Mischkultur und Pflanzplan 2019

Mischkulturen und Dein Pflanzplan für 2019

19.01.2019, von miaray

Draußen hat nun doch tatsächlich der Winter Einzug gehalten – Frost und Eis, Kälte und Dunkelheit. Da erscheint die nächste Gartensaison und der Anbau von Gemüsesorten noch unendlich weit weg!

Umso schöner die gemütlichen Stunden auf der Couch mit warmer Decke dazu zu nutzen, sich schon einmal in den Frühling hineinzuträumen und sich zu überlegen, wie der eigene Garten oder Balkon aussehen soll und welches Gemüse dort wachsen wird. Denn eigenes Gemüse ist immer noch das schmackhafteste 🙂

Warum vorbereiten?

Da es erst meine zweite Saison mit eigenem Garten wird, bin ich sehr gespannt, wie es wohl klappt! Nach dem Lesen zahlreicher Bücher und Blogeinträge wurde mir schnell klar , dass eine gute Vorbereitung viel wert ist. Gerade wenn einem die Erfahrung fehlt und man den Garten inklusive der Bodenbeschaffenheit noch nicht so richtig kennt.

Daher macht es jetzt schon Sinn, einen Pflanzplan für dieses Jahr zu erstellen. So hast Du vorher ermittelt, was Du anbauen möchtest, an welchem Platz es am besten gedeihen wird, verpasst keine wichtigen Vorbereitungen für Beete und Saatgut oder Setzlinge und startest entspannt ins Frühjahr. Und steigerst somit sehr wahrscheinlich Deinen Ernteertrag. Und damit auch deine Motivation 🙂 Es sei denn, Du hast vor, lediglich eine handvoll verschiedener Sorten anzubauen und hast relevante Zeiten und Infos im Kopf.

Mischkultur – was ist das?

Pflanzen jeder Art, ob Gemüse, Staude oder Kräuter, haben ganz spezielle Ansprüche an ihre Umwelt und entwickeln sich auf ihre eigene Weise. Und da die Natur anpassungsfähig ist, haben sich aufgrund ihrer Unterschiede Gemeinschaften unter den Sorten entwickelt, die sich gut ergänzen und sogar unterstützen.

Dabei stellen sich bei der Wahl Deiner Gemüsesorten folgende Fragen:

  • Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer? Dies bezieht sich auf den Umfang der benötigten Nährstoffe und des Wasserbedarfs. Gemüsesorten dieser Kategorien unterschieden sich darüber hinaus darin, welche Stoffe sie über das Wurzelsystem an ihre Umgebung abgeben. Auch unter der Erde sollte es harmonisch zugehen. Je nach Standort und Bodenbeschaffenheit solltest Du möglichst Pflanzen aus derselben Kategorien auswählen.
  • Gute Nachbarn, also Gemüsesorten die miteinander harmonieren, ergänzen sich auch aufgrund ihrer Größe und des Wurzelwerks. Kleinere Exemplare lassen Raum für größere, Pfahlwurzeln kommen Flachwurzler nicht in die Quere.
  • Hast Du Dich für eine funktionierende Mischkultur entschieden, dann achte darauf, empfohlene Pflanzabstände einzuhalten. Denn es fällt schwer, sich die schlussendliche Größe vorzustellen, wenn man den Samen einer Zucchini oder eine kleine Frühkartoffel in der Hand hält. Nur mit ausreichend Abstand vermeidest Du, dass sich die Sorten gegenseitig behindern, und auch, dass sich Krankheiten breitmachen. Gute Nachbarn unterstützen sich meist auch dabei, gesund zu bleiben, indem sie z.B. Stoffe aussenden, die Schädlinge fernhalten.
  • Gemüsesorten sollten möglichst nie zwei Jahre hintereinander am gleichen Platz angebaut werden. Standortwechsel helfen Dir, Krankheiten zu vermeiden. Und nicht zu vergessen: Deine Gemüsesorten entnehmen dem Boden Nährstoffe. Bedeutet? Hast Du ein neues (Hoch-)Beet angelegt, so ist der Boden voll von Nährstoffen. Dann sind Starkzehrer die richtige Wahl! Im nächsten Jahr wechselst Du zu Mittel- und im dritten zu Schwachzehrern. So folgst Du dem natürlichen Nährstoffverbrauch. Im vierten Jahr empfiehlt sich eine Gründüngung, beispielsweise mit Gelbsenf. Dann bereitest Du den Boden wieder für Starkzehrer vor. Du hast keinen Platz für vier Hochbeete? Geht mir auch so 🙂 Dann solltest Du mindestens eine Saison verstreichen lassen, bis Du dort die gleiche Gemüsesorte verwendest.
  • Beginne mit pflegeleichten Pflanzen! Gerade zu Beginn gibt es viel zu beachten, da reicht es völlig, wenn Du Dir zunächst Gemüsesorten aussuchst, die anspruchslos sind und an denen Du sicher Deine Freude haben wirst. Zum Beispiel? Wie wäre es mit Radieschen, Erbsen, Kopfsalat oder Tomaten? Es gibt viel Auswahl!
  • Auch wichtig: Wie viel Platz hast Du? Und was schmeckt Dir? Wie viel Zeit kannst Du für die Pflege Deiner Gemüsesorten aufbringen?

Puh, ganz schön viel zu beachten!

Ich habe Dir eine Übersicht erstellt (natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit), auf der Du auf einem Blick erkennen kannst:

  • welche Gemüsesorten gute Nachbarn wären
  • ob sie Schwach-, Mittel- oder Starkzehrer sind
  • welche Sorte pflegeleicht ist und sich daher gut für den Einstieg eignet (und darüber hinaus 🙂 )

Unter der Übersicht habe ich Dir noch Platz für Deine zehn Favoriten und Notizen gelassen. So solltest Du Dir einen guten Pflanzplan für 2019 erstellen können.

http://gutmensch-projekt.de/wp-content/uploads/2019/01/Mischkultur-Dein-Pflanzplan-2019-1.pdf

Viel Spaß beim Vorbereiten!

Du möchtest noch mehr für die Natur tun? Dann lies meinen Artikel zur Rettung der Insekten und zur Wildvogelfütterung im Winter!

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