Müllentsorgung - so geht´s!

Müllentsorgung – so geht´s!

16.10.2018, von miaray

Dank Zero Waste  und Deines Zero Waste Plans hast Du Deinen Müll beträchtlich reduziert, herzlichen Glückwunsch! Denn Gründe und Alternativen gibt es satt und genug! Dennoch kann es natürlich vorkommen, dass es nicht ganz ohne geht und wir trotzdem etwas entsorgen müssen. Der Umwelt zuliebe sollte es dann aber auch die richtige Tonne sein!

In Deutschland gibt es Mülltrennung schon lange. Umso erstaunlicher, wie wenig viele darüber wissen. Und mal ehrlich: Wer kann schon genau unterscheiden, wann etwas in die Gelbe Tonne oder doch lieber in den Restmüll gehört? Und welche Lebensmittel kommen eigentlich in die Biotonne? Na eben!

Ich habe Dir mal die wichtigsten Infos herausgefischt und zusammengefasst.  Klicke dafür auch auf die runden Bilder.

Viel Spaß beim richtigen Müllentsorgen 🙂

Altglas

Altglas - das ist damit gemeint
Glasflaschen & Einweggläser -> Entsorgung nach den Farben weiß, braun & grün
Trinkgläser, Fensterglas, Blei- & Kristallglas, Spiegelglas, Vasen, Porzellan, Keramik & Glühbirnen
  • Wird nach Farbe in Sammelbehältern entsorgt: Weiß, braun und grün
  • Blaues oder gelbes Glas, was nun? Entsorge es wie Grünglas!
  • Bitte vorher ausleeren aber nicht spülen. Tipp: Ich gebe z.B. bei passierten Tomaten im Glas zum Schluss ein bisschen Wasser hinein und schüttele alles gut durch. Die Flasche ist danach fast sauber und ich kann auch noch den letzten Rest aus dem Glas in die Nudelsoße geben 🙂
  • Achte auf regionale Flaschen, sie haben trotz des höheren Gewichts von Glas eine bessere Klimabilanz als PET
  • Verschlüsse (Alu/Plastik) gehören in die gelbe Tonne / Wertstofftonne
  • Altglas kann fast zu 100 % recycelt werden & ist bis zu 50-mal wiederverwendbar und das ohne großen Qualitätsverlust

Altpapier

Altpapier - das ist damit gemeint
Papier, Pappe & Karton
Thermopapier z.B. Kassenzettel oder Backpapier (Restmüll), Tetrapaks (Gelbe Tonne), stark verschmutztes Papier z.B. Pizzakartons oder Papiertaschentücher (Restmüll) & Briefumschläge mit Fenster
  • Bevorzuge Produkte mit dem Blauen Engel. Das Siegel garantiert die Verwendung von Altpapier & einen reduzierten Einsatz von Chemikalien.
  • Versuche, die Menge an anfallendem Altpapier zu begrenzen und bestelle unnütze Zusendung z.B. Werbeprospekte ab.
  • Wusstest Du, dass Du unreife Tomaten in Zeitungspapier einschlagen und lichtgeschützt lagern kannst und sie dann nach einer Weile noch rot werden? Mit einer Schleife und ein wenig Schmuck macht sich Papier auch gut als Geschenkpapier (wobei wir Gutmenschen natürlich wiederverwendtbare Alternativen bevorzugen 🙂 ). Alte Prospekte oder Flyer benutze ich auch als Lesezeichen. Sicher fallen Dir noch mehr Möglichkeiten ein, wie Du Dein Altpapier eine Weile weiterbenutzen kannst!

Biomüll

Bioabfall - das ist damit gemeint
Küchen- & Grünabfälle
(Gekochte) Essensreste in zu großer Menge, behandeltes Holz, Asche, Müllbeutel & sogenanntes Bioplastik
  • Sammle Deine Bioabfälle ohne Plastiktüte, denn sie muss ansonsten später mühsam aus den anderen Abfällen heraussortiert werden oder verunreinigt gar den anderen Biomüll mit Plastikpartikeln. Benutze z.B. stattdessen Tüten aus gefalteten Zeitungspapier.
  • Guter Biomüll ist eigentlich viel zu schaden für die Tonne! Hast Du einen Garten, solltest Du Dir stattdessen einen eigenen Kompost anlegen. Das geht auch schon auf kleiner Fläche (z.B. mit einem Bokashi). 
  • Wurde das Gemüse oder Obst konventionell angebaut? Dann gelangen auch all die chemischen Giftstoffe zusammen mit den Abfällen in unseren Biokreislauf. Kaufe Obst und Gemüse also lieber in Bioqualität und sichere Dir so umweltfreundliche Anbaumethoden. Für die Entsorgung auf dem heimischen Kompost gilt das natürlich umsomehr, wer möchten schon die ganzen Gifte in seinem Garten haben?

Gelber Sack

Gelbe Tonne - das ist damit gemeint
Leichtverpackungen aus Metall, Verbundmaterial sowie Kunststoff wie zum Beispiel Tetrapacks & Konservendosen
Plastikeimer, verschmutzte Plastikverpackungen (Restmüll), Alufolie (Restmüll), Recyclingflaschen (Sammelstellen)
  • Plastik  und somit auch den Verpackungsmüll solltest Du weitgehend vermeiden. Je weniger, desto besser! Gute Alternativen gibt es reichlich. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Einkauf in einem Unverpacktladen?
  • Alte Kunststoffverpackungen lassen sich durchaus noch eine Weile weiter benutzen. Befülle z.B. den alten Badreiniger oder Seifenspender mit eigenen Biokreationen oder bewahre Dein Saatgut in einer Eisdose mit Deckel auf. Es macht Spaß, neue Aufgaben für Ausgedientes zu finden, probiere es aus 🙂
  • Kunststoff ist nicht in seine Bestandteile rückführbar und kann somit auch nicht recycelt werden. Auch wenn der Grüne Punkt etwas anderes suggeriert. Immerhin ist hier die Umweltbilanz etwas besser als beim Restmüll.
  • Wusstest Du schon: In manchen Gemeinden gibt es statt der Gelben Tonne eine Wertstofftonne. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung, denn hier kann mehr entsorgt werden.
  • Verpackungen sollten aufgrund einer besseren Umweltbilanz vor der Entsorgung nicht gespült werden. Grobe Reste entfernst Du z.B. einfach mit einem Löffel, den Rest schafft die Aufbereitungsanlage.
  • Alu-Deckel z.B. bei Joghurtbechern solltest Du vor der Entsorgung abmachen. Auch wenn Becher und Deckel in die Gelbe Tonne gehören: Die Sortieranlage kann die getrennten Komponenten besser verarbeiten.
  • Becher sollten nicht gestapelt werden, bevor sie in den Müll wandern, auch wenn Du es mit den besten Absichten tust. Für die Sortieranlage sollte alles getrennt bleiben, denn nur so kann sie die verschiedenen Kunststoffbestandteile erkennen. Becher ist nicht gleich Becher!

Restmüll

Restmüll - das ist damit gemeint
Nicht verwert-, trenn- oder recycelbare Stoffe z.B. verschmutzte Verpackungen oder Kassenzettel
Problemstoffe z.B. Lacke (Wertstoffhof), stark behandeltes Material z.B. Möbelholz (Sperrmüll) sowie Energiesparlampen &LED (Sammelstellen)
  • Hier kommt (fast) alles hinein, was untrennbar aus mehreren Materialien besteht (Materialmix) und bei dem eine Rückführung und Nutzung der Ausgangskomponenten unmöglich bzw. sehr aufwändig ist.
  • Restmüll wird daher ausschließlich verbrannt, die Energiegewinnung hierdurch ist leider etxtrem gering.
  • Mithilfe von Zero Waste sollte bei Dir kaum Restmüll anfallen. Versuche weiter, ihn auf ein Minimum zu reduzieren!

Sondermüll – der ganze Rest

Sondermüll - das ist damit gemeint
Der ganze Rest gehört auf den Wertstoffhof: Problemstoffe z.B. Lacke oder Schutt, Elektromüll, Batterien (Sammelstellen) & Sperrmüll
  • Vermeide Elektromüll, indem du defekte Geräte z.B. in einem Repair Café reparierst.
  • Wirklich Sperrmüll?? Wenn Du es nicht umgestalten und weiterverwenden oder verkaufen kannst, dann überlege doch, ob Du es nicht spenden möchtest. Hiervon haben alle Seiten etwas, inklusive deinem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben 🙂
  • Die Entsorgungskosten und Vorgaben, was z.B. als Sperrmüll gilt, unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Ein Blick ins Internet hilft!
  • Handys, Korken oder CDs bestehen aus wichtigen Ressourcen, gehören daher nicht in den Restmüll und werden meist für einen guten Zweck gesammelt (z.B. vom Nabu)

Weitere Tipps gefällig?

  • Von Utopia gibt es 13 Fakten rund um die Mülltrennung.
  • Alle aufkommende Fragen rund um den Biomüll beantwortet Dir der Nabu. Er gibt auch sehr hilfreiche Tipps, wenn Du Dir statt der Tonne einen eigenen Kompost anlegen möchtest.
  • Gar nicht so leicht: Was gehört denn nun in die Gelbe Tonne? Der Grüne Punkt gibt Auskunft.
  • Die Seite „Wohindamit“ beschäftigt sich mit den Themen Abfall und Umwelt und liefert neben einer Menge Tipps und Infos zur richtigen Entsorgung auch eine Verschenkbörse (pausiert leider zur Zeit aufgrund der neuen DSGVO Ordnung).


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