Corona-Krise und Zero Waste

Keine Macht den Hamsterkäufen – aber was können wir stattdessen tun?! Oder: Was hat der Zero Waste Lifestyle eigentlich mit der Corona-Krise zu tun?

31.03.2020, von miaray

Aktuell steht alles wegen der Corona-Krise Kopf: unsere Freizeit, das Sozialleben, die Arbeitswelt, die Wirtschaft. Aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen und Konsequenzen hat sich innerhalb weniger Wochen unser Leben in jedem Bereich extrem stark verändert. Und das zurecht, denn es sind Menschenleben in Gefahr, wenn wir die Auswirkungen der Pandemie einfach ignorieren.

Viele vergessen leider zwei wichtige Punkte:

  1. Jeder kann Überträger sein, auch wenn (noch) kaum Symptome aufgetreten sind.
  2. Jeder kann (schwer) erkranken. Nur weil statistisch betrachtet Risikogruppen stärker betroffen sind, bedeutet das nicht, dass z.B. nicht auch junge Menschen ohne Vorerkrankungen gefährdert wären.

Daher sollten wir alle Hygienevorschriften befolgen und möglichst wenig Situationen provozieren, in denen wir uns und/oder andere anstecken können. Nur so schaffen wir es gemeinsam durch die noch bevorstehenden Wochen, in denen uns die Corona-Krise sicher noch begleiten wird!

Aber was hat das mit Zero Waste zu tun?

Berechtigte Frage 🙂 In der Corona-Krise habe ich für mich einfach nochmal festgestellt, wie toll dieser Lebenstil eigentlich ist. Denn ich fühlte mich in vielerlei Hinsicht schon super vorbereitet auf eine Situation wie wir sie jetzt alle durchleben.

Wenn du zunächst einmal mehr über die Inhalte und den Zero Waste Lifestyle erfahren möchtest, schau doch mal bei meinem Artikel dazu vorbei!

Da wir ohnehin schon seit einiger Zeit darauf achten, alles irgendwie zu nutzen, wenig zu verschwenden und auf Unnötiges zu verzichten, kommen wir mit der zeitweisen Isolation bisher ganz gut zurecht.

Das hat mehrere Gründe.

Hier kommen einige Kernaspekte von Zero Waste, die uns jetzt zugute kommen

ohne Anspruch auf Vollständigkeit – wie immer 😉

Bewusst einkaufen!

Was brauchen wir wirklich? Und in welchen Mengen? Wir gehen nicht öfter einkaufen, als nötig, da wir nur das holen, was wir tatsächlich auch verbrauchen. Bedeutet natürlich, dass sich jeder mit seinem Verbrauch zunächst einmal auseinandersetzen sollte. Viel zu oft schleichen sich unbewusste Neigungen ein, denen man nur auf die Schliche kommt, in dem man sein Kaufverhalten gründlich durchleuchtet. Nicht das Angebot-Schild im Supermarkt bestimmt, was ich (in welcher Menge) kaufe, sondern meine Einkaufsliste! Und wo wir unsere Lebensmittel und Produkte kaufen, spielt auch eine Rolle.

Schätzen, was man hat!

Unser Konsumwahn lebt davon, dass wir immer wieder Neues oben reinschmeißen und weniger Neues hinten herauskommt und direkt auf den Müll geschmissen wird – egal, ob es noch funktionstüchtig ist, nur repariert werden müsste oder wirklich nicht mehr taugt. Und vieles, das wir heute kaufen, hat auch gar kein Durchhaltevermögen mehr, selbst wenn wir es wollten – länger als die Garantie oder zwei Waschgänge ist nicht mehr drin. Doch jetzt verändert sich die Lage: Nicht alles ist mehr unendlich verfügbar, da wir viele unserer Wegwerf-Produkte aus dem Ausland beziehen. Oder zumindest Bestandteile davon. Egal ob Kleidung, Nahrung oder Elektorartikel – produziert wird, wo es billig ist und wenig Auflagen existieren. Jetzt bekommen wir genau das zu spüren. Sogar Medikamente werden knapp, da die Wirkstoffe nicht mehr in Deutschland hergestellt werden. Und zukünftig werden voraussichtlich noch eine ganze Weile Dinge nicht mehr so schnell verfügbar sein – die Schließung vieler Geschäfte trägt natürlich ebenfalls dazu bei.

Im Sinne von Zero Waste achten wir darauf, dass wir uns Neuanschaffung gut überlegen. Brauche ich es wirklich? Kann ich mir vielleicht stattdessen etwas leihen? Oder kann ich etwas, dass ich bereits habe, für einen anderen Zweck benutzen? Wenn ich mir tatsächlich etwas kaufen muss, dann achte ich auf Qualität und Herkunft. Diejenigen, die es gemacht haben, sollen daran verdienen und einen fairen Lohn erhalten. Und ich möchte es lange benutzen können, weil es z.B. Ersatzteile gibt und aus guten Materialien besteht, die belastbar sind und wiederverwendet werden können. Plastik vermeide ich aus diesen Gründen – schaue doch für weitere Infos dazu gerne in meinen Artikel über Plastik rein :). Gute Beispiele sind hier der Rasierhobel (Rasierer und Klingen komplett aus Edelstahl, Klingen sind komplett wiederverwendbar und extrem günstig) und die Edelstahltrinkflasche. Etwas aufwändigere Recherche vorher und ggf. etwas höhere Anschaffungskosten, dass geben ich zu. Dafür jahrelang Ruhe und mein Geld habe ich verantwortungsvoll investiert. Und hey – die Produkte sehen oft auch richtig cool aus! Nix mit verstaubten Öko-Image 🙂 Das lohnt sich also für alle Seiten!

Das hält sich!

Man findet uns „Zero Wastler“ (:D) auch deshalb seltener in überfüllten Supermärkten, weil wir bewusst auf Lebensmittel zurückgreifen, die sich gut lagern und lange benutzen lassen. Z.B. getrocknete Linsen, Haferflocken oder spezielle Gemüsesorten (wie die riesige Superschmelzkohlrabi, die es bei unserem Biobauern gibt). Auch im Bad kommt uns das entgegen. Anstatt Shampoo oder Duschgel, benutzen wir feste Shampoobars und Seifen. Die halten länger, sind besser für die Umwelt und hautverträglicher, da sie auf unnötige Zusätze und Chemie verzichten. Wenn man sich damit beschäftigt, wird einem schnell klar, dass vieles, was wir in „Kosmetik“ oder „Pflegeprodukten“ finden, eigentlich Abfall oder Plastik ist. Gerade für eine tierleidfreie Lebensweise lohnt sich daher der Blick auf die Inhaltstoffe (hier geht´s zu einem Artikel für weitere Infos). „Aber das riecht doch so gut!“ bedeutet leider in nicht so seltenen Fällen auch „das löst Allergien aus“ oder „da sind Hühnerfüße drin“. Pfui…

Wusstest du, dass Männer- und Frauenhaut bzw. -haar gleiche Ansprüche haben? Pflegeprodukte müssen also gar nicht doppelt angeschafft werden – auch wenn uns die Werbung was anderes erzählt. Nur im Hinblick auf den Duft müsst ihr euch natürlich einigen 🙂

Haltbar gemacht!

Eingemachtes – Hach, da stehen wir einfach drauf 🙂 Ich esse im Sommer Obst, dass ich im Herbst selbst gepflückt habe – und umgekehrt. Meeeega! So kann ich saisonales Obst und Gemüse noch mit in die nächste Jahreszeit nehmen, ohne dass es in irgendwelchen Treibhäusern oder aufgrund von langen Transporten Unmengen an CO2 produziert. Wem Einmachgläser und/oder Fachkenntnis fehlen: Einfach Oma fragen! Denn vor einigen Jahren war es noch das Natürlichste auf der Welt, dass wir selbst für uns vorsorgen und nicht einfach davon ausgehen, zu jeder Jahreszeit jedes erdenkliche Lebensmittel in belieber Menge zu bekommen. Du kannst übrigens auch einfach Schraubgläser wiederverwenden. Einfach spülen und vor dem Befüllen desinfizieren, z.B. im Backofen oder mit kochendem Wasser.

Vieles kann z.B. auch einfach durch Trocknen haltbar gemacht werden. Zum Beispiel Orangenschalen (für Tee oder Sirup) oder Gewürze. Oder Lebensmittel werden fermentiert. Dazu gibt es im Internet zahlreiche Anleitungen, die alle darauf warten, ausprobiert zu werden!

Saisonal!

Und da wären wir auch schon beim nächsten Punkt. Es gibt tolle Saisonkalender, auf denen zu sehen ist, welches Obst und Gemüse zurzeit geerntet wird, weil diese Sorten mit der aktuellen Jahreszeit und Temperatur gut zurecht kommen. Somit können sie beim Bauern nebenan wachsen, was unnötige Transportwege und Lagerung spart. Und darüber hinaus wachsen sie dort ohne viel Einwirken durch beispielsweise zusätzliches Licht oder Wasser. Damit ist nicht nur die Ökobilanz besser, sondern auch der Geschmack!! Schade, dass sich viele scheuen, unbekanntere oder ältere Obst- oder Gemüsesorten zu probieren. Auch ein Salat ohne den Klimakiller Paprika schmeckt toll und kann, je nach Jahreszeit, immer etwas anders aussehen. Im Winter z.B. mit Winterpostelein und Spinat, aktuell hat Bärlauch Saison und im Frühbeet gibt es die ersten Salatköpfe und Radieschen zu bestaunen. Die Bauern geben in ihren Hofläden und auf den Märkten oft gerne Auskunft, inklusive Tipps für die Verarbeitung. Mehr Mut zu mehr Abwechslung auf den Tellern 🙂

Selbst anbauen!

Gärtnern macht sooo viel Spaß! Das kann ich einfach nicht oft genug wiederholen. Für die, die es nochmal lesen wollen, hier ist der passende Artikel dazu ;). Und geht auch im kleinsten Garten – und sogar ganz ohne. Microgreens brauchen nur eine Anzuchtschale, Sprossen nur ein Sprossenglas. Auch auf der Fensterbank kann jeder Kräuter wachsen lassen. Tomaten machen sich auf einem sonnigen Balkon genauso gut wie in einem gepflasterten Innenhof. Diejenigen, die große Ambitionen haben, können sich auch einen Kleingarten mieten oder ein Stück Feld. Alles ist möglich, keine Ausrede zählt 🙂

Pflanzkalender, Gartenjournal und Pflanzplan

Je mehr wir selbst anbauen und ernten, desto weniger muss ich logischerweise dazukaufen. Ich bin damit ein ganzes Stück unabhängiger vom großen Markt und lerne noch ganz nebenbei jede Menge über die Lebensmittel, die ich esse. Und kann dabei gleichzeitig gute Geschäftsmodelle unterstützen. Denn mein Gartenwerkzeug, meine Pflanztöpfe und mein Rankgitter sollen eine gute Qualität haben und lange halten. Und mein Saatgut und die Setzlinge sollten Bioqualität haben und nachbaufähig sein. Gerne pflanze ich auch unbekanntere und alte Sorten, die viele nicht kennen, aber unsere Insekten und Wildtiere lieben (und wir dementsprechend auch <3). Willst du Insekten in deinem Garten eine Freude machen, findest du übrigens hier die nötigen Tipps. Und wenn du einen Pflanzplan machen möchtest oder wissen willst, welche Gemüsesorten gut nebeneinander wachsen können, schaue doch mal hier nach.

Ein guter Nebeneffekt: Wer weiß, wie schwierig es ist, einen Apfelbaum zu schneiden oder Brokkoli anzubauen, der wird automatisch mehr für gutes Gemüse und Obst bezahlen wollen. Weil Qualität eben ihren Preis hat und Bauern, die ökologisch und nachhaltig vorgehen, von ihrer harten und extrem wichtigen Arbeit leben können sollten.

Bewusst lagern!

Wenn ich häufig zu meinen Lieblingslebensmitteln und -produkten greife, dann lohnt es sich, auch die optimalen Lagerbedingungen zu kennen. Unteres, mittleres oder oberes Fach im Kühlschrank? Keller oder Obstschale? Zitrusfrüchte mögen z.B. die Kälte im Kühlschrank überhaupt nicht und Möhren bleiben in ein Glas Wasser gestellt viel länger knackig und frisch. Keine Zauberkunst, nur gewusst, wie.

Auf die Menge kommt es an!

Die haltbaren Produkte, die wir dauerhaft brauchen, kaufen wir nach Möglichkeit in größeren Mengen ein, beispielsweise Waschmittel oder Essig – am liebsten direkt in einem Unverpackt-Laden, auf dem Wochenmarkt oder im kleinen Bauernladen direkt am Hof. Dort können wir genau die richtige Menge einkaufen, die wir brauchen. Hier mein Artikel, falls du wissen möchtest, wie das Einkaufen in einem Unverpackt-Laden funktioniert, inklusive Hinweis auf eine Deutschlandkarte, auf der alle Läden verzeichnet sind. Bestimmt gibt es auch in deiner Nähe einen! Auch Bauernläden sind keine Seltenheit mehr und sind überall zu finden. Sie sind eine tolle Möglichkeit für die Bauern, ihre Ware ohne Zwischenhändler und unnötige Lieferwege oder Verpackungen direkt an die Kunden zu verkaufen.

Durch sparen wir jede Menge Umverpackung und natürlich auch Gänge ins Geschäft. Aktuell sehen wir leider sehr häufig die extrem unkollegialen Hamsterkäufen. In Großmengen und vorausschauend zu kaufen, hat nichts damit zu tun, in Panikkäufen Regale leerzuräumen!! Jeder, der nach einem kommt (vllt. ein Kassierer oder eine Ärztin?), muss dann mit leeren Händen nach Hause gehen, während sich in meiner Abstellkammer ungenutzt Mehl und Toilettenpapier türmen. Im Supermarkt oder Krankenhaus wird auch nicht nur der bedient oder behandelt, der mit dem Kassierer oder der Ärztin verwandt oder befreundet ist. In so einer Welt, in der jeder nur für sich und seine Familie sorgt, würde kaum einer von uns leben wollen und können. Das sollten sich die „Hamster“ vor den Regalen bewusst machen.

Selbstgemacht!

Juhu – eine meiner Lieblingspunkte, weil es sooooo viel Spaß macht 🙂 Bevor ich lostigere und etwas kaufe, wie zum Beispiel Haushaltsreiniger, Mandelmilch oder Gesichtscreme, kann ich es auch einfach selbst herstellen. Schnell ins Internet geguckt und schon wieder etwas Neues gelernt. In der Regel ist meine erste Frage: „Häh, so einfach geht das??“ Gerade jetzt haben ja viele etwas mehr Zeit für kleinere oder größere DIY Projekte. Das sollte genutzt werden, denn es lohnt sich 🙂 Hier ein paar der Dinge, die wir nicht mehr kaufen müssen: Gemüsebrühe, Hautpeeling, Marzipan, Sirup, Badepralinen, besonderes Brot, Knuspermüsli, usw.

Ist denn wirklich alles schlecht im Moment?

Auch wenn es aktuell nicht immer danach ausschaut, so gibt es doch auch einige positive Entwicklungen, die wir uns immer wieder vor Augen halten sollten. Schon allein für unsere Psyche ist es wichtig, dass wir den Fokus nicht nur auf die Todes- und Krankheitsfälle und auf das richten, was gerade nicht mehr möglich ist. Es gibt auch gute und erstaunliche Entwicklungen, die ich mir vor einigen Wochen noch nicht habe vorstellen können. Und ich hoffe sehr, dass auch nach der Corona-Krise einige der aktuellen Veränderungen weiterbestehen! Denn dann hätte sich diese schwere Zeit in irgendeiner Form doch noch für uns alle gelohnt.

Das sollten wir auch nach der Corona-Krise beibehalten:

  • Bewussteres Konsumieren: Wir sollten Anschaffen, was wir wirklich brauchen und mit dem, was wir haben, fürsorglich umgehen – auch wenn es wieder überall verfügbar ist!
  • Genießen gemeinsamer Momenten: Zeit statt Zeug!
  • Stärkung der Unabhängigkeit von schädlichen/überflüssigen Produkten
  • Wertschätzung und Aufwertung „systemkritischer“ Berufe
  • Stärkung sozialer Netzwerke
  • Gegenseitige Hilfestellungen – mehr Gutmenschen 🙂
  • Schutz und Unterstützung älterer und/oder vorerkrankter Menschen – vor allem, wenn sie wenig Anbindung haben und oft alleine sind
  • Besinnung auf das, was uns wirklich glücklich macht und was wir tatsächlich brauchen
  • Ein Bewusstsein für die Verletzlichkeit unserer Gesellschaft und Komfortzonen
  • Die Erkenntnis, wie schnell Veränderungen und ein Umdenken doch möglich sind, wenn es erforderlich ist
  • die Schonung unserer Umwelt – weniger Fliegen, Auto fahren, Fast-fashion, usw.

In diesem Sinne…

haltet die Ohren steif und bleibt zuversichtlich!!

(„bleibt gesund“ wird aktuell ja so oft gebraucht und spare ich mir daher mal!!)

Ihr wollt euch weiter informieren, was euch noch durch die Corona-Krise helfen könnte? Diese beiden Klassiker sind immer eine Herzensempfehlung wert:

  • Bei Utopia gibt es jede Menge Tipps und unzählige Artikel in eigentlich allen denkbaren Themenbereichen wie Gesundheit, Ernährung, Mode oder Umweltschutz. Hier findet ihr zig DIY Projekte sowie Bewertungen und Berichte z.B. zu nachhaltigen (Online-)Läden. Einfach mal stöbern!
  • smarticular beschäftigt sich ebenfalls mit dem großen Thema nachhaltiger Lebensstil und speziell mit DIY Lösungen in sämtlichen Lebensbereichen. Keine Hefe mehr? Kein Problem, mach dir selber welche! Flecken gehen nicht raus? Hier hast du eine Anleitung, wie es mit einfach Haushaltsmitteln funktioniert. Auch die Gartenecke auf dem Blog ist sehr hilfreich und gut sortiert.

DIY Marzipankartoffeln

Die klassische Weihnachtsleckerei einfach selber machen – so geht´s!

21.12.2019, von miaray

Marzipan – der Inbegriff von Weihnachten und winterlicher Vorfreude! Wusstest Du, das Marzipan aus nur drei Zutaten besteht und kinderleicht selbst hergestellt werden kann?

Das brauchst Du für Dein Marzipan:

  • 1l Wasser
  • 200g Mandelkerne
  • 130g Puderzucker
  • 1 Esslöffel Rosenwasser oder Rosensirup
  • Einen kleinen Topf
  • Ein Sieb
  • Eine Schüssel
  • Einen Standmixer

Und so geht´s:

  • Koche die Mandeln für ein bis zwei Minuten im Wasser.
  • Gieße das Wasser ab und lasse die Mandeln etwas abkühlen.
  • Befreie die Mandeln von ihrer Schale – keine Sorge, das geht nun kinderleicht.
  • Gib die Mandeln in den Standmixer und zerkleinere sie zu einer homogenen Masse. Rühre dafür immer mal wieder um.
  • Nun kommt die Masse in eine Schüssel.
  • Siebe den Puderzucker dazu und knete das Rosenwasser unter, bis alles zu einem schönen Marzipanball geworden ist. Da ich kein Rosenwasser hatte, nahm ich einfach meinen DIY Rosensirup. Es hat funktioniert 🙂
  • Je nach Geschmack kannst Du z.B. auch statt dem Rosenwasser lieber Orangenlikör, Karamellsirup, Amaretto oder Bittermandelöl verwenden. Lasse mir dazu gerne einen Kommentar hier, ich bin gespannt auf Deine Erfahrungswerte!
  • Fertig ist Dein Marzipan – ganz frisch und ohne unnötige Zusatzstoffe und Zuckermengen!!

Gar nicht so schwierig, oder? Nun stellt sich natürlich die Frage, was Du mit Deinem hervorragenden Marzipan anstellen möchtest. Falls Du es nicht sofort weiterverarbeitest, gib es in eine luftdichte Dose und stelle es in den Kühlschrank. So hält sich das Marzipan für eine Weile und trocknet nicht aus.

Ich habe mich dazu entschieden, aus meinem Marzipan eine meiner Lieblingsnaschereien zu machen: Marzipankartoffeln! Ja, ich gebe es zu… es hat auch damit zu tun, dass neben dem Marzipan nur eine weitere Zutat und nur zwei weitere Schritte notwendig sind 🙂 Aber das Ergebnis ist umso fantastischer, also lasse Dich von der Einfachheit nicht täuschen!

Für die Marzipankartoffeln brauchst du ca. 50g Backkakao und eine verschließbare Schüssel. Rolle aus der Marzipanmasse möglichst gleich große Kugeln. Gib den Kakao und die Kugeln in die Dose und mach den Deckel drauf. Dann schüttle die Dose eine Weile, so das sich alle Kugeln gleichmäßig mit Kakao überziehen.

Und schon hast Du eine fertige Süßigkeit aus der eigenen Küche!

Die Marzipankartoffeln eignen sich hervorragend als Last-minute-Weihnachtsgeschenk oder als Mitbringsel für liebe Gastgeber! Und natürlich als Nascherei für zwischendurch.

Übrigens: Achte beim Kauf der Mandeln darauf, dass sie aus Europa und nicht z.B. aus den USA kommen. Somit schaut ihre Ökobilanz direkt um ein Vielfaches besser aus. Denn in Übersee wird leider sehr viel Wasser verschwendet, um den weltweiten Bedarf an Mandeln möglichst preiswert zu decken. Und das in Gebieten, die ohnehin schon sehr unter Wassermangel leiden.

Noch mehr Geschenk-Inspirationen gefällig?

  • Wie wäre es mit einer ganz besonderen Köstlichkeit: vegane Mandelkugeln! Ohne Backen, in nur wenigen Schritten und mit nur drei Zutaten punkten die Mandelkugeln ganz sicher auch bei Deinen Liebsten. Und passen auf Deiner Festtafel unfassbar gut neben selbstgemachten Marzipankartoffeln 🙂
  • Du willst Badefreunden eine Freude bereiten? Dann sind meine DIY Lavendel Badepralinen sicherlich eine hervorragende Wahl!
  • Oder wie wäre es mit einem richtig besonderen Brot? Selbstgemacht und knusprig macht sich das DIY Haselnuss-Dinkelbrot ganz bestimmt sehr gut unter jedem Weihnachtsbaum 🙂
  • Dir fehlen noch die richtigen Geschenkanhänger? Dann wirst Du hier fündig.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nachmachen und Verschenken!

Katzenspiele Zero Waste

Rette Deine Katzen vor Langeweile und beschäftige sie artgerecht

05.11.2019, von miaray

Katzen sind für mich mit die wunderbarsten Lebewesen auf unserer Erde. Ich liebe alles an ihnen. Sie sind immer elegant und geheimnisvoll, manchmal sanft und anschmiegsam oder wild, eigen und kratzbürstig. Und es gibt immer wieder diesen Moment, in dem ich fest davon überzeugt bin, dass sie sich in Wahrheit über uns lustig machen 🙂

Zeit, die Du mit Katzen verbringst, ist nie verschwendet

Zeit mit seinen Katzen zu verbringen, macht nicht nur viel Spaß, sondern ist für die Beziehung zu ihnen sehr wichtig. Gerade für Katzen, die keinen Freigang haben, sollte es jeden Tag etwas Abwechslung geben. Spielen wir doch mit ihnen! Handelsübliches Spielzeug für Katzen hat jedoch aus meiner Sicht meist zwei große Nachteile: Es besteht aus billigem Material wie z.B. Plastik und Katzen benutzen es nicht.

Katzen sind von Natur aus neugierig

Spielen – aber wie?

Meine Katzen bleiben meist innen, sind schon älter und schlafen entsprechend viel. Dennoch kann ich mit ein paar Tricks dafür sorgen, dass der Jagdtrieb in ihnen erwacht 🙂 Dabei brauche ich nur berücksichtigen, was Katzen von Natur aus anspricht. Denn unsere Samtpfoten sind äußerst neugierig und genetisch noch sehr nah an ihren wilden Verwandten. Ihre Vorlieben lassen sich daher gut für Beschäftigungen nutzen.

Zero Waste Katzenbeschäftigung

Hier eine Liste an DIY Beschäftingungsmöglichkeiten und Spielideen, die bei meinen beiden Katzen sehr gut funktionieren. Teste sie einfach aus!

  • Das Lieblingsspielzeug meiner zwei Fellnasen ist eine einfache Kordel. Ja, Du hast richtig gelesen 🙂 Diese Kordel ist in Bio-Qualität (wichtig, da es ja in die Schnauze genommen wird) und war eigentlich für den Gartenbereich bestimmt. Ich habe ein großzügiges Stück abgeschnitten, beide Enden mit einem kleinen Knote vor dem Aufriffeln geschützt und SCHWUPS war das Kordelspiel geboren! Ich ziehe sie z.B. einfach hinter mir her oder unter Türen durch – abhängig davon, ob mein Spielpartner lieber hinterherrennt oder auflauert. Jedes Kätzchen hat nämlich seine Jagdvorlieben! Die Schnur ist griffig genug, dass es Erfolgserlebnisse gibt und dabei ausreichend dünn, dass es nicht zu leicht ist, die zu packen. Perfekt für den hochentwickelten Tastsinn! Für die ungeduldigeren Exemplare lässt sich das Ganze durch das Verknoten eines Stück Stoffs erleichtern.
  • Der Katzen-Klassiker: Kartons! Jeder kennt Bilder von verwaisten neuen Kratzbäumen, während Mietze schockverliebt im Karton nächtigt. Katzen sind so vorbildlich in Sachen Zero Waste, oder? Wäschekörbe, Schachteln, Schubladen – egal was, Mietze will ins Eckige. Gönnen wir ihr doch den Spaß.
  • Neben Schlafen ist Gucken eine der Lieblingsbeschäftigungen von Katzen. Du rackerst Dich mit der Kordel ab und nichts passiert? Kein Grund aufzugeben! Beobachten, auflauern und gucken gehört bereits mit zum eigentlichen Spiel. Deine Katze hat also schon Spaß 🙂 Schlafplätze mit Aussicht sind der Traum jeder Samtpfote. Kannst Du den Kratzbaum oder Schlafkorb vor ein Fenster stellen, tu ihr den Gefallen. Nur Vorsicht: Nie ein Fenster unbeobachtet auf Kipp stehen lassen, sonst läuft Deine Katze Gefahr, sich zu strangulieren!
  • Die wilden Vorfahren unserer Katzen kommen aus waldigen Regionen. Es liegt ihnen also im Blut, in größerer Höhe zu liegen, von wo aus sie alles gut überblicken können. Ist Deine Fellnase noch fit, kannst Du ihr beispielsweise ein Ausguck auf dem Schrank einrichten, in dem Du andere Möbel so drapierst, dass nichts umkippen kann und sie sicher hinauf kommt. Ist sie vom Typ ein bisschen abenteuerlustig, wird sie sich riesig darüber freuen und es nach herkömmlicher Skepsis bestimmt ausprobieren. Und dabei ganz nebenbei ihren Gleichgewichtssinn trainieren.
  • Katzen hassen große Veränderungen! Jedenfalls ist das bei meinen beiden der Fall. Wenn Du das Thema aber sensibel anpackst, wird daraus eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit. Denn auch Katzen langweilen sich schnell. Der alte Kratzbaum wird schon länger nicht mehr beachtet? Stelle ihn einfach mal an einen neuen Ort und TADAAA: Deine Samtpfoten werden ihn behandeln, als hätten sie ihn noch nie zuvor gesehen 🙂 Das Gleiche gilt für Schlafplätze. Nur bei Wasser- und Futternäpfen sowie Katzenklos würde ich davon abraten.
  • Wasser sollte immer in gewisser Entfernung zum Fressnapf zu finden sein. Katzen finden es unappetitlich, wenn Essensreste ins kühle Nass fallen könnten. In freier Wildbahn befindet sich die Wasserstelle ja schließlich auch nicht direkt bei der verwesenden Maus. Machen wir es ihr also nicht zu bequem.
  • Ich kann gar nicht sagen, was dahinter steckt – vielleicht weißt Du es? Sobald auf Couch oder Boden Zeitungen, Bücher, Hausaufgaben, Bachelorarbeiten – also Papier in irgendeiner Form liegt, flätzen sich die Katzen darauf herum. Bequemer? Kühler? Oder pure Boshaftigkeit, damit ich nicht weiterlesen kann oder das knittrige Dokument in die Tonne kloppen muss? Kätzchen schweigt und schnurrt nur… Nimm es also in die Hand, schnapp Dir ausgedientes Papier und lege es irgendwo hin. Super!
  • Katzen sind keine Freunde von großen, offenen Räumen. Das passt einfach nicht zu ihrer Waldmentalität. Wenn Du sie beobachtest, dann wirst Du wahrscheinlich feststellen, dass sie ungewöhnliche Wege benutzen, um in einem Raum von A nach B zu kommen. Du kannst es ihnen angenehmer machen, in dem Du künstlichen Sichtschutz einbaust, um den Raum zu unterteilen, z.B. vor dem Körbchen. Sei es mit Möbeln oder einfachen Decken: Haupsache, die Kätzchen sind nicht sofort zu sehen und können dahinter laufen oder liegen. Vermeide Dabei Sackgassen und schon ist Mauzi glücklich.
  • A propos Decken: Der Zero Waste Beschäftigungsjoker schlechthin! Lege sie flach auf den Boden, gefaltet unter den Tisch oder ausgebreitet über Stühle, um Deine Katzen neue Versteck-, Schlaf- oder Spielmöglichkeiten zu liefern. So veränderst du ohne Aufwand den ganzen Raum aus Sicht Deiner Katzen und machst ihn damit direkt interessanter. Decken lassen sich auch super in das Kordelspiel integrieren. Ich ziehe die Kordel an der hängenden Decke vorbei, während Mietze dahinter sitzt und mit der Pfote danach angelt (Mäuseloch-Taktik). Ich lasse sie unter der am Boden liegenden Decke verlaufen und meine beiden Fellnasen stürzen sich mit Inbrunst darauf (Maulwurftaktik – zum Fürchten wie ernst sie dabei gucken). Oder ich ziehe die Kordel über die am Boden liegende Decke und sie können ihre Krallen nach Herzenslust darin vergraben (Überfalltaktik). Dabei waren sie bisher so lieb und haben es bei den Spieldecken belassen und die „guten“ Decken verschont. No risk no fun 🙂

Viel Spaß beim Ausprobieren und Spielen mit Deinen Samtpfoten!

Du hast weitere Ideen, um Katzen sinnvoll und ohne Neuanschaffung zu beschäftigen?

Dann lass mir gerne einen Kommentar da!

Weitere Beiträge für Dich:

DIY vegane Mandelkugeln

Süße Nascherei aus nur drei Zutaten

03.11.2019, von miaray

Möchtest Du auch bei der Wahl Deiner Süßigkeiten auf unnötigen Verpackungsmüll sowie tierische Bestandteile verzichten, bleibt Dir meist nur der Gang zum nächsten Unverpacktladen (falls es einen in Deiner Nähe gibt) oder in die eigene Küche!

In schicker Edelstahldose machen die süßen Kugeln richtig was her

Brot backe ich liebend gerne, Plätzchen und Kuchen eher weniger. Bei Torten, Pralinen und dem ganzen aufwändigen Kram bin ich bis jetzt sogar ganz raus 😀 Dafür bin ich einfach zu ungeduldig und talentfrei. Was mich immer wieder in eine Zwickmühle bringt, denn ich liebe Süßes einfach abgöttisch.

Ich mag es, wenn die Sachen herkömmliche und möglichst wenig Zutaten brauchen, ziemlich sicher gelingen und dann auch noch lecker sind. Da freut sich mein schokohungriges Herz wie Bolle!

Du suchst kleine und schokoladige Naschereien, die man gut vorbereiten, mitnehmen oder verschenken kann? Und die ohne zusätzlichen Zucker auskommen und aus nur drei Zutaten besteht?

Vegane Mandelkugeln!

DIY-Mandelkugeln

Das brauchst Du für die Mandelkugeln:

  • 160 g Datteln
  • 100 g Mandeln
  • 30 g Backkakao

Alles in den Standmixer und so lange zerkleinern, bis alles zu einer gleichmäßigen Masse geworden ist. Dann die Mandelkugeln formen und im Kühlschrank kalt stellen. Und auch wenn die Mandelkugeln aus diesen drei Zutaten schon genial schmecken: Natürlich kannst Du (zusätzlich) auch andere Nüsse verwenden oder nach dem Mixen z.B. vegane Schokoraspeln dazugeben. Einfach mal ausprobieren.

Viel Spaß beim Nachmachen und Verkosten 🙂

Du möchtest noch mehr vegane und praktische Rezepte?

  • Hier geht es zum Rezept für ein herrliches Haselnuss-Dinkelbrot!
  • Oder bist Du ein Müslifan? Dann ist das DIY Knuspermüsli genau das Richtige für Dich!
DIY Haselnuss-Dinkelbrot

DIY Haselnuss-Dinkelbrot

21.10.2019, von miaray

Unser liebstes Herbstfrühstück? Haselnuss-Dinkelbrot! Du musst ein wenig Zeit mitbringen, damit sich der Teig gut entwickeln kann. Aber das Warten lohnt sich! Versprochen 🙂

Die Zutaten für Dein Haselnuss-Dinkelbrot:

  • 500g Dinkelvollkornmehl
  • 70g Haselnüsse
  • 50g Sonnenblumen- und/oder Kürbiskerne
  • 2 TL Salz
  • 1 Paket Trockenhefe
  • 330ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 EL Zucker

Zucker und Hefe im Wasser auflösen und 10 Minuten stehen lassen. Nüsse und Kerne grob zerkleinern. Mehl mit Salz vermengen. Alles zu einem Teig verkneten und ca. 2,5h abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Nochmal gut durchkneten und in eine eingefettete Form geben. Wer es besonders „nussig“ mag, kann den Boden noch mit Nüssen und Kernen bestreuen. Dann nochmal für 3h Stunden abgedeckt gehen lassen. Jetzt nur noch den Backofen auf 220° Ober- und Unterhitze vorheizen, die Form hineinstellen und für ca. 45 Minuten backen.

DIY Haselnuss-Dinkelbrot3

Und fertig ist Dein Haselnuss-Dinkelbrot! Es passt hervorragend zu süßem Aufstrich wie Vanille-Zwetchgenmarmelade oder aber rustikal mit Ruccola und Radiesschen aus dem Garten.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Du möchtest Dir stattdessen Dein eigenes Knuspemüsli machen? Kein Problem, hier zeigen wir Dir, wie es geht!

Oder Du möchtest Dir Deinen eigenen Sirup machen? In unserem Artikel zum DiY Rosensirup kannst Du nachlesen, wie!

DIY veganes Knuspermüsli

DIY veganes Knuspermüsli

24.08.2019, von miaray

Knuspermüsli – damit lässt sich sogar ein trüber Montag hervorragend starten 🙂

In welchen Lebensmitteln erschreckenderweise tote Tiere stecken, kannst Du in diesem Artikel nachlesen.

Darüber hinaus verzichten wir aus den gleichen Gründen, aus denen wir kein Fleisch essen, auch auf andere tierische Produkte. Eine Übersicht der unterschiedlichen tierleidfreien Lebensweisen findest Du übrigens hier. Gerade beim Frühstück ist das manchmal ziemlich herausfordernd: Butter, Käse, Eier, Honig …

Milch ist beispielsweise auch nur das Ergebnis einer langen Leidenskette von Kühen und Kälbchen und darüber hinaus weder gesund noch umweltfreundlich herzustellen (ein ausführlicher Bericht zu diesem Thema folgt noch). Daher benutzen wir für unser Müsli auch lieber Hafer- oder Mandelmilch.

Doch selbst, wenn keine tierischen Bestandteile in den Lebensmitteln enthalten sind, gesund sind sie damit noch lange nicht. Auf der sicheren Seite bist Du nur, wenn Du selber tätig wirst und den Kochlöffel schwingst!

Neben dem Gesundheitsaspekt macht es auch einfach richtig Spaß, sein ganz individuelles Knuspermüsli selbst herzustellen. Wie so oft ist es auch in diesem Fall viel einfacher, als Du Dir vielleicht vorstellst. Und wenn Dich das noch nicht überzeugt hat: Habe ich schon erwähnt, dass es auch wesentlich günstiger ist, als die gekauften Knuspermüsli Varianten :-)?

Also los geht´s!

Für das Knuspermüsli brauchst Du:

  • 140g Haferflocken
  • 30g Mandelblättchen
  • 30g gehackte Nüsse (Erdnüsse, Mandeln oder was so da ist:-)
  • 30g Sonnenblumenkerne
  • 25g Kokosraspeln
  • 60g getrocknete Früchte z.B. Sultaninen
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Sirup
DIY veganes Knuspermüsli2
Die Zutaten für Dein DIY veganes Knuspermüsli

Und so gehst Du vor:

  1. Haferflocken, Mandeln und Nüsse ohne Fett in einer Pfanne rösten. Vorsicht, nicht anbrennen lassen!
  2. Wenn die Kokosraspeln dunkel werden, kommen die Früchte und das Salz dazu.
  3. Gut vermischen.
  4. Nimm die Pfanne vom Herd und rühre nun den Sirup unter.
  5. Jetzt lasse Dein Knuspermüsli auf einem Backblech abkühlen.
  6. Fertig!

Viel Spaß beim Nachkochen!

Noch mehr Rezepte gefällig?

Veganer Pizzaschmelz

Veganer Pizzaschmelz ohne Hefeflocken

24.08.2019, von miaray

Ja, es ist warm und der Hunger nicht allzugroß. Aber Pizza passt immer, geht ziemlich schnell und muss für nur ca. 10 Minuten in den Backofen. Achja und kalt schmeckt sie auch…

Das in vielen Lebensmitteln erschreckenderweise tote Tiere stecken, haben wir ja schon in diesem Artikel thematisiert. „Selber machen“ heißt daher die Devise!

Darüber hinaus verzichten wir aus den gleichen Gründen, aus denen wir kein Fleisch essen, auch auf andere tierische Produkte. Eine Übersicht der unterschiedlichen tierleidfreien Lebensweisen findest Du hier. Milch ist beispielsweise auch nur das Ergebnis einer langen Leidenskette von Kühen und Kälbchen und darüber hinaus weder gesund noch umweltfreundlich herzustellen (ein ausführlicher Bericht zu diesem Thema folgt noch).

Aber deshalb auf Käse verzichten?!

Ja, das klingt erst einmal erschreckend. Bis nach und nach klar wird Es gibt super Alternativen! Und neben der Tatsache, dass kein Tier dafür leiden musste, haben wir die Zutaten auch in der Regel im Haus.

Vegetarismus - Was heißt das?
Der Konsum von Milch geht immer nur auf Kosten der Kühe und Kälbchen

Darüber sind wir suuuper happy: Endlich haben wir ein einfaches Pizzaschmelz Rezept gefunden, das ohne Hefeflocken auskommt (die sind nämlich in vielen veganen Käsealternativen enthalten und so gar nicht unser Fall) und wirklich hervorragend schmeckt! Und wir können es nicht nur für Pizza, sondern auch für Aufläufe und Lasagne verwenden.

DIY Vollkornpizza mit Gemüse und veganem Pizzaschmelz

Für den veganen Pizzaschmelz brauchst Du:

  • 2 mittelgroße oder 3 kleine Kartoffeln
  • eine mittelgroße Möhre
  • eine kleine Zwiebel
  • 250ml Wasser
  • 60g Cashewkerne
  • 70 ml geschmacksneutrales Öl z.B. Rapsöl
  • 1 TL (Kräuter-)Senf
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

Kartoffeln, Möhre und Zwiebel kleinschneiden, im Wasser kochen und zusammen mit der Flüssigkeit pürieren. Dann den Rest dazugeben und alles nochmal pürieren. Abschmecken und ggf. nachwürzen. Fertig ist der vegane Pizzaschmelz!

Viel Spaß beim Nachkochen!

Aufläufe funktionieren ebenfalls hervorragend 🙂

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DIY Rosensirup

DIY Rosensirup in sieben Schritten

20.07.2019, von miaray

Fülle Dir den Sommer in Flaschen ab 🙂

Rosensirup selbst zu machen ist angeblich kein Hexenwerk. Höchste Zeit also, es auszuprobieren! Wir nehmen natürlich Rosenblüten aus dem eigenen Garten und lassen den Insekten noch genügend übrig.

Du brauchst für den Sirup:

  • Einen Messbecher voll Rosenblüten – je duftender und farbintensiver, desto besser für das Ergebnis
  • 1,5 kg Zucker
  • 20g Zitronensäure
  • Eine Bio-Zitrone
  • Tuch und Sieb zum Abseien
  • Sterile Flaschen zum Befüllen

Und so geht´s:

  1. Blüten waschen und ggf. in einer Salatschleuder trocknen.
  2. Zucker und Wasser unter rühren aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hast.
  3. Zitronensäure einrühren.
  4. Rosenblüten einrühren.
  5. Zitronenscheiben dazugeben.
  6. Topf abdecken und 2-3 Tage ziehen lassen.
  7. Abseien und in die Flaschen abfüllen.
  8. Für eine längere Haltbarkeit vor dem Abfüllen nochmal aufkochen.

Geschafft! Dein DIY Rosensirup ist fertig zum Verschenken oder selbst verzehren 🙂 Er macht sich zum Beispiel hervorragend in Limonade, Desserts oder Sekt. Natürlich kannst Du ihn auch super mit frischen Zitronen oder Minze kominieren.

Rezept ausprobiert? Hinterlasse uns doch Deinen Kommentar! Wir freuen uns über Deine Erfahrung 🙂

In Deinem Garten gibt es zwar keine Rosen, dafür aber Lavendel? Dann mache daraus doch duftende DIY Lavendel Badepralinen!

Noch mehr Rezepte gefällig?

DIY Lavendel Badepralinen

DIY Lavendel Badepralinen

21.12.2018, von miaray

Noch ein Last Minute Weihnachtsgeschenk gesucht? Oder möchtest Du Dir selbst eine ganz besondere Wellness Auszeit gönnen?

Wie wäre es dann mit DIY Badepralinen? Sie sprudeln, duften, pflegen die Haut und bringen die richtige Stimmung und einen Hauch von Sommer ins winterliche Badeerlebnis. Nach einem Winterspaziergang genau das Richtige für kalte Füße. Und dabei ganz natürlich und ohne unnütze Parfüms oder Plastikanteile.

Was du dafür brauchst:

  • 225 g Natron
  • 125 g Zitronensäure
  • 60 g Speisestärke
  • 60 g Bio-Kokosöl
  • Ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • Getrocknete Lavendelblüten

Natürlich kannst du auch ein anderes Öl oder andere Blumen/Zitrusschalen etc. verwenden. Ich hatte passenderweise sowohl Lavendelöl als auch getrockneten Lavendel zur Hand. Auf Lebensmittelfarbe habe ich verzichtet, so kommen die violetten Blüten meiner Meinung nach viel besser zur Geltung 🙂

Und so geht´s:

  1. Vermische zuerst die trockenen Zutaten miteinander, also Natron, Zitronensäure und Speisestärke. Hier kannst Du auch schon die getrockneten Blüten oder Schalen dazugeben.
  2. In einer zweiten Schüssel mischt Du nun die flüssigen Zutaten, also das geschmolzene Fett mit dem ätherischen Öl (und ggf. der flüssigen Lebensmittelfarbe, falls du welche verwendest).
  3. Nun vermischt du die flüssigen Zutaten mit den trockenen. Vorsicht! Nimm dafür einen Löffel zur Hilfe, damit es nicht zu schnell geht und das Natron nicht schon vorzeitig mit der Zitronensäure reagiert. Wenn Dich das Ergebnis an die Konsistenz von nassem Sand erinnert, hast Du alles richtig gemacht 🙂 Wenn es noch zu trocken ist, fehlt noch ein wenig Fett. Oder ist es zu feucht? Kein Problem, dann gib noch etwas Speisestärke dazu.
  4. Nun wird es künstlerisch! Du kannst natürlich spezielle Formen verwenden, aber ganz im Sinne von Zero Waste nehmen wir natürlich das, was eh schon im Haus ist. Plätzchenausstecher bieten sich z.B. an. In meinem Fall waren es einfache Eiswürfelformen.
  5. Zuerst habe ich eine Prise der Lavendelblüten in die Formen gestreut, damit die Pralinen schöne Häubchen bekommen. Drücke dann die Masse in die Formen (ein Esslöffel hilft beim portionieren), so dass das Ergebnis nachher schön fest und ohne Lufteinschluss ist. Du kannst die Pralinen aber auch einfach mit der Hand formen. Freestyle sozusagen 🙂
  6. Fast geschafft! Nun kommen die Formen nur noch für ein paar Stunden in den Kühlschrank. Danach kannst Du sie leicht aus den Förmchen lösen. Ich habe sie dann auf einen Teller gelegt, so das sie noch ein paar Tage weiter trocknen können.
  7. Et voilá! Nun die Pralinen in ein nettes Glas füllen, ein kleines Schild daran befestigen und schon sind sie „verschenkfertig“! Oder Du testest sie gleich selbst in der eigenen Badewanne.

Und so sah es bei mir aus:

Die DIY Badepralinen eignen sich übrigens auch hervorragend als natürlicher Duftspender!

Geschafft!

Viel Freude beim Nachmachen und verschenken 🙂