Wilde Gartenecken

Wilde Gartenecken schaffen

07.10.2019, von miaray

Beim Spaziergang durch den Wald sieht man immer häufiger „wilde Ecken“. Dort darf Totholz liegen bleiben, Laub türmt sich auf und unterschiedlichste Pflänzchen wuchern vor sich hin. Diese Stellen sind gerade für Herbst und Winter wertvoll für einen gesunden Wald. Sie bieten vielen Pflanzen, Insekten und Wildtieren einen Lebensraum.

Biene auf Blüte

„Wilde Gartenecken“ liefern Nahrung und Winterquartiere, außerdem können sich hier viele Mikroorganismen ungestört austoben.

Du machst gerade Deinen Garten winterfest?

Dann kreiere doch auch „wilde Gartenecken“ mit Pflanzabfällen, Laub und Heckenrückschnitt! Denn in unseren aufgeräumten Gärten, Grünanlagen und Schotterwüsten freuen sich Hummelkönigin, Igel & Co auf Deine Unterstützung, um den Winter gut zu überstehen. Auch alte Blütenstände und Gräser müssen nicht zurückgeschnitten werden und dürfen in Naturgärten den Winter über stehen bleiben. Sie bieten den Pflanzen selbst nicht nur Schutz vor tiefen Temperaturen, sondern bieten Dir auch einen wunderschönen Anblick, wenn sich der erste Frost über alles legt.

Naturgärtner/innen wissen:

Geduld und Gelassenheit sind die Grundprinzipien für einen insektenfreundlichen Lebensraum. „Wilde Gartenecken“ sind hier ein wichtiger Bestandteil, denn sie sichern das Überleben vieler Lebenswesen – vor allem in der kalten Jahreszeit. Aber auch im Sommer sollte es unberührte Rückzugsmöglichkeiten für Insekten und Tiere geben. Was Du darüber hinaus noch tun kannst, um unsere Insekten im eigenen Garten zu unterstützen, kannst Du hier nachlesen.

Beherzigst Du diese wirklich einfach umzusetzende Maßnahme, wilde Gartenecken zu schaffen, wirst Du umso mehr Leben in deinem Garten beobachten können.

Noch mehr zum Thema gefällig?

  • Weitere Tipps wie Du Deinen Naturgarten winterfest machen kannst, bekommt Du vom NABU
  • Wie Du vor allem unseren Wildvögeln durch den Winter hilfst, kann Du hier nachlesen.
Gärtnern

Warum Gärtnern so glücklich macht

24.09.2019, von miaray

Verrückt, dass wir bei Wind und Wetter ackern, um uns an eigenen Tomaten, Rosen & Co zu erfreuen, oder? Kleine Gärtnererfolge feiern wir wie Könige, Niederlagen lassen uns die Tränen in die Augen steigen. Meist sind wir in gebückter Haltung unterwegs und unsere Hände stecken nicht selten bis zu den Ellenbogen im Dreck. Sicher fällt es Außenstehenden schwer, zu verstehen, warum einem am Ende eines Gärtner-Tages dennoch ein Lächeln auf den Lippen liegt, obwohl man sich fühlt, als habe einen ein LKW angefahren. Oder zwei. Habe ich schon erwähnt, dass immer mehr Leute dem Gärtnern verfallen?

Übrigens: Den richtigen Biobaumwollbeutel für Naturfans und Vollblutgärtner findest Du in unserem kleinen Onlineshop verSAUbeutel.de

Hier mein Versuch, das Mysterium Gärtnern zu erklären und Dir die Vorteile dieses wunderbaren Hobbies zu zeigen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit versteht sich)

  • Du legst selbst Hand an und gestaltest Deine grüne Oase ganz nach Deinen Wünschen. Auswahl der Pflanzen, Farben, Töpfe usw. liegt zu 100% in Deinem Ermessen. Wo hat man schon einmal so viele Freiheiten?
  • In Deinem Garten entsteht ein Lebensraum für Wildtiere und Insekten. Es macht uneimlich viel Freude zu sehen, wie Nisthilfe, Futterstellen und Versteckmöglichkeiten angenommen und genutzt werden. In einer Welt voller Schottergärten immer wichtiger! Was Du zur Rettung der Insekten tun kannst, findest Du in diesem Artikel. Du möchtest den Wildvögeln über den Winter helfen? Super, dann lies hier alles Wichtige darüber nach.
  • Du informierst Dich über Pflanzen, Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnisse. damit Dein Gärtnern auch mit Erfolg beschienen ist 🙂 Lichtkeimer, Schattengewächs oder Spätblüher? Was gedeiht neben welchen Pflanzen am besten? Damit die Sache rund wird, brauchst Du eine guten Vorbereitung. Entwickle Deinen individuellen Pflanzenplan und beachte dabei die Mischkulturen! Hilfestellung gefällig? Klaro, meinen Artikel dazu findest Du hier.
  • Du siehst, wie Deine Pflänzchen wachsen und gedeihen, Deine Gärtner-Arbeit trägt also sprichwörtlich „Früchte“.
  • Du verbringst viel Zeit unter freiem Himmel und an der frischen Luft. Das stärkt deine Abwehrkräfte und macht den Kopf frei.
  • Du arbeitest mit den Händen und konzentrierst Dich ganz auf das Hier und Jetzt. Gerade wir Büromenschen leben die meiste Zeit in unseren Terminplanungen, ständig bereiten wir etwas vor oder nach. Beim Gärtnern kannst Du Dich auf diesen einen Moment richtig fokussieren. Und einfach mal vor sich hingucken und nur genießen ist mindestens genauso wichtig 🙂
  • Du beschäftigst Dich mit dem Wetter und den Temperaturen. Es soll in Strömen gießen? Dann schnell die Tomatentöpfe unterstellen! Es wird brüllend heiß und die Sonne verbrennt die Erde? Es wird Zeit, sich über Bewässerungssysteme Gedanken zu machen. Mit der Natur Gärtnern, anstatt gegen sie, nur so wird Deine Gärtner-Arbeit belohnt!
  • Du planst das Gärtnern langfristig und musst Dich mit den Jahreszeiten auseinandersetzen. Du baust Gemüse an? Dann wirst Du wahrscheinlich Deine kleinen Setzlinge in ein Frühbeet aufziehen. Es ist Spätsommer? Dann bereitest Du bereits die Herbstaussaat vor.

Und? Bist Du überzeugt? Oder geht es Dir vielleicht ohnehin schon so wie mir und Du bist dem Gärtnern längst verfallen? Sehr gut! Dann lass mir doch schnell Deine Beweggründe in den Kommentaren da!

verSAUbeutelt Flaggenlogo

Onlineshop verSAUbeutelt Eröffnung

von miaray, 16.06.2019

Lang, lang ist es her… tatsächlich habe ich eine kleine Schreibpause eingelegt. Und die ist doch etwas länger ausgefallen, als geplant. Aber die Zeit habe ich gut genutzt! Unser neustes Gutmensch-Projekt: Der verSAUbeutelt Onlineshop!

Wir waren seeeeeehr fleißig und haben (fast) jeden Tag an unserem kleinen Onlineshop gebastelt!

Puh, da gibt es nämlich einiges zu beachten und zu tun! Bisher war ich nur Nutzerin zahlreicher Shops und habe mir nie Gedanken darüber gemacht, wie viel Arbeit hinter all den Bestellschritten, Bildern, Beschreibungen und Menüs steckt. Jetzt weiß ich es: Eine Menge!!

Vor allem, wenn man kein Profi ist und dennoch alles selbst machen möchte. Manchmal war es einfach zum verzweifeln. Die Technik macht es einem nicht immer leicht 😉 Und dann kommt da noch die altbekannte Dummheit des Anwenders hinzu und schon hat man die nächste kleine Krise 😀 Falls ihr so etwas auch in baldiger Zukunft vorhabt: Durchhalten, irgendwann klappt es! Und Dank Internet sind alle notwendigen Infos irgendwo da draußen.

verSAUbeutelt Onlineshop??

Der Name ist der Hammer, oder :-)? Und ich liebe unser Logo! Was genau es damit auf sich hat, erfährst Du direkt in unserem Shop!

Onlineshop, wir kommen!

Wir hielten tapfer durch und am 05.06.2019 war es dann soweit: Endlich haben wir unseren Onlineshop eröffnet *juhuuuuu*!! Ja, ein wenig stolz kann man da schon auf sich sein, finden wir zumindest :-). Natürlich werkeln wir fleißig weiter, besser geht´s schließlich immer und unser Onlineshop soll ja noch weiter wachsen und groß und stark werden 🙂

verSAUbeutelt Onlineshop Logo

Was gibt es denn im Onlineshop?

  • 100% Biobaumwolle
  • EarthPositive (Reduzierung der CO2-Emissionen bei der Herstellung um 90%)
  • Umweltzertifizierter Druck (Global Organic TextileStandard (GOTS)
  • Zertifikat der Fair Wear Foundation (die sich für faire und verbesserte Arbeitsbedingungen einsetzt)
  • Ökologische Umverpackung inklusive blauem Engel, ohne Plastik und unnötiger Werbung
  • also Wellness für Dein Gewissen! Und als Bonus obendrauf hast Du die Wahl zwischen unterschiedlichen handgemachten Motiven, für die gute Sache und mit wichtiger Botschaft an die Welt. Such Dir einfach das verSAUbeutelt-Familienmitglied aus, dem Du ein neues Zuhause schenken möchtest. Die kleinen Koffer sind schon gepackt 🙂
Onlineshop verSAUbeutelt: Bio-Baumwollbeutel "Hanni"

Besuche uns doch in unserem Onlineshop! Wir freuen uns auf Dich.

Und wenn Du schnell bist, gibt es unseren Erstkunden Rabatt von 10% für Dich! Gibt einfach im letzten Bestellschritt „verSAUbeutelt-groupie“ ein!

Dein verSAUbeutelt-Team 🙂

Pflanzkalender, Gartenjournal und Pflanzplan

Pflanzkalender, Gartenjournal und Pflanzplan

von miaray, 03.02.2019

Sooooo, ganz stolz kann ich verkünden:

Ich habe die kalten Tage gut genutzt und habe mir meinen Pflanzplan für 2019 erstellt!

Nichts beschert einem größere Vorfreude auf Frühling und Sommer! Ein Wundermittel gegen Winterverstimmungen.

Falls auch Du gerade dabei bist, das kommende Gartenjahr zu planen, solltest Du meinen Artikel zu Mischkulturen lesen und Dir die Tabelle über gute Gemüsenachbarn herunterladen 🙂 Zeit dafür hast Du ja jetzt noch, denn abgesehen von der Wildvogelfütterung gibt es draußen im Moment noch nicht viel zu tun.

Viel Erfahrung mit Gemüseanbau und Pflanzenpflege kann ich noch nicht vorweisen, daher ist mir eine gute Vorbereitung besonders wichtig. Mein Anspruch für den Start in meine Gärtnerlaufbahn ist, möglichst viele Fehler zu vermeiden und möglichst viele Dinge auszuprobieren.

Und los geht´s!

Was hilft bei der Planung?

Mein wichtigster Tipp an Dich lautet: Lege Dir ein Gartenjournal zu! Nimm Dir einfach das nächstbeste Notizbuch und habe es beim gärtnern immer in Deiner Nähe. Darin hälst Du zukünftig alles fest, was Du im Laufe der Saison für wichig hälst.

Das kann beispielsweise sein:

  • Was hast Du angebaut?
  • Wo hast Du es gepflanzt? (Zeichnungen und Skizzen erwünscht!)
  • Wann und wie viel konntest Du ernten?
  • Hat es geschmeckt? Würdest Du die Pflanze nochmal anbauen?
  • War der Standort und Pflanzabstand passend?
  • Gab es Verluste? Wenn ja, wodurch (Wetter, Insekten, etc.)
  • Gab es Besonderheiten (Dürre, später Frost, etc.)
  • Warst Du zufrieden? Womit nicht? Und warum?
  • Und am wichtigsten: Was würdest Du beim nächsten Mal anders machen?
  • Was Dir sonst noch wichtig ist.

So baust Du Dir selber Erinnerungsbrücken. Denn wenn Deine Erfahrung wieder relevant wird, sind schon einige Monate ins Land gegangen und schnell hast Du etwas vergessen. Eine ganz einfache Methode also, um Fehler kein zweites Mal zu machen!

Ich habe mir neben der Tabelle über gute Gemüsenachbarn und dem Gartenjournal auch einen Pflanzkalender erstellt. Er enthält eine Übersicht über mein Saatgut. Das war dringend nötig, denn mittlerweile habe ich doch eine ganze Menge kleiner Samentütchen beisammen. Und da mit jedem Jahr die Keimfähigkeit schwindet, solltest auch Du darauf achten, möglichst zeitnah zu verbrauchen, was dein Saatgutvorat so hergibt!

Sollte Dein Saat noch überschaubar sein, kannst Du diesen Teil also getrost überspringen und direkt zum Pflanzplan gehen.

Wie schaut mein Pflanzkalender aus?

Ich habe mir vermerkt:

  • wann ich die Samen gekauft habe,
  • in welchem Monat welches Pflänzchen gesät wird,
  • ob es innen vorgezogen wird oder besser direkt ins Freiland kommt,
  • wann und wie lange die Blüte bzw. Ernte ansteht,
  • welche Boden- und Lichtbeschaffenheit bevorzugt wird,
  • wie viel Platz und welcher Pflanzabstand benötigt wird,
  • ob es Besonderheiten gibt (Lichtkeimer, Rankhilfe, usw.).

Alle Angaben findest Du in der Regel auf dem jeweiligen Samentütchen. Fehlende Infos gibt es im Internet. Aussaat und Ernte habe ich mir mit farbigen Balken markiert.

Praktisch, wenn Du Deinen Pflanzkalender digital erstellst. So kannst Du ihn ohne großen Aufwand immer aktualisieren. Noch praktischer, wenn Du ihn auch unterwegs dabei hast. So kannst Du beim nächsten Gartenmarkt schnell nachsehen, welche Sorte noch in Deiner Sammlung fehlt und vermeidest gleichzeitig doppelte Anschaffungen.

Natürlich musst Du nicht all Deine Pflanzen selbst ziehen und kannst im Frühjahr auf Setzlinge zurückgreifen. Das erspart Dir jede Menge Arbeit. Und meist ist der Ernteerfolg etwas gesicherter. Dafür bekommst Du allerdings auch nicht immer die besonderen Sorten und weißt mit absoluter Gewissheit, ob beispielsweise Gift zum Einsatz kam. Super, wenn Du einen Gärtner Deines Vertrauens hast!

Mein Pflanzplan 2019

Mithilfe der drei Übersichten habe ich mir dann zusammengestellt, was ich in diesem Jahr alles anbauen möchte und an welchem Platz und in welcher Gesellschaft dies passiert. Um kein Zeitfenster zu verpassen, habe ich mir grob notiert, wann welche Gartenarbeit anfällt. Mit mehr Erfahrung wird eine so genaue Vorbereitung sicher nicht mehr nötig sein. Aber zu Beginn ist es für mich so wesentlich einfacher, mich rechtzeitig um alles zu kümmern.

Anfang Februar

  • Kresse und Salat auf der Fensterbank anbauen
  • Frühkartoffeln weglegen

Ab Mitte Februar

Sträucher & Hecken stutzen (Vogelschutz beachten! März – Sept. Schonzeit), Beete vorbereiten, lüften & mulchen, Rankhilfen für Zuckerschoten / Himbeere / etc. bauen, Hochbeet ausbessern, Kompost wenden

  • Schnittknoblauch vorziehen
  • Kräuter vorziehen
  • Tomaten vorziehen

März (nach dem letztem Frost)

Kompost ausbringen, Beete freiräumen, Gartenutensilien vorbereiten

  • Kohlrabi vorziehen
  • Mais säen (wegen Bestäubung in Gruppen, guter Nachbar von Kürbis und Zuckerschote)
  • Zuckerschote säen (Rankhilfe, mehrere nebeneinander, nachsäen, kein Dünger nötig)
  • Spinat säen (immer wieder nachsäen, überwintert)
  • Wildblumen säen (Himmelsleiter, Schafgarbe, Ringelblume, Wiesenknopf und Akelei)
  • Möhren aussäen & vereinzeln (Boden vorher tief lockern!, etwas Sand von Vorteil, nicht vorziehen)
  • Schnittknoblauch und Kräuter auspflanzen (auf Saattemperatur und Bodenbeschaffenheit achten, viel Sonne, weniger Nährstoffe)

April

Salbei schneiden, Rankhilfen platzieren

  • Tomaten ins Freiland (Starkzehrer, hoher Wasserbedarf, Staunässe vermeinde zB mithilfe von Kies, im Kübel, vor Regen schützen, gute Stützen nötig, Spitzen kappen um Fruchtbildung anzuregen)
  • Kohlrabi ins Freiland (viel wässern & düngen)
  • Butternut Kürbis vorziehen (kleine Sorte, dennoch Pflanzabstand beachten, lange Reifezeit bis zur Ernte, stabile Rankhilfe bauen)
  • Radieschen (Ernte nach vier Wochen, stetig weiter säen, Starkzehrer, guter Lückenfüller)
  • Erdbeeren pflanzen (Setzlinge aus dem letzten Jahre, Mittelzehrer)
  • Zucchini (viel Platz, Starkzehrer, sonnig)

Mai

  • Brokkoli (reichlich Kompost, direkt ins Freiland, 30 cm Abstand)
  • Butternut Kürbis ins Freiland

Sicher werden noch ein paar Einträge dazukommen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gartenprojekt zur Rettung der Insekten? Dennoch reicht die Übersicht schon völlig aus, um loslegen zu können. Eine kleine Skizze mit den jeweiligen Orten rundet den Plan ab und stellt sicher, dass sich alle Pflanzen in passender Nachbarschaft befinden und gut gedeihen können.

Und jetzt viel Spaß beim Planen!

Mischkultur und Pflanzplan 2019

Mischkulturen und Dein Pflanzplan für 2019

19.01.2019, von miaray

Draußen hat nun doch tatsächlich der Winter Einzug gehalten – Frost und Eis, Kälte und Dunkelheit. Da erscheint die nächste Gartensaison und der Anbau von Gemüsesorten noch unendlich weit weg!

Umso schöner die gemütlichen Stunden auf der Couch mit warmer Decke dazu zu nutzen, sich schon einmal in den Frühling hineinzuträumen und sich zu überlegen, wie der eigene Garten oder Balkon aussehen soll und welches Gemüse dort wachsen wird. Denn eigenes Gemüse ist immer noch das schmackhafteste 🙂

Warum vorbereiten?

Da es erst meine zweite Saison mit eigenem Garten wird, bin ich sehr gespannt, wie es wohl klappt! Nach dem Lesen zahlreicher Bücher und Blogeinträge wurde mir schnell klar , dass eine gute Vorbereitung viel wert ist. Gerade wenn einem die Erfahrung fehlt und man den Garten inklusive der Bodenbeschaffenheit noch nicht so richtig kennt.

Daher macht es jetzt schon Sinn, einen Pflanzplan für dieses Jahr zu erstellen. So hast Du vorher ermittelt, was Du anbauen möchtest, an welchem Platz es am besten gedeihen wird, verpasst keine wichtigen Vorbereitungen für Beete und Saatgut oder Setzlinge und startest entspannt ins Frühjahr. Und steigerst somit sehr wahrscheinlich Deinen Ernteertrag. Und damit auch deine Motivation 🙂 Es sei denn, Du hast vor, lediglich eine handvoll verschiedener Sorten anzubauen und hast relevante Zeiten und Infos im Kopf.

Mischkultur – was ist das?

Pflanzen jeder Art, ob Gemüse, Staude oder Kräuter, haben ganz spezielle Ansprüche an ihre Umwelt und entwickeln sich auf ihre eigene Weise. Und da die Natur anpassungsfähig ist, haben sich aufgrund ihrer Unterschiede Gemeinschaften unter den Sorten entwickelt, die sich gut ergänzen und sogar unterstützen.

Dabei stellen sich bei der Wahl Deiner Gemüsesorten folgende Fragen:

  • Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer? Dies bezieht sich auf den Umfang der benötigten Nährstoffe und des Wasserbedarfs. Gemüsesorten dieser Kategorien unterschieden sich darüber hinaus darin, welche Stoffe sie über das Wurzelsystem an ihre Umgebung abgeben. Auch unter der Erde sollte es harmonisch zugehen. Je nach Standort und Bodenbeschaffenheit solltest Du möglichst Pflanzen aus derselben Kategorien auswählen.
  • Gute Nachbarn, also Gemüsesorten die miteinander harmonieren, ergänzen sich auch aufgrund ihrer Größe und des Wurzelwerks. Kleinere Exemplare lassen Raum für größere, Pfahlwurzeln kommen Flachwurzler nicht in die Quere.
  • Hast Du Dich für eine funktionierende Mischkultur entschieden, dann achte darauf, empfohlene Pflanzabstände einzuhalten. Denn es fällt schwer, sich die schlussendliche Größe vorzustellen, wenn man den Samen einer Zucchini oder eine kleine Frühkartoffel in der Hand hält. Nur mit ausreichend Abstand vermeidest Du, dass sich die Sorten gegenseitig behindern, und auch, dass sich Krankheiten breitmachen. Gute Nachbarn unterstützen sich meist auch dabei, gesund zu bleiben, indem sie z.B. Stoffe aussenden, die Schädlinge fernhalten.
  • Gemüsesorten sollten möglichst nie zwei Jahre hintereinander am gleichen Platz angebaut werden. Standortwechsel helfen Dir, Krankheiten zu vermeiden. Und nicht zu vergessen: Deine Gemüsesorten entnehmen dem Boden Nährstoffe. Bedeutet? Hast Du ein neues (Hoch-)Beet angelegt, so ist der Boden voll von Nährstoffen. Dann sind Starkzehrer die richtige Wahl! Im nächsten Jahr wechselst Du zu Mittel- und im dritten zu Schwachzehrern. So folgst Du dem natürlichen Nährstoffverbrauch. Im vierten Jahr empfiehlt sich eine Gründüngung, beispielsweise mit Gelbsenf. Dann bereitest Du den Boden wieder für Starkzehrer vor. Du hast keinen Platz für vier Hochbeete? Geht mir auch so 🙂 Dann solltest Du mindestens eine Saison verstreichen lassen, bis Du dort die gleiche Gemüsesorte verwendest.
  • Beginne mit pflegeleichten Pflanzen! Gerade zu Beginn gibt es viel zu beachten, da reicht es völlig, wenn Du Dir zunächst Gemüsesorten aussuchst, die anspruchslos sind und an denen Du sicher Deine Freude haben wirst. Zum Beispiel? Wie wäre es mit Radieschen, Erbsen, Kopfsalat oder Tomaten? Es gibt viel Auswahl!
  • Auch wichtig: Wie viel Platz hast Du? Und was schmeckt Dir? Wie viel Zeit kannst Du für die Pflege Deiner Gemüsesorten aufbringen?

Puh, ganz schön viel zu beachten!

Ich habe Dir eine Übersicht erstellt (natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit), auf der Du auf einem Blick erkennen kannst:

  • welche Gemüsesorten gute Nachbarn wären
  • ob sie Schwach-, Mittel- oder Starkzehrer sind
  • welche Sorte pflegeleicht ist und sich daher gut für den Einstieg eignet (und darüber hinaus 🙂 )

Unter der Übersicht habe ich Dir noch Platz für Deine zehn Favoriten und Notizen gelassen. So solltest Du Dir einen guten Pflanzplan für 2019 erstellen können.

http://gutmensch-projekt.de/wp-content/uploads/2019/01/Mischkultur-Dein-Pflanzplan-2019-1.pdf

Viel Spaß beim Vorbereiten!

Du möchtest noch mehr für die Natur tun? Dann lies meinen Artikel zur Rettung der Insekten und zur Wildvogelfütterung im Winter!

PETITION - Gewässerschutz gefährdet!

PETITION noch bis MÄRZ – Gewässer gefährdet!

23.11.2018, von miaray

Gewässerschutz – Was ist das eigentlich?

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) schützt unsere Gewässer. Sie wurde von den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft bereits 2000 verabschiedet. Ihre Einhaltung und Umsetzung liegt ebenfalls in den Händen der EU. Diese moderne Umweltrichtlinie schützt neben unserer Flüsse, Seen und Küstengewässer auch die dort lebenden Tiere und Pflanzen sowie unser Grundwasser. Ebenso sind Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung der Gewässer Teil der WRRL.

In Umfang und Ziel gilt die europäische Wasserrahmenrichtlinie als äußerst fortschrittlich und maßgebend im weltweiten Vergleich.

Was geschieht nun?

Nun steht eine Überprüfung der WRRL durch die Europäische Kommission an. Der sogenannte Fitness-Check bewertet, ob die Wasserrahmenrichtlinie noch ihren Zweck erfüllt. Die Kommission untersucht dazu fünf Kriterien: Relevanz, Wirksamkeit, Effizient, Kohärenz (in sich logisch?) und EU-Mehrwert.

Umweltverbände befürchten , dass die WRRL gravierend abgeschwächt wird. Und damit unsere Gewässer und mit ihnen Pflanzen und Tiere weiterer Zerstörung ausgesetzt werden. Das wäre ein immenser Rückschritt!!

Was der Nabu konkret fordert und weitere Infos zum Thema findest du hier.

Das muss unbedingt verhindert werden!

Du bist gefragt!

Bis März 2019 sammelt der Nabu gemeinsam mit anderen Umweltverbänden Bürgerstimmen, um sich für den Erhalt der jetzigen WRRL und damit für den Lebensraum Gewässer einzusetzen. Denn aus vielen verschiedenen Untersuchungen wissen wir: Unsere Gewässer gehören nach wie vor zu den schutzbedürftigsten Lebensräumen! Und sie spielen eine unbeschreiblich wichtige Rolle im gesamten Ökosystem.

Nimm auch Du an der Bürgerbefragung teil und setze Dich damit für den nachhaltigen Schutz unserer Gewässer ein!

Weiter geht´s!

  • Du bist auch dafür, dass vegetarische und vegane Lebensmittel direkt zu erkennen sein sollten? Dann unterstütze die Petition mit Deiner Stimme!


Was Du zur Wildvogelfütterung im Winter wissen musst

Check-Up Wildvogelfütterung im Winter

11.11.2018, von miaray

Überstehen Wildvögel den Winter besser, wenn sie von uns gefüttert werden? Hier scheiden sich die Geister. Viele kritische Stimme sagen, dass Wildvogelfütterung nicht nur unnötig sei, sondern den Tieren sogar schade. Von Vermeidung natürlicher Auslese und von Vermenschlichung ist die Rede.

Ich persönlich denke, dass es sehrwohl dem Naturschutz dient, wenn wir unseren gefiederten Gartenbewohnern ein bisschen Unterstützung geben. Denn es fällt mir schwer, „natürliche Auslese“ anzuerkennen, wenn um uns herum haufenweise Glyphosat und Schottergärten zu finden sind.

Das Rotkehlchen überwintert bei uns und ist ein häufiger Gast am Futterhäuschen.

Dennoch solltest Du ein paar Dinge beachten, wenn Du Wildvögel fütterst:

  • Stellst Du ein Futterhaus auf, solltest Du auf eine feste Bauweise, große Einflugmöglichkeiten von allen Seiten und wenig Schnickschnack Wert legen.
  • Reinige das Futterhaus regelmäßig mit heißem Wasser! So nah kommen sich die Wildvögel normalerweise nicht. Und leider lassen einige von ihnen auch mal eine Hinterlassenschaft zurück. Parasiten und Krankheiten fühlen sich daher leider sehr wohl.
  • Wenn Du ein Futtersilo wählst, ist das Ansteckungsrisiko etwas geringer. Dafür aber auch die Arten der Vögel, die von Deiner Fütterung profitieren.
  • Sonnenblumenkerne mögen viele unserer Wildvögel. Darüber hinaus gibt es mittlerweile die unterschiedlichsten Varianten zu kaufen. Noch besser: Du stellst das Futter selbst her. Dann weißt Du auch, wo die Bestandteile herkommen. Und verzichtest auf die überflüssigen Plastiknetze, in denen sich die Meisenknödel meist befinden.
  • Gebe nicht zu viel Futter auf einmal, damit es nicht verdirbt oder zu stark verschmutzt. Dafür lieber etwas häufiger.
  • Verzichte in Deinem Garten auf zu viel Ordnung. Lasse Laub und Äste liegen. Sie dienen Insekten als wichtige Überwinterungsmöglichkeiten und sind daher auch für die Nahrungskette unserer Wildvögel wichtig. Mehr zur Rettung der Insekten findest Du in meinem Artikel.
  • Vermeide exotische Pflanzen, entscheide Dich stattdessen für heimische Sträucher (Beispiele findest Du hier). Denn unsere Wildvögel und Insekten haben sich auf viele von ihnen spezialisiert. Viele Pflanzen bieten in Herbst und Winter Beeren, von denen sich einige Vogelarten ernähren. Vogelfütterung mal ganz natürlich 🙂
  • Nicht zu vergessen: Kommt der Frost, finden Wildtiere nur noch selten geeignete Wasserstellen. Hast Du eine frostfeste Tränke, halte sie möglichst eisfrei und wechsle das Wasser darin regelmäßig aus.

Mit ein wenig Hilfe schaffen es die kleinen Gartenbesucher sicher bis zum Frühling. Und darüber hinaus lohnt es sich, seinen Garten möglichst naturnah zu gestalten. Denn hiervon profitieren dann auch direkt andere Wildtiere 🙂

Nutzbare Wasserstellen sind selten, sobald es friert

Noch mehr Infos zum Thema?

  • Deine Futterstelle freut sich über reichlich Besuch? Der LBV hat eine Übersicht der 30 häufigsten Gartenvögel inklusive ihrer Stimmen zusammengestellt. Welchen Wildvogel erkennst Du wieder?
  • Meisenknödel kannst Du mit wenigen Zutaten selber machen. Auf smarticular kannst Du nachlesen, wie. Auch eine vegane Variante findest Du dort 🙂
  • Igel haben es im Winter nicht leicht! Infos darüber, was Du tun kannst, um ihnen zu helfen, findest Du auf der Seite vom Nabu.
EU Entschluss Plastik adé

NEWS – EU-Parlament verbietet Einwegprodukte

24.10.2018, von miaray

Heute hat das EU-Parlament abgestimmt: Die ersten Einwegprodukte aus Plastik werden nun verboten!

Das Problem der Plastikflut hat so immense Ausmaße für Klima und Umwelt angenommen, dass nun auch von politischer Seite aus gehandelt wird. Gerade für die Produkte, die nur ein Mal benutzt, dafür in rauen Mängen verbraucht werden und für die es bereits Alternativen gibt, soll nun 2021 endlich Schluss sein.

Rotes Licht - Verbot von Plastikeinwegprodukten
Rotes Licht für Plastikeinwegprodukte

Welche Produkte sollen aussterben?

Plastikgeschirr und -teller:

Neben dem privaten Familienpicknick vor allem aufgrund von Großveranstaltungen ein Problem, denn hier sind wiederverwendbare Alternativen aufgrund der Wiederaufbereitung nicht immer eine umsetzbare Option. Ausweichen können die Veranstalter aber beispielsweise auf Einmalgeschirr aus Holz.

Plastikwattestäbchen:

Auch ein riesen Problem für unsere Wasseraufbereitungsanlagen! Viele entsorgen sie tatsächlich nach wie vor durch die Toilette. Aufgrund des geringen Gewichts schwimmen die Stäbchen an der Oberfläche und wegen ihrer Größe rutschen sie durch alle weiteren Filteranlagen durch. Am Ende landen sie dann in unseren Flüssen und Seen. Ausweichen kann man z.B. auf abbaubare Varianten aus Bambus.

Trinkhalme:

Hier kommt sicher eine immense Menge zusammen, bedenkt man, dass kein Eistee oder Cocktail ohne Trinkhalm serviert wird. Auch im privaten Gebrauch ist ihr klimaschädliches Image noch nicht spürbar angekommen. Genaue Zahlen zum Verbrauch dieser Einwegprodukte gibt es zwar nicht. Es gibt aber Schätzungen der Umweltschutzorganisation Seas at Risk, nach denen jedes Jahr ca. 36,4 Milliarden Einwegstrohhalme entsorgt werden. Das wären für jeden der 512 Millionen EU-Bürger 71 Stück pro Jahr. Und viel zu viele davon finden wir dann an unseren Stränden und Meeren wieder. Die Abschaffung wurde daher von vielen Seiten schon lange gefordert. Und seien wir mal ehrlich: Neben besseren Alternativen aus Papier oder (noch nachhaltiger da wiederverwendbar) Edelstahl lassen sich doch die meisten Getränke sehr wohl ganz ohne Trinkhalm genießen.

Rührstäbe für Heißgetränke aus Plastik:

Es gibt sie gemeinsam mit den Einwegbechern zu jedem Kaffee to go am Kiosk, Rastplatz oder in der Bäckerei dazu. Die Deutsche Umwelthilfte schätzt, dass in Deutschland stündlich ca. 320.000 Becher aus unterschiedlichsten Zusammensetzungen (Polystyrol, Kunststoffbeschichtungen, usw.) inklusive Plastikdeckel über die Ladentheke gehen. Und mit ihnen eben auch die kleinen Plastikrührer, ein weiteres Beispiel für überflüssige Einwegprodukte aus Plastik. Zur Herstellung dieser Wegwerfartikel wird neben Rohöl auch jede Menge Kunststoff benötigt. Denn Einwegbecher bestehen nicht nur aus Pappe, was die Aufbereitung nach der Entsorgung wesentlich erschwert. Die Mischung aus Plastik und hohe Temperaturen ist ohnehin bedenklich. Bessere Alternativen? Es gibt wunderschöne Edelstahlbecher, die in jeder Tasche Platz finden! Und seinen Kaffee kann man auch genießen, wenn man ihn nicht mit einem Stück Plastik sondern mit einem mitgebrachten Edelstahllöffel umgerührt hat. Wenn man gar nicht auf einen Löffelersatz verzichten will, tut es ganz sicher auch ein Stab aus Holz.

Dünne Plastiktüten:

Die typischen Tüten, die es an der Obst- und Gemüsetheke gibt. Und damit der Klassiker der Einwegprodukte aus Plastik. Einfach einen offenen Korb mit zum Einkauf nehmen und schon sind die Tüten überflüssig.

Luftballonhalterungen:

Sie sind für Wildtierfreunde, besonders aus Sicht der Vogelschützer, ohnehin ein Graus: Luftballons, in großen Mengen im Freien steigen gelassen, sind für viele dramatische und qualvolle Tode von Wildtieren verantwortlich. Die Tiere verfangen sich in Schnüren oder im Plastik und können sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Oder fressen gar den unverdaulichen Ballon und verschließen sich damit Speiseröhre oder Magen. Umso überflüssiger sind dann erst recht die Plastikhalterungen. Am sinnvollsten ist ein Verzicht auf beides.

Eine Todesfalle für Wildtiere: Heliumballons

Darüber hinaus sollen auch weitere Maßnahmen erfolgen. Noch nicht ersetzbare Einwegprodukte aus Plastik sollen reduziert, Plastikflaschen in allen EU-Ländern recycelt und Zigarettenfilter weitestgehend abgeschafft werden.

Und was bedeutet das nun?

Der EU-Beschluss ist sicherlich ein wichtiger Schritt in eine gute Richtung. Auch wenn es nur der erste Schritt sein kann. Aufgrund der Ausmaße des Verbrauchs ist wohl jedem klar, dass die handvoll Einwegprodukte, die (auch erst in zwei Jahren) verschwinden sollen, keine Kehrtwende in der Plastikproblematik bedeuten. Dafür ist das Thema viel zu vielschichtig und der Verbrauch an Plastik viel zu gewaltig.

Vielmehr ist es als Symbolentscheidung zu verstehen. Jeder Gutmensch sollte nun die vorsichtige Hoffnung haben, dass noch viele weitere solcher Entscheidungen getroffen werden, damit sich alle Beteiligten – Landesregierungen, Konsumenten wie auch die Unternehmen – in eine plastikfreiere Zukunft bewegen.

Und weiter geht´s! Hier gibt es weitere Infos zum Thema für Dich

  • Einen Überblick zu weiteren Details der neuen EU-Bestimmung zu Einwegprodukten findest Du bei Utopia.
  • Mehr Infos zur Trinkhalmdebatte? Auf der Homepage der Zeit findest Du einen passenden Artikel inklusive den Verweis auf ein äußerst schockierendes Video, dass die schrecklichen Auswirkungen des Mülls auf unsere Ozeane und Meerestiere zeigt.
  • Du kriegst nicht genug von Fakten über die so beliebten Kaffee to go Becher? Du möchtest in der nächsten Diskussion darüber, ob Pappbecher denn wirklich so schädlich sein können, mit starken Argumenten glänzen? Bitteschön: Die Deutsche Umwelthilfte hat Dir alle wichtigen Fakten zusammengestellt!
  • Der BUND hat einen kurzen Artikel zu Kaffee to go Alternativen verfasst.
  • Viel Aufklärung zur Ballonproblematik, Fotos der Folgen sowie gute Alternativen findest du auf der englisch sprachigen Seite von balloonsblow.
  • Du suchst weitere Alternativen zu Plastikprodukten? Dann stöbere in meinem Artikel über Zero Waste Anschaffungen, die sich für Dich lohnen könnten.
Müllentsorgung - so geht´s!

Müllentsorgung – so geht´s!

16.10.2018, von miaray

Dank Zero Waste  und Deines Zero Waste Plans hast Du Deinen Müll beträchtlich reduziert, herzlichen Glückwunsch! Denn Gründe und Alternativen gibt es satt und genug! Dennoch kann es natürlich vorkommen, dass es nicht ganz ohne geht und wir trotzdem etwas entsorgen müssen. Der Umwelt zuliebe sollte es dann aber auch die richtige Tonne sein!

In Deutschland gibt es Mülltrennung schon lange. Umso erstaunlicher, wie wenig viele darüber wissen. Und mal ehrlich: Wer kann schon genau unterscheiden, wann etwas in die Gelbe Tonne oder doch lieber in den Restmüll gehört? Und welche Lebensmittel kommen eigentlich in die Biotonne? Na eben!

Ich habe Dir mal die wichtigsten Infos herausgefischt und zusammengefasst.  Klicke dafür auch auf die runden Bilder.

Viel Spaß beim richtigen Müllentsorgen 🙂

Altglas

Altglas - das ist damit gemeint
Glasflaschen & Einweggläser -> Entsorgung nach den Farben weiß, braun & grün
Trinkgläser, Fensterglas, Blei- & Kristallglas, Spiegelglas, Vasen, Porzellan, Keramik & Glühbirnen
  • Wird nach Farbe in Sammelbehältern entsorgt: Weiß, braun und grün
  • Blaues oder gelbes Glas, was nun? Entsorge es wie Grünglas!
  • Bitte vorher ausleeren aber nicht spülen. Tipp: Ich gebe z.B. bei passierten Tomaten im Glas zum Schluss ein bisschen Wasser hinein und schüttele alles gut durch. Die Flasche ist danach fast sauber und ich kann auch noch den letzten Rest aus dem Glas in die Nudelsoße geben 🙂
  • Achte auf regionale Flaschen, sie haben trotz des höheren Gewichts von Glas eine bessere Klimabilanz als PET
  • Verschlüsse (Alu/Plastik) gehören in die gelbe Tonne / Wertstofftonne
  • Altglas kann fast zu 100 % recycelt werden & ist bis zu 50-mal wiederverwendbar und das ohne großen Qualitätsverlust

Altpapier

Altpapier - das ist damit gemeint
Papier, Pappe & Karton
Thermopapier z.B. Kassenzettel oder Backpapier (Restmüll), Tetrapaks (Gelbe Tonne), stark verschmutztes Papier z.B. Pizzakartons oder Papiertaschentücher (Restmüll) & Briefumschläge mit Fenster
  • Bevorzuge Produkte mit dem Blauen Engel. Das Siegel garantiert die Verwendung von Altpapier & einen reduzierten Einsatz von Chemikalien.
  • Versuche, die Menge an anfallendem Altpapier zu begrenzen und bestelle unnütze Zusendung z.B. Werbeprospekte ab.
  • Wusstest Du, dass Du unreife Tomaten in Zeitungspapier einschlagen und lichtgeschützt lagern kannst und sie dann nach einer Weile noch rot werden? Mit einer Schleife und ein wenig Schmuck macht sich Papier auch gut als Geschenkpapier (wobei wir Gutmenschen natürlich wiederverwendtbare Alternativen bevorzugen 🙂 ). Alte Prospekte oder Flyer benutze ich auch als Lesezeichen. Sicher fallen Dir noch mehr Möglichkeiten ein, wie Du Dein Altpapier eine Weile weiterbenutzen kannst!

Biomüll

Bioabfall - das ist damit gemeint
Küchen- & Grünabfälle
(Gekochte) Essensreste in zu großer Menge, behandeltes Holz, Asche, Müllbeutel & sogenanntes Bioplastik
  • Sammle Deine Bioabfälle ohne Plastiktüte, denn sie muss ansonsten später mühsam aus den anderen Abfällen heraussortiert werden oder verunreinigt gar den anderen Biomüll mit Plastikpartikeln. Benutze z.B. stattdessen Tüten aus gefalteten Zeitungspapier.
  • Guter Biomüll ist eigentlich viel zu schaden für die Tonne! Hast Du einen Garten, solltest Du Dir stattdessen einen eigenen Kompost anlegen. Das geht auch schon auf kleiner Fläche (z.B. mit einem Bokashi). 
  • Wurde das Gemüse oder Obst konventionell angebaut? Dann gelangen auch all die chemischen Giftstoffe zusammen mit den Abfällen in unseren Biokreislauf. Kaufe Obst und Gemüse also lieber in Bioqualität und sichere Dir so umweltfreundliche Anbaumethoden. Für die Entsorgung auf dem heimischen Kompost gilt das natürlich umsomehr, wer möchten schon die ganzen Gifte in seinem Garten haben?

Gelber Sack

Gelbe Tonne - das ist damit gemeint
Leichtverpackungen aus Metall, Verbundmaterial sowie Kunststoff wie zum Beispiel Tetrapacks & Konservendosen
Plastikeimer, verschmutzte Plastikverpackungen (Restmüll), Alufolie (Restmüll), Recyclingflaschen (Sammelstellen)
  • Plastik  und somit auch den Verpackungsmüll solltest Du weitgehend vermeiden. Je weniger, desto besser! Gute Alternativen gibt es reichlich. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Einkauf in einem Unverpacktladen?
  • Alte Kunststoffverpackungen lassen sich durchaus noch eine Weile weiter benutzen. Befülle z.B. den alten Badreiniger oder Seifenspender mit eigenen Biokreationen oder bewahre Dein Saatgut in einer Eisdose mit Deckel auf. Es macht Spaß, neue Aufgaben für Ausgedientes zu finden, probiere es aus 🙂
  • Kunststoff ist nicht in seine Bestandteile rückführbar und kann somit auch nicht recycelt werden. Auch wenn der Grüne Punkt etwas anderes suggeriert. Immerhin ist hier die Umweltbilanz etwas besser als beim Restmüll.
  • Wusstest Du schon: In manchen Gemeinden gibt es statt der Gelben Tonne eine Wertstofftonne. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung, denn hier kann mehr entsorgt werden.
  • Verpackungen sollten aufgrund einer besseren Umweltbilanz vor der Entsorgung nicht gespült werden. Grobe Reste entfernst Du z.B. einfach mit einem Löffel, den Rest schafft die Aufbereitungsanlage.
  • Alu-Deckel z.B. bei Joghurtbechern solltest Du vor der Entsorgung abmachen. Auch wenn Becher und Deckel in die Gelbe Tonne gehören: Die Sortieranlage kann die getrennten Komponenten besser verarbeiten.
  • Becher sollten nicht gestapelt werden, bevor sie in den Müll wandern, auch wenn Du es mit den besten Absichten tust. Für die Sortieranlage sollte alles getrennt bleiben, denn nur so kann sie die verschiedenen Kunststoffbestandteile erkennen. Becher ist nicht gleich Becher!

Restmüll

Restmüll - das ist damit gemeint
Nicht verwert-, trenn- oder recycelbare Stoffe z.B. verschmutzte Verpackungen oder Kassenzettel
Problemstoffe z.B. Lacke (Wertstoffhof), stark behandeltes Material z.B. Möbelholz (Sperrmüll) sowie Energiesparlampen &LED (Sammelstellen)
  • Hier kommt (fast) alles hinein, was untrennbar aus mehreren Materialien besteht (Materialmix) und bei dem eine Rückführung und Nutzung der Ausgangskomponenten unmöglich bzw. sehr aufwändig ist.
  • Restmüll wird daher ausschließlich verbrannt, die Energiegewinnung hierdurch ist leider etxtrem gering.
  • Mithilfe von Zero Waste sollte bei Dir kaum Restmüll anfallen. Versuche weiter, ihn auf ein Minimum zu reduzieren!

Sondermüll – der ganze Rest

Sondermüll - das ist damit gemeint
Der ganze Rest gehört auf den Wertstoffhof: Problemstoffe z.B. Lacke oder Schutt, Elektromüll, Batterien (Sammelstellen) & Sperrmüll
  • Vermeide Elektromüll, indem du defekte Geräte z.B. in einem Repair Café reparierst.
  • Wirklich Sperrmüll?? Wenn Du es nicht umgestalten und weiterverwenden oder verkaufen kannst, dann überlege doch, ob Du es nicht spenden möchtest. Hiervon haben alle Seiten etwas, inklusive deinem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben 🙂
  • Die Entsorgungskosten und Vorgaben, was z.B. als Sperrmüll gilt, unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Ein Blick ins Internet hilft!
  • Handys, Korken oder CDs bestehen aus wichtigen Ressourcen, gehören daher nicht in den Restmüll und werden meist für einen guten Zweck gesammelt (z.B. vom Nabu)

Weitere Tipps gefällig?

  • Von Utopia gibt es 13 Fakten rund um die Mülltrennung.
  • Alle aufkommende Fragen rund um den Biomüll beantwortet Dir der Nabu. Er gibt auch sehr hilfreiche Tipps, wenn Du Dir statt der Tonne einen eigenen Kompost anlegen möchtest.
  • Gar nicht so leicht: Was gehört denn nun in die Gelbe Tonne? Der Grüne Punkt gibt Auskunft.
  • Die Seite „Wohindamit“ beschäftigt sich mit den Themen Abfall und Umwelt und liefert neben einer Menge Tipps und Infos zur richtigen Entsorgung auch eine Verschenkbörse (pausiert leider zur Zeit aufgrund der neuen DSGVO Ordnung).


Hilf den Kleinsten unter uns!

Sechs Schritte zur Rettung der Insekten

  • Unordnung! Insekten lieben Rückzugsmöglichkeiten, an denen nicht ständig geharkt, gemäht, gestutzt und gebuddelt wird. Sie freuen sich über Laub, verblühte Stängel und Totholz, dass einfach liegen bleiben darf. Denn für viele bildet es eine wichtige Rückzugsmöglichkeit und Überwinterungsgrundlage.
  • Selbstredend: Der Verzicht auf alle Gifte und chemische Mittel!
  • Prost! Wasserquellen sollten ebenfalls in Deinem Angebot sein, gerne mehr als eine. Gerade in Sommern, in denen der nächste Regen schon seit Wochen auf sich warten lässt, kannst Du damit Leben retten. Singvögel und Insekten freuen sich besonders, wenn Du das Wasser regelmäßig austauschst, fleißig auffüllst und darauf achtest, dass auch die Kleinsten Wasser bekommen. Und die Tränke danach auch sicher wieder verlassen können. Hier hilft beispielsweise ein stabiler Ast, der als Leiter zum Rand führt, oder noch besser größere Steine, die  insektenfreundliche Inseln bilden. Es gibt auch passende Tränkenangebote im Handel, achte nur auf eine möglichst pflegeleichte Oberfläche (Kunststoff fällt natürlich raus!) und einen flachen Rand.
Wasser ist für alle lebenswichitg - auch für die ganz Kleinen
Wasser ist für alle lebenswichitg – auch für die ganz Kleinen
  • Du hast einen Garten oder Balkon? Super! Egal, wie groß, Du kannst eine kleine Insektenoase erschaffen. Ein gutes Büfett sollte dazu gehören, eine sogenannte Bienenweide. Also Pflanzen, die besonders viele Insekten ansprechen, am besten so miteinander kombiniert, dass es von Frühjahr bis Spätherbst eine möglichst lückenlose Versorgung gibt und immer etwas in Blüte steht. Hier gibt es tolle Samenmischungen, die sich auch in einem Balkonkasten oder einer Ampel toll machen!
  • Insektenhotels können gerade für Wildbienenarten tolle Dienste leisten! Leider taugen die meisten Hotels überhaupt nichts und die Zimmerchen bleiben leer. Achte also darauf, dass es ein möglichst simples Hotel ist, die Eingänge frei von Spänen sind (sonst reißen sich die Bienen die Flügel kaputt!!) und im besten Fall unterschiedlich große Bohrlöcher haben. Einsätze mit Tannenzapfen oder rote Florfliegenbereiche sind völliger Quatsch und nur Geldverschwendung. Je simpler der Aufbau, umso besser. Ein Stück Holz mit sauber gebohrten Löchern reicht schon völlig aus! Schaue im Internet nach, hier findest du Anleitungen zum Beispiel vom Nabu, die wirkliche Insektenkenner geschrieben haben.
Mindestens ein Mal pro Jahr müssen die Einfluglöcher Deines Insektenhotels kontrolliert, gesäubert und geglättet werden
  • Kampf der Lichtverschmutzung! Und was ist das genau? Damit ist gemeint, dass der Nachthimmel durch künstliche Lichtquelle aufgehellt wird. Klingt ja erst einmal nicht schlimm. Aber für die Insekten ist das Wechselspiel aus Licht und Dunkelheit entscheidend für ihren Tagesrythmus. Das Gleiche gilt natürlich auch für uns. Wichtig ist: So wenig künstliche Lichtquellen am Haus und im Garten wie möglich. Gerade die Nachtschwärmer werden es Dir danken!
Genauso schön, wie er Dank der Lichtverschmutzung nur noch selten zu erleben ist - ein Sternenhimmel
Genauso schön, wie er Dank der Lichtverschmutzung nur noch selten zu erleben ist – ein Sternenhimmel

So, nun bist Du an der Reihe!

Mache den Kleinsten in Garten und auf dem Balkon eine große Freude und sichere damit ihre Zukunft. Jeder Schritt zählt 🙂