Katzenspiele Zero Waste

Rette Deine Katzen vor Langeweile und beschäftige sie artgerecht

05.11.2019, von miaray

Katzen sind für mich mit die wunderbarsten Lebewesen auf unserer Erde. Ich liebe alles an ihnen. Sie sind immer elegant und geheimnisvoll, manchmal sanft und anschmiegsam oder wild, eigen und kratzbürstig. Und es gibt immer wieder diesen Moment, in dem ich fest davon überzeugt bin, dass sie sich in Wahrheit über uns lustig machen 🙂

Zeit, die Du mit Katzen verbringst, ist nie verschwendet

Zeit mit seinen Katzen zu verbringen, macht nicht nur viel Spaß, sondern ist für die Beziehung zu ihnen sehr wichtig. Gerade für Katzen, die keinen Freigang haben, sollte es jeden Tag etwas Abwechslung geben. Spielen wir doch mit ihnen! Handelsübliches Spielzeug für Katzen hat jedoch aus meiner Sicht meist zwei große Nachteile: Es besteht aus billigem Material wie z.B. Plastik und Katzen benutzen es nicht.

Katzen sind von Natur aus neugierig

Spielen – aber wie?

Meine Katzen bleiben meist innen, sind schon älter und schlafen entsprechend viel. Dennoch kann ich mit ein paar Tricks dafür sorgen, dass der Jagdtrieb in ihnen erwacht 🙂 Dabei brauche ich nur berücksichtigen, was Katzen von Natur aus anspricht. Denn unsere Samtpfoten sind äußerst neugierig und genetisch noch sehr nah an ihren wilden Verwandten. Ihre Vorlieben lassen sich daher gut für Beschäftigungen nutzen.

Zero Waste Katzenbeschäftigung

Hier eine Liste an DIY Beschäftingungsmöglichkeiten und Spielideen, die bei meinen beiden Katzen sehr gut funktionieren. Teste sie einfach aus!

  • Das Lieblingsspielzeug meiner zwei Fellnasen ist eine einfache Kordel. Ja, Du hast richtig gelesen 🙂 Diese Kordel ist in Bio-Qualität (wichtig, da es ja in die Schnauze genommen wird) und war eigentlich für den Gartenbereich bestimmt. Ich habe ein großzügiges Stück abgeschnitten, beide Enden mit einem kleinen Knote vor dem Aufriffeln geschützt und SCHWUPS war das Kordelspiel geboren! Ich ziehe sie z.B. einfach hinter mir her oder unter Türen durch – abhängig davon, ob mein Spielpartner lieber hinterherrennt oder auflauert. Jedes Kätzchen hat nämlich seine Jagdvorlieben! Die Schnur ist griffig genug, dass es Erfolgserlebnisse gibt und dabei ausreichend dünn, dass es nicht zu leicht ist, die zu packen. Perfekt für den hochentwickelten Tastsinn! Für die ungeduldigeren Exemplare lässt sich das Ganze durch das Verknoten eines Stück Stoffs erleichtern.
  • Der Katzen-Klassiker: Kartons! Jeder kennt Bilder von verwaisten neuen Kratzbäumen, während Mietze schockverliebt im Karton nächtigt. Katzen sind so vorbildlich in Sachen Zero Waste, oder? Wäschekörbe, Schachteln, Schubladen – egal was, Mietze will ins Eckige. Gönnen wir ihr doch den Spaß.
  • Neben Schlafen ist Gucken eine der Lieblingsbeschäftigungen von Katzen. Du rackerst Dich mit der Kordel ab und nichts passiert? Kein Grund aufzugeben! Beobachten, auflauern und gucken gehört bereits mit zum eigentlichen Spiel. Deine Katze hat also schon Spaß 🙂 Schlafplätze mit Aussicht sind der Traum jeder Samtpfote. Kannst Du den Kratzbaum oder Schlafkorb vor ein Fenster stellen, tu ihr den Gefallen. Nur Vorsicht: Nie ein Fenster unbeobachtet auf Kipp stehen lassen, sonst läuft Deine Katze Gefahr, sich zu strangulieren!
  • Die wilden Vorfahren unserer Katzen kommen aus waldigen Regionen. Es liegt ihnen also im Blut, in größerer Höhe zu liegen, von wo aus sie alles gut überblicken können. Ist Deine Fellnase noch fit, kannst Du ihr beispielsweise ein Ausguck auf dem Schrank einrichten, in dem Du andere Möbel so drapierst, dass nichts umkippen kann und sie sicher hinauf kommt. Ist sie vom Typ ein bisschen abenteuerlustig, wird sie sich riesig darüber freuen und es nach herkömmlicher Skepsis bestimmt ausprobieren. Und dabei ganz nebenbei ihren Gleichgewichtssinn trainieren.
  • Katzen hassen große Veränderungen! Jedenfalls ist das bei meinen beiden der Fall. Wenn Du das Thema aber sensibel anpackst, wird daraus eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit. Denn auch Katzen langweilen sich schnell. Der alte Kratzbaum wird schon länger nicht mehr beachtet? Stelle ihn einfach mal an einen neuen Ort und TADAAA: Deine Samtpfoten werden ihn behandeln, als hätten sie ihn noch nie zuvor gesehen 🙂 Das Gleiche gilt für Schlafplätze. Nur bei Wasser- und Futternäpfen sowie Katzenklos würde ich davon abraten.
  • Wasser sollte immer in gewisser Entfernung zum Fressnapf zu finden sein. Katzen finden es unappetitlich, wenn Essensreste ins kühle Nass fallen könnten. In freier Wildbahn befindet sich die Wasserstelle ja schließlich auch nicht direkt bei der verwesenden Maus. Machen wir es ihr also nicht zu bequem.
  • Ich kann gar nicht sagen, was dahinter steckt – vielleicht weißt Du es? Sobald auf Couch oder Boden Zeitungen, Bücher, Hausaufgaben, Bachelorarbeiten – also Papier in irgendeiner Form liegt, flätzen sich die Katzen darauf herum. Bequemer? Kühler? Oder pure Boshaftigkeit, damit ich nicht weiterlesen kann oder das knittrige Dokument in die Tonne kloppen muss? Kätzchen schweigt und schnurrt nur… Nimm es also in die Hand, schnapp Dir ausgedientes Papier und lege es irgendwo hin. Super!
  • Katzen sind keine Freunde von großen, offenen Räumen. Das passt einfach nicht zu ihrer Waldmentalität. Wenn Du sie beobachtest, dann wirst Du wahrscheinlich feststellen, dass sie ungewöhnliche Wege benutzen, um in einem Raum von A nach B zu kommen. Du kannst es ihnen angenehmer machen, in dem Du künstlichen Sichtschutz einbaust, um den Raum zu unterteilen, z.B. vor dem Körbchen. Sei es mit Möbeln oder einfachen Decken: Haupsache, die Kätzchen sind nicht sofort zu sehen und können dahinter laufen oder liegen. Vermeide Dabei Sackgassen und schon ist Mauzi glücklich.
  • A propos Decken: Der Zero Waste Beschäftigungsjoker schlechthin! Lege sie flach auf den Boden, gefaltet unter den Tisch oder ausgebreitet über Stühle, um Deine Katzen neue Versteck-, Schlaf- oder Spielmöglichkeiten zu liefern. So veränderst du ohne Aufwand den ganzen Raum aus Sicht Deiner Katzen und machst ihn damit direkt interessanter. Decken lassen sich auch super in das Kordelspiel integrieren. Ich ziehe die Kordel an der hängenden Decke vorbei, während Mietze dahinter sitzt und mit der Pfote danach angelt (Mäuseloch-Taktik). Ich lasse sie unter der am Boden liegenden Decke verlaufen und meine beiden Fellnasen stürzen sich mit Inbrunst darauf (Maulwurftaktik – zum Fürchten wie ernst sie dabei gucken). Oder ich ziehe die Kordel über die am Boden liegende Decke und sie können ihre Krallen nach Herzenslust darin vergraben (Überfalltaktik). Dabei waren sie bisher so lieb und haben es bei den Spieldecken belassen und die „guten“ Decken verschont. No risk no fun 🙂

Viel Spaß beim Ausprobieren und Spielen mit Deinen Samtpfoten!

Du hast weitere Ideen, um Katzen sinnvoll und ohne Neuanschaffung zu beschäftigen?

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