle, Milch oder Eier.

Grundsätzlich ist natürlich jedem frei überlassen, worauf er verzichtet. Ich vermute jedoch, dass oft nach der Umstellung auf eine fleischlose Ernährung mit der Zeit auch auf andere tierische Produkte verzichtet wird. Sobald man sich einmal mit dem Thema beschäftigt, wird schnell klar: Alle tierischen Produkte haben Schattenseiten. Da helfen auch Biosiegel nichts, auch wenn sie allem Anschein nach gesünder für uns sind.

Doch ganz gleich, wie radikal der Verzicht ist, es gibt für jedes tierische Produkt gute Alternativen. Und damit meine ich nicht die sogenannte „Fleischalternativen“, die leider meist voll ungesunder Bestandteile sind. Sondern vielmehr Tofu, Mandelmus und Co inklusive zig Rezepten und Infos, mit deren Hilfe Dir die Umstellung gut gelingt.

Im Alltag ist es nicht immer leicht zu erkennen, ob sich tierische Bestandteile in den Lebensmitteln verstecken. Oder wusstest Du zum Beispiel, dass in vielen Käsesorten und im Parmesan Kalbslab drin sein kann? Eine durchgehende Kennzeichnungspflicht gibt es leider noch nicht. Da hilft nur ein geschulter Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe.

Und was ist mit mir?

Ich esse schon seit einigen Jahren weder Rind- noch Schweinfleisch. Seit über zwei Jahren verzichte ich auch auf Geflügel. Seit fast zwei Jahren auf Fisch. Diese Schritte fielen mir leicht und ich habe sie nie bereut. Schon schwerer für mich: Seit über einem Jahr reduziere ich meinen Konsum an Milchprodukten und Eiern. In vielen Fällen gelingt mir das sehr gut, in manchen weniger. Doch ich bin mir sicher, das Richtige zu tun, daher lohnt sich die Umstellung und das Dranbleiben. Anders als viele Menschen denken wird der Teller nicht leerer. Ganz im Gegenteil! Viele neue Lebensmittel, Gemüsesorten und Rezepte kenne ich nur, weil ich Alternativen ausprobiere. Was bringt die Festigkeit in den Kuchen? Was macht Schokoladencreme fluffig?

Milchprodukte gehören doch dazu!

Ist es nicht sehr erschreckend, dass die deutsche Küche nur selten ohne Sahne, Käse und Co auskommt? Schließlich ist Kuhmilch doch eigentlich dazu da, um Kälbchen groß und stark zu machen. Und zwar über 1.000 Kilo stark. Ganz objektiv betrachtet ist es Muttermilch einer anderen Spezies – verrückt dass das für die meisten als Lebensmittel gilt. Wie verrückt? Den Gedanken, Muttermilch eines Menschen zu trinken, finden wohl die meisten eher abstoßend. Kulturell erlaubt sind nur Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch. Auch Hunde- oder Schweinemilch hat wohl niemand in seinem Kühlschrank.

Klar ist in jedem Fall: Vegetarismus ist keine simple Modeerscheinung. Viele entdecken diesen Lebensstil für sich. Und merken dabei – es geht! Sie geben damit auch veganen Produkten oder Restaurants eine Daseinsberechtigung. Stück für Stück kann sich so der Markt ändern. Und die (immer noch immense) Zahl der leidenden Tiere reduzieren. Hier gilt wieder: Je mehr mitmachen, desto leichter ist es für den Einzelnen!

Mehr als ein Stück Fleisch – Danke, dass ich leben darf!

Lies hier weiter!

  • Eine Liste der TOP 10 vegetarischer Lebensmittel findest Du bei eatsmarter.
  • Du möchtest Deine Ernährung umstellen? Der Beitrag von smarticular hilft Dir dabei!
DIY Weihnachtsdeko Zero Waste

DIY Weihnachtsdeko Zero Waste

Die schönste Zeit des Jahres steht bevor, die Temperatur sinkt und es wird Zuhause kuschelig. Was ist da stimmungsvoller, als die eigenen vier Wände zu schmücken, um sich mit weihnachtlicher Vorfreude anstecken zu lassen? Aber Weihnachtsdeko und Zero Waste, geht denn das?

Naja, ganz ohne Verschwendung geht es wohl nicht, wenn Du dekorieren willst. Aber ohne Plastik funktioniert es allemal. Ich finde ohnehin den skandinavisch reduzierten Stil sehr schön, daher war die Idee von weißen Weihnachtsanhängern nicht fern.

Also, bist Du bereit für jede Menge Weihnachtsstimmung inklusive gutem Gewissen?

Das brauchst Du:

  • Mehl
  • Salz
  • Wasser
  • evtl. etwas Speiseöl
  • Etwas zum Austechen der Löcher (z.B. einen Edelstahlstrohhalm)
  • Ausstechformen
  • Zeichentusche / schwarzen Filzstift
  • Kordel

Und so einfach geht´s!

  1. Du mischst 2 Tassen Mehl mit 1 Tasse Salz. Gib danach 1 Tasse Wasser dazu und knete alles gut durch. Für die Geschmeidigkeit kannst du noch einen Löffel Speiseöl hinzufügen. Und schon hast du Salzteig 🙂
  2. Rolle den Teig aus und stich nun Deine Anhänger mithilfe der weihnachtlichen Plätzchenformen aus.
  3. Willst Du sie später aufhängen, vergiss nicht das Loch für die Kordel. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Edelstahlstrohhalm perfekt.
  4. Sobald Du mit den Anhängern zufrieden bist, lege sie an einen warmen Ort, damit sie trocknen können. Aufgrund der Energieverschwendung verzichten wir natürlich darauf, sie im Backofen zu trocknen.
  5. Entfernen vorsichtig überstehende Kanten und lose Teigreste mit dem Finger. Dabei musst Du nicht zu genau sein. Mir gefällt, dass sie alle ein wenig unterschiedlich aussehen. Wer will schon perfekt :-)?
  6. Schnapp Dir einen schwarzen Filzer und tobe Dich aus! Ich mag z.B. feine Umrandungen und einfache Formen. Probiere, was Dir am besten gefällt!
  7. Jetzt fehlt nur noch eine Kordel. Ich bevorzuge eine rustikale Bio Juteschnur.

Und schon kann die Weihnachtszeit kommen!


PETITION - Gewässerschutz gefährdet!

PETITION noch bis MÄRZ – Gewässer gefährdet!

23.11.2018, von miaray

Gewässerschutz – Was ist das eigentlich?

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) schützt unsere Gewässer. Sie wurde von den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft bereits 2000 verabschiedet. Ihre Einhaltung und Umsetzung liegt ebenfalls in den Händen der EU. Diese moderne Umweltrichtlinie schützt neben unserer Flüsse, Seen und Küstengewässer auch die dort lebenden Tiere und Pflanzen sowie unser Grundwasser. Ebenso sind Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung der Gewässer Teil der WRRL.

In Umfang und Ziel gilt die europäische Wasserrahmenrichtlinie als äußerst fortschrittlich und maßgebend im weltweiten Vergleich.

Was geschieht nun?

Nun steht eine Überprüfung der WRRL durch die Europäische Kommission an. Der sogenannte Fitness-Check bewertet, ob die Wasserrahmenrichtlinie noch ihren Zweck erfüllt. Die Kommission untersucht dazu fünf Kriterien: Relevanz, Wirksamkeit, Effizient, Kohärenz (in sich logisch?) und EU-Mehrwert.

Umweltverbände befürchten , dass die WRRL gravierend abgeschwächt wird. Und damit unsere Gewässer und mit ihnen Pflanzen und Tiere weiterer Zerstörung ausgesetzt werden. Das wäre ein immenser Rückschritt!!

Was der Nabu konkret fordert und weitere Infos zum Thema findest du hier.

Das muss unbedingt verhindert werden!

Du bist gefragt!

Bis März 2019 sammelt der Nabu gemeinsam mit anderen Umweltverbänden Bürgerstimmen, um sich für den Erhalt der jetzigen WRRL und damit für den Lebensraum Gewässer einzusetzen. Denn aus vielen verschiedenen Untersuchungen wissen wir: Unsere Gewässer gehören nach wie vor zu den schutzbedürftigsten Lebensräumen! Und sie spielen eine unbeschreiblich wichtige Rolle im gesamten Ökosystem.

Nimm auch Du an der Bürgerbefragung teil und setze Dich damit für den nachhaltigen Schutz unserer Gewässer ein!

Weiter geht´s!

  • Du bist auch dafür, dass vegetarische und vegane Lebensmittel direkt zu erkennen sein sollten? Dann unterstütze die Petition mit Deiner Stimme!


EU Petition - Kennzeichnung veganer Lebensmittel

PETITION – Kennzeichnung veganer Lebensmittel?

18.11.2018, von miaray

Vegetarisch oder vegan? Gründe, um auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten, gibt es reichlich. Gar nicht so leicht, passende Lebensmittel zu finden. Ein genauer Blick auf die Inhaltsangabe ist da Pflicht. Und selbst dann ist nicht jeder tierischer Bestandteil zu erkennen. So sind beispielsweise manche Geschmacksverstärker oder Farbstoffe wie Karmin tierischen Ursprungs. Eine konkrete, leicht zu verstehende Kennzeichnung gibt es bisher nicht.

Wäre es da nicht toll, wenn jeder auf Anhieb erkennen könnte, ob Lebensmittel auch wirklich vegetarisch oder sogar vegan sind?

Nun gibt es eine europäische Bürgerinitiative , die eine entsprechende Kennzeichnung (ähnlich der von Bio Produkten) auf den Lebensmitteln fordert. Angedacht sind simple Piktogramme auf den Verpackungen. Am 12.11.2018 wurde nun die Freigabe für eine Petition erteilt. Jetzt sind die Organisatoren gefragt.  Ein Jahr lang kann nun jeder EU-Bürger, der wahlberechtigt ist, seine Unterschrift abgeben. Bis jetzt ist die Petition jedoch noch nicht freigeschaltet (Stand 17.11.)

UPDATE 2019: Nun ist die Petition „scharf“ geschaltet!

Und was bringt das?

Eine Million Bürger aus mindestens sieben Europäischen Ländern müssen nun ihre Stimme für eine solche  Kennzeichnung abgeben. Nur dann ist die EU-Kommission verpflichtet, sich in einem Zeitrahmen von drei Monaten mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Welches Ergebnis dies dann haben würde, bleibt dabei erst einmal offen. Denn ob die Forderung realisiert und die konkreten Vorschläge übernommen werden, ist der EU-Kommision überlassen. Egal wie es ausgeht, sie muss in jedem Fall ihre Entscheidung begründen.

Sollte es im besten Fall jedoch tatsächlich zu einer Kennzeichnungspflicht kommen, wäre das eine riesige Erleichterung für Veganer und Vegetarierer und eine große Hilfe im Alltag. Und auch alle anderen hätten dann zumindest einen deutlichen Hinweis darauf, dass die wenigsten Lebensmittel ohne (meist unappetitliche) Tierbestandteile auskommen. Denn beschäftigt man sich nicht damit, ist einem sicher nicht klar, was in vielen der Alltagsprodukte verarbeitet wird und das meist nur, weil es billig ist. Mit einer Kennzeichnung gäbe es dann einen Anreiz für die Lebensmittelindustrie, über tierleidfreie Alternativen nachzudenken, um das vegan/vegetarisch Label zu ergattern.  

Vegan? Nicht immer so leicht zu erkennen wie in diesem Fall

Weitere Infos?

Was Du zur Wildvogelfütterung im Winter wissen musst

Check-Up Wildvogelfütterung im Winter

11.11.2018, von miaray

Überstehen Wildvögel den Winter besser, wenn sie von uns gefüttert werden? Hier scheiden sich die Geister. Viele kritische Stimme sagen, dass Wildvogelfütterung nicht nur unnötig sei, sondern den Tieren sogar schade. Von Vermeidung natürlicher Auslese und von Vermenschlichung ist die Rede.

Ich persönlich denke, dass es sehrwohl dem Naturschutz dient, wenn wir unseren gefiederten Gartenbewohnern ein bisschen Unterstützung geben. Denn es fällt mir schwer, „natürliche Auslese“ anzuerkennen, wenn um uns herum haufenweise Glyphosat und Schottergärten zu finden sind.

Das Rotkehlchen überwintert bei uns und ist ein häufiger Gast am Futterhäuschen.

Dennoch solltest Du ein paar Dinge beachten, wenn Du Wildvögel fütterst:

  • Stellst Du ein Futterhaus auf, solltest Du auf eine feste Bauweise, große Einflugmöglichkeiten von allen Seiten und wenig Schnickschnack Wert legen.
  • Reinige das Futterhaus regelmäßig mit heißem Wasser! So nah kommen sich die Wildvögel normalerweise nicht. Und leider lassen einige von ihnen auch mal eine Hinterlassenschaft zurück. Parasiten und Krankheiten fühlen sich daher leider sehr wohl.
  • Wenn Du ein Futtersilo wählst, ist das Ansteckungsrisiko etwas geringer. Dafür aber auch die Arten der Vögel, die von Deiner Fütterung profitieren.
  • Sonnenblumenkerne mögen viele unserer Wildvögel. Darüber hinaus gibt es mittlerweile die unterschiedlichsten Varianten zu kaufen. Noch besser: Du stellst das Futter selbst her. Dann weißt Du auch, wo die Bestandteile herkommen. Und verzichtest auf die überflüssigen Plastiknetze, in denen sich die Meisenknödel meist befinden.
  • Gebe nicht zu viel Futter auf einmal, damit es nicht verdirbt oder zu stark verschmutzt. Dafür lieber etwas häufiger.
  • Verzichte in Deinem Garten auf zu viel Ordnung. Lasse Laub und Äste liegen. Sie dienen Insekten als wichtige Überwinterungsmöglichkeiten und sind daher auch für die Nahrungskette unserer Wildvögel wichtig. Mehr zur Rettung der Insekten findest Du in meinem Artikel.
  • Vermeide exotische Pflanzen, entscheide Dich stattdessen für heimische Sträucher (Beispiele findest Du hier). Denn unsere Wildvögel und Insekten haben sich auf viele von ihnen spezialisiert. Viele Pflanzen bieten in Herbst und Winter Beeren, von denen sich einige Vogelarten ernähren. Vogelfütterung mal ganz natürlich 🙂
  • Nicht zu vergessen: Kommt der Frost, finden Wildtiere nur noch selten geeignete Wasserstellen. Hast Du eine frostfeste Tränke, halte sie möglichst eisfrei und wechsle das Wasser darin regelmäßig aus.

Mit ein wenig Hilfe schaffen es die kleinen Gartenbesucher sicher bis zum Frühling. Und darüber hinaus lohnt es sich, seinen Garten möglichst naturnah zu gestalten. Denn hiervon profitieren dann auch direkt andere Wildtiere 🙂

Nutzbare Wasserstellen sind selten, sobald es friert

Noch mehr Infos zum Thema?

  • Deine Futterstelle freut sich über reichlich Besuch? Der LBV hat eine Übersicht der 30 häufigsten Gartenvögel inklusive ihrer Stimmen zusammengestellt. Welchen Wildvogel erkennst Du wieder?
  • Meisenknödel kannst Du mit wenigen Zutaten selber machen. Auf smarticular kannst Du nachlesen, wie. Auch eine vegane Variante findest Du dort 🙂
  • Igel haben es im Winter nicht leicht! Infos darüber, was Du tun kannst, um ihnen zu helfen, findest Du auf der Seite vom Nabu.