Mein größter Weihnachtswunsch

Mein größter Hunde-Weihnachtswunsch

09.12.2018, von miaray

Mein Lieblingsmensch,

an einem nicht all zu fernen Tag
kommt der Moment,
an dem ich ein letztes Mal wedeln
und ein letztes Mal meine Augen schließen werde.

Und wir einander für immer verlieren.

Denke das nächste Mal daran,
wenn Du müde und gestresst auf meine Spielaufforderung reagierst,
wenn Du Dir gerne die Zeit für den lästigen Spaziergang sparen würdest
oder ich nur Deine kalte Schulter spüre,
wenn ich mir von Herzen Streicheleinheiten wünsche,
nachdem ich den ganzen Tag
so sehnlich auf Deine Rückkehr gewartet habe.

Denn nach diesem nicht allzu fernen Tag
würdest Du vieles dafür geben,
um mit Deinem heutigen Ich zu tauschen.

Nur um ein letztes Mal
mit mir im Regen zu spazieren,
meine kalte Nase im Gesicht zu spüren
und mir immer wieder meinen Ball zu werfen.

Nur um beieinander zu sein.

Teile ein Stück Deiner kostbaren Zeit mit mir,
denn Du bist meine ganze Welt
und ich nur ein kurzer Augenblick in Deiner.

Dein Hund

Vegetarismus - Was heißt das?

Vegetarismus – was heißt das?

09.12.2018, von miaray

Rund 10 % der deutschen Bevölkerung ernährt sich mittlerweile  vegetarisch. Vegan leben davon immerhin schon 1,3 Million. Tendenz weiter steigend.

Aber was bedeutet das eigentlich?

Gründe auf Fleisch zu verzichten gibt es einige, meinen Artikel zu diesem Thema findest Du hier. Dabei ist Vegetarismus keine Diät oder bloße Ernährungsumstellung, sondern vielmehr eine Lebensweise.

Und von der gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Gar nicht so einfach, da noch durchzublicken!

Meine Tabelle gibt Dir einen Überblick über die häufigsten Formen:

Vegetarismus – ein Überbegriff unter den viele verschiedene Lebens- und Ernährungsweise verstanden werden

Im Gegensatz dazu nennt man Allesesser übrigens Omnivoren :-). Neben einigen Menschen gehören beispielsweise auch Schweine, Bären und Ratten zu dieser Gruppe.

Ganz grob zusammengefasst: Vegetarier verzichten auf Produkte toter Tiere wie Fleisch, Leder und Gelatine. Veganer verzichten darüber hinaus auch auf alle weiteren tierische Produkte wie Wolle, Milch oder Eier.

Grundsätzlich ist natürlich jedem frei überlassen, worauf er verzichtet. Ich vermute jedoch, dass oft nach der Umstellung auf eine fleischlose Ernährung mit der Zeit auch auf andere tierische Produkte verzichtet wird. Sobald man sich einmal mit dem Thema beschäftigt, wird schnell klar: Alle tierischen Produkte haben Schattenseiten. Da helfen auch Biosiegel nichts, auch wenn sie allem Anschein nach gesünder für uns sind.

Doch ganz gleich, wie radikal der Verzicht ist, es gibt für jedes tierische Produkt gute Alternativen. Und damit meine ich nicht die sogenannte „Fleischalternativen“, die leider meist voll ungesunder Bestandteile sind. Sondern vielmehr Tofu, Mandelmus und Co inklusive zig Rezepten und Infos, mit deren Hilfe Dir die Umstellung gut gelingt.

Im Alltag ist es nicht immer leicht zu erkennen, ob sich tierische Bestandteile in den Lebensmitteln verstecken. Oder wusstest Du zum Beispiel, dass in vielen Käsesorten und im Parmesan Kalbslab drin sein kann? Eine durchgehende Kennzeichnungspflicht gibt es leider noch nicht. Da hilft nur ein geschulter Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe.

Und was ist mit mir?

Ich esse schon seit einigen Jahren weder Rind- noch Schweinfleisch. Seit über zwei Jahren verzichte ich auch auf Geflügel. Seit fast zwei Jahren auf Fisch. Diese Schritte fielen mir leicht und ich habe sie nie bereut. Schon schwerer für mich: Seit über einem Jahr reduziere ich meinen Konsum an Milchprodukten und Eiern. In vielen Fällen gelingt mir das sehr gut, in manchen weniger. Doch ich bin mir sicher, das Richtige zu tun, daher lohnt sich die Umstellung und das Dranbleiben. Anders als viele Menschen denken wird der Teller nicht leerer. Ganz im Gegenteil! Viele neue Lebensmittel, Gemüsesorten und Rezepte kenne ich nur, weil ich Alternativen ausprobiere. Was bringt die Festigkeit in den Kuchen? Was macht Schokoladencreme fluffig?

Milchprodukte gehören doch dazu!

Ist es nicht sehr erschreckend, dass die deutsche Küche nur selten ohne Sahne, Käse und Co auskommt? Schließlich ist Kuhmilch doch eigentlich dazu da, um Kälbchen groß und stark zu machen. Und zwar über 1.000 Kilo stark. Ganz objektiv betrachtet ist es Muttermilch einer anderen Spezies – verrückt dass das für die meisten als Lebensmittel gilt. Wie verrückt? Den Gedanken, Muttermilch eines Menschen zu trinken, finden wohl die meisten eher abstoßend. Kulturell erlaubt sind nur Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch. Auch Hunde- oder Schweinemilch hat wohl niemand in seinem Kühlschrank.

Klar ist in jedem Fall: Vegetarismus ist keine simple Modeerscheinung. Viele entdecken diesen Lebensstil für sich. Und merken dabei – es geht! Sie geben damit auch veganen Produkten oder Restaurants eine Daseinsberechtigung. Stück für Stück kann sich so der Markt ändern. Und die (immer noch immense) Zahl der leidenden Tiere reduzieren. Hier gilt wieder: Je mehr mitmachen, desto leichter ist es für den Einzelnen!

Mehr als ein Stück Fleisch – Danke, dass ich leben darf!

Lies hier weiter!

  • Eine Liste der TOP 10 vegetarischer Lebensmittel findest Du bei eatsmarter.
  • Du möchtest Deine Ernährung umstellen? Der Beitrag von smarticular hilft Dir dabei!
DIY Weihnachtsdeko Zero Waste

DIY Weihnachtsdeko Zero Waste

Die schönste Zeit des Jahres steht bevor, die Temperatur sinkt und es wird Zuhause kuschelig. Was ist da stimmungsvoller, als die eigenen vier Wände zu schmücken, um sich mit weihnachtlicher Vorfreude anstecken zu lassen? Aber Weihnachtsdeko und Zero Waste, geht denn das?

Naja, ganz ohne Verschwendung geht es wohl nicht, wenn Du dekorieren willst. Aber ohne Plastik funktioniert es allemal. Ich finde ohnehin den skandinavisch reduzierten Stil sehr schön, daher war die Idee von weißen Weihnachtsanhängern nicht fern.

Also, bist Du bereit für jede Menge Weihnachtsstimmung inklusive gutem Gewissen?

Das brauchst Du:

  • Mehl
  • Salz
  • Wasser
  • evtl. etwas Speiseöl
  • Etwas zum Austechen der Löcher (z.B. einen Edelstahlstrohhalm)
  • Ausstechformen
  • Zeichentusche / schwarzen Filzstift
  • Kordel

Und so einfach geht´s!

  1. Du mischst 2 Tassen Mehl mit 1 Tasse Salz. Gib danach 1 Tasse Wasser dazu und knete alles gut durch. Für die Geschmeidigkeit kannst du noch einen Löffel Speiseöl hinzufügen. Und schon hast du Salzteig 🙂
  2. Rolle den Teig aus und stich nun Deine Anhänger mithilfe der weihnachtlichen Plätzchenformen aus.
  3. Willst Du sie später aufhängen, vergiss nicht das Loch für die Kordel. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Edelstahlstrohhalm perfekt.
  4. Sobald Du mit den Anhängern zufrieden bist, lege sie an einen warmen Ort, damit sie trocknen können. Aufgrund der Energieverschwendung verzichten wir natürlich darauf, sie im Backofen zu trocknen.
  5. Entfernen vorsichtig überstehende Kanten und lose Teigreste mit dem Finger. Dabei musst Du nicht zu genau sein. Mir gefällt, dass sie alle ein wenig unterschiedlich aussehen. Wer will schon perfekt :-)?
  6. Schnapp Dir einen schwarzen Filzer und tobe Dich aus! Ich mag z.B. feine Umrandungen und einfache Formen. Probiere, was Dir am besten gefällt!
  7. Jetzt fehlt nur noch eine Kordel. Ich bevorzuge eine rustikale Bio Juteschnur.

Und schon kann die Weihnachtszeit kommen!


PETITION - Gewässerschutz gefährdet!

PETITION noch bis MÄRZ – Gewässer gefährdet!

23.11.2018, von miaray

Gewässerschutz – Was ist das eigentlich?

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) schützt unsere Gewässer. Sie wurde von den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft bereits 2000 verabschiedet. Ihre Einhaltung und Umsetzung liegt ebenfalls in den Händen der EU. Diese moderne Umweltrichtlinie schützt neben unserer Flüsse, Seen und Küstengewässer auch die dort lebenden Tiere und Pflanzen sowie unser Grundwasser. Ebenso sind Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung der Gewässer Teil der WRRL.

In Umfang und Ziel gilt die europäische Wasserrahmenrichtlinie als äußerst fortschrittlich und maßgebend im weltweiten Vergleich.

Was geschieht nun?

Nun steht eine Überprüfung der WRRL durch die Europäische Kommission an. Der sogenannte Fitness-Check bewertet, ob die Wasserrahmenrichtlinie noch ihren Zweck erfüllt. Die Kommission untersucht dazu fünf Kriterien: Relevanz, Wirksamkeit, Effizient, Kohärenz (in sich logisch?) und EU-Mehrwert.

Umweltverbände befürchten , dass die WRRL gravierend abgeschwächt wird. Und damit unsere Gewässer und mit ihnen Pflanzen und Tiere weiterer Zerstörung ausgesetzt werden. Das wäre ein immenser Rückschritt!!

Was der Nabu konkret fordert und weitere Infos zum Thema findest du hier.

Das muss unbedingt verhindert werden!

Du bist gefragt!

Bis März 2019 sammelt der Nabu gemeinsam mit anderen Umweltverbänden Bürgerstimmen, um sich für den Erhalt der jetzigen WRRL und damit für den Lebensraum Gewässer einzusetzen. Denn aus vielen verschiedenen Untersuchungen wissen wir: Unsere Gewässer gehören nach wie vor zu den schutzbedürftigsten Lebensräumen! Und sie spielen eine unbeschreiblich wichtige Rolle im gesamten Ökosystem.

Nimm auch Du an der Bürgerbefragung teil und setze Dich damit für den nachhaltigen Schutz unserer Gewässer ein!

Weiter geht´s!

  • Du bist auch dafür, dass vegetarische und vegane Lebensmittel direkt zu erkennen sein sollten? Dann unterstütze die Petition mit Deiner Stimme!


EU Petition - Kennzeichnung veganer Lebensmittel

PETITION – Kennzeichnung veganer Lebensmittel?

18.11.2018, von miaray

Vegetarisch oder vegan? Gründe, um auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten, gibt es reichlich. Gar nicht so leicht, passende Lebensmittel zu finden. Ein genauer Blick auf die Inhaltsangabe ist da Pflicht. Und selbst dann ist nicht jeder tierischer Bestandteil zu erkennen. So sind beispielsweise manche Geschmacksverstärker oder Farbstoffe wie Karmin tierischen Ursprungs. Eine konkrete, leicht zu verstehende Kennzeichnung gibt es bisher nicht.

Wäre es da nicht toll, wenn jeder auf Anhieb erkennen könnte, ob Lebensmittel auch wirklich vegetarisch oder sogar vegan sind?

Nun gibt es eine europäische Bürgerinitiative , die eine entsprechende Kennzeichnung (ähnlich der von Bio Produkten) auf den Lebensmitteln fordert. Angedacht sind simple Piktogramme auf den Verpackungen. Am 12.11.2018 wurde nun die Freigabe für eine Petition erteilt. Jetzt sind die Organisatoren gefragt.  Ein Jahr lang kann nun jeder EU-Bürger, der wahlberechtigt ist, seine Unterschrift abgeben. Bis jetzt ist die Petition jedoch noch nicht freigeschaltet (Stand 17.11.)

UPDATE 2019: Nun ist die Petition „scharf“ geschaltet!

Und was bringt das?

Eine Million Bürger aus mindestens sieben Europäischen Ländern müssen nun ihre Stimme für eine solche  Kennzeichnung abgeben. Nur dann ist die EU-Kommission verpflichtet, sich in einem Zeitrahmen von drei Monaten mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Welches Ergebnis dies dann haben würde, bleibt dabei erst einmal offen. Denn ob die Forderung realisiert und die konkreten Vorschläge übernommen werden, ist der EU-Kommision überlassen. Egal wie es ausgeht, sie muss in jedem Fall ihre Entscheidung begründen.

Sollte es im besten Fall jedoch tatsächlich zu einer Kennzeichnungspflicht kommen, wäre das eine riesige Erleichterung für Veganer und Vegetarierer und eine große Hilfe im Alltag. Und auch alle anderen hätten dann zumindest einen deutlichen Hinweis darauf, dass die wenigsten Lebensmittel ohne (meist unappetitliche) Tierbestandteile auskommen. Denn beschäftigt man sich nicht damit, ist einem sicher nicht klar, was in vielen der Alltagsprodukte verarbeitet wird und das meist nur, weil es billig ist. Mit einer Kennzeichnung gäbe es dann einen Anreiz für die Lebensmittelindustrie, über tierleidfreie Alternativen nachzudenken, um das vegan/vegetarisch Label zu ergattern.  

Vegan? Nicht immer so leicht zu erkennen wie in diesem Fall

Weitere Infos?

Was Du zur Wildvogelfütterung im Winter wissen musst

Check-Up Wildvogelfütterung im Winter

11.11.2018, von miaray

Überstehen Wildvögel den Winter besser, wenn sie von uns gefüttert werden? Hier scheiden sich die Geister. Viele kritische Stimme sagen, dass Wildvogelfütterung nicht nur unnötig sei, sondern den Tieren sogar schade. Von Vermeidung natürlicher Auslese und von Vermenschlichung ist die Rede.

Ich persönlich denke, dass es sehrwohl dem Naturschutz dient, wenn wir unseren gefiederten Gartenbewohnern ein bisschen Unterstützung geben. Denn es fällt mir schwer, „natürliche Auslese“ anzuerkennen, wenn um uns herum haufenweise Glyphosat und Schottergärten zu finden sind.

Das Rotkehlchen überwintert bei uns und ist ein häufiger Gast am Futterhäuschen.

Dennoch solltest Du ein paar Dinge beachten, wenn Du Wildvögel fütterst:

  • Stellst Du ein Futterhaus auf, solltest Du auf eine feste Bauweise, große Einflugmöglichkeiten von allen Seiten und wenig Schnickschnack Wert legen.
  • Reinige das Futterhaus regelmäßig mit heißem Wasser! So nah kommen sich die Wildvögel normalerweise nicht. Und leider lassen einige von ihnen auch mal eine Hinterlassenschaft zurück. Parasiten und Krankheiten fühlen sich daher leider sehr wohl.
  • Wenn Du ein Futtersilo wählst, ist das Ansteckungsrisiko etwas geringer. Dafür aber auch die Arten der Vögel, die von Deiner Fütterung profitieren.
  • Sonnenblumenkerne mögen viele unserer Wildvögel. Darüber hinaus gibt es mittlerweile die unterschiedlichsten Varianten zu kaufen. Noch besser: Du stellst das Futter selbst her. Dann weißt Du auch, wo die Bestandteile herkommen. Und verzichtest auf die überflüssigen Plastiknetze, in denen sich die Meisenknödel meist befinden.
  • Gebe nicht zu viel Futter auf einmal, damit es nicht verdirbt oder zu stark verschmutzt. Dafür lieber etwas häufiger.
  • Verzichte in Deinem Garten auf zu viel Ordnung. Lasse Laub und Äste liegen. Sie dienen Insekten als wichtige Überwinterungsmöglichkeiten und sind daher auch für die Nahrungskette unserer Wildvögel wichtig. Mehr zur Rettung der Insekten findest Du in meinem Artikel.
  • Vermeide exotische Pflanzen, entscheide Dich stattdessen für heimische Sträucher (Beispiele findest Du hier). Denn unsere Wildvögel und Insekten haben sich auf viele von ihnen spezialisiert. Viele Pflanzen bieten in Herbst und Winter Beeren, von denen sich einige Vogelarten ernähren. Vogelfütterung mal ganz natürlich 🙂
  • Nicht zu vergessen: Kommt der Frost, finden Wildtiere nur noch selten geeignete Wasserstellen. Hast Du eine frostfeste Tränke, halte sie möglichst eisfrei und wechsle das Wasser darin regelmäßig aus.

Mit ein wenig Hilfe schaffen es die kleinen Gartenbesucher sicher bis zum Frühling. Und darüber hinaus lohnt es sich, seinen Garten möglichst naturnah zu gestalten. Denn hiervon profitieren dann auch direkt andere Wildtiere 🙂

Nutzbare Wasserstellen sind selten, sobald es friert

Noch mehr Infos zum Thema?

  • Deine Futterstelle freut sich über reichlich Besuch? Der LBV hat eine Übersicht der 30 häufigsten Gartenvögel inklusive ihrer Stimmen zusammengestellt. Welchen Wildvogel erkennst Du wieder?
  • Meisenknödel kannst Du mit wenigen Zutaten selber machen. Auf smarticular kannst Du nachlesen, wie. Auch eine vegane Variante findest Du dort 🙂
  • Igel haben es im Winter nicht leicht! Infos darüber, was Du tun kannst, um ihnen zu helfen, findest Du auf der Seite vom Nabu.
Bioernährung senkt Krebsrisiko

NEWS – Bio Ernährung senkt Krebsrisiko

04.11.2018, von miaray

Ist Bio wirklich besser?  Eine neu veröffentlichte Studie will nun einen Zusammenhang zwischen der Ernährung mit Bioprodukten und dem Risiko für verschiedene Krebsarten nachgewiesen haben.

Lange gab es keine eindeutigen Hinweise. Sinkt die Gefahr von Gesundheitsrisiken wie Krebs oder andere Erkrankungen aufgrund der Ernährung mit Bio Lebensmitteln?

Warum gibt es bisher kaum Studien?

Studien sind eine schwierige Sache. Es müssen viele Kriterien erfüllt sein, damit die Ergebnisse wissenschaftlich anerkannt werden.

  • Gesundheit ist ein sehr komplexes Thema. Schwer zu sagen, warum der eine Mensch erkrankt und der andere nicht. Und welchen Anteil daran die Ernährung, die Gene, Umwelteinflüsse, der restliche Lebenswandel oder der Zufall haben. Viele Faktoren wirken hier gleichzeitig. Die Auswirkungen einer Ernährung mit Bioprodukten kann daher nicht als Einzelfaktor gemessen werden.
  • Die Laufzeit einer Studie ist ebenfalls wichtig, denn nur auf lange Sicht lassen sich mögliche Zusammenhänge feststellen. „Bio“ ist aber noch ein sehr junges Thema.
  • Repräsentativ sind die Ergebnisse darüber hinaus nur, wenn die Testgruppe groß genug ist, so dass nicht bloß Zufälle gemessen werden.
  • Aus diesem Grund ist es auch wichtig, dass die Studie mitsamt der Ergebnisse wiederholbar ist.
  • All diese Aspekte machen Studien sehr teuer, so das es sich nur wenige Unternehmen leisten können und öffentliche Gelder häufig für umfangreiche Fragestellungen nicht ausreichen. Und wer hätte schon ein so großes Interesse daran, einen Nachweis dafür zu liefern, dass konventionelle Ernährung ungesund ist?
  • Die Probanden, die sich freiwillig für eine solche Studie melden, weisen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen gewissen, häufig ähnlichen Lebenstil auf. Es ist daher außerordentlich schwierig, einen Durchschnitt der Gesellschaft abzubilden.

Alle Ergebnisse, die es dazu gibt, sind also mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Es lohnt sich daher immer, genauer hinzusehen und sich selbst ein Bild davon zu machen, ob Studien überhaupt Aussagekraft haben.

Auch die neue Studie zur Bioernährung ist nicht frei von diesen Einschränkungen.

Die Studie

Gesund und vital durch Bio?

Die Studie kommt aus Frankreich und wurde im Fachmagazin „Jama Internal Medicine“ veröffentlicht.

Seit 2009 sammelte das Forscherteam Daten und Infos von rund 69.000 Franzosen. Sie befragten sie zu ihrer Ernährung und erforschten, wie häufig welche Bio Lebensmittel konsumiert wurden.

Und das Ergebnis? Je mehr Bioprodukte auf dem Ernährungsplan standen, umso geringer war die Erkrankungswahrscheinlichkeit. Das Risiko war bis zu 25 Prozent geringer. Zwei Krebsformen waren hierbei besonders vermindert –  das postmenopausale Mammakarzinom (häufigster bösartige Tumor bei Frauen) sowie das Non-Hodgkin-Lymphom. Gerade bei diesen beiden Erkrankungen ist die Erkrankungshäufigkeit in den letzten Jahrezehnten stark angestiegen.

Was bedeutet das nun?

Dauer und Anzahl der Befragten sind beeindruckend, die Gruppe der Befragten war hingegen wenig repräsentativ. 

Und dennoch: Die Ergebnisse der Studie sind ein wichtiger Grundstein für weitere Forschungen!

Die Erkenntnis, das die Ernährung mit Bio Produkten das Krebsrisiko nachweislich senkt, steht nun erst einmal als Aussage im Raum. Diese Studie liefert sicherlich auch in anderen Diskussionen rund um unsere Landwirtschaft und Ernährung gute Argumente.

Mehr Infos gefällig?

  • Einen Focus-Artikel zur Studie mit weiteren Infos findest du hier.
EU Entschluss Plastik adé

NEWS – EU-Parlament verbietet Einwegprodukte

24.10.2018, von miaray

Heute hat das EU-Parlament abgestimmt: Die ersten Einwegprodukte aus Plastik werden nun verboten!

Das Problem der Plastikflut hat so immense Ausmaße für Klima und Umwelt angenommen, dass nun auch von politischer Seite aus gehandelt wird. Gerade für die Produkte, die nur ein Mal benutzt, dafür in rauen Mängen verbraucht werden und für die es bereits Alternativen gibt, soll nun 2021 endlich Schluss sein.

Rotes Licht - Verbot von Plastikeinwegprodukten
Rotes Licht für Plastikeinwegprodukte

Welche Produkte sollen aussterben?

Plastikgeschirr und -teller:

Neben dem privaten Familienpicknick vor allem aufgrund von Großveranstaltungen ein Problem, denn hier sind wiederverwendbare Alternativen aufgrund der Wiederaufbereitung nicht immer eine umsetzbare Option. Ausweichen können die Veranstalter aber beispielsweise auf Einmalgeschirr aus Holz.

Plastikwattestäbchen:

Auch ein riesen Problem für unsere Wasseraufbereitungsanlagen! Viele entsorgen sie tatsächlich nach wie vor durch die Toilette. Aufgrund des geringen Gewichts schwimmen die Stäbchen an der Oberfläche und wegen ihrer Größe rutschen sie durch alle weiteren Filteranlagen durch. Am Ende landen sie dann in unseren Flüssen und Seen. Ausweichen kann man z.B. auf abbaubare Varianten aus Bambus.

Trinkhalme:

Hier kommt sicher eine immense Menge zusammen, bedenkt man, dass kein Eistee oder Cocktail ohne Trinkhalm serviert wird. Auch im privaten Gebrauch ist ihr klimaschädliches Image noch nicht spürbar angekommen. Genaue Zahlen zum Verbrauch dieser Einwegprodukte gibt es zwar nicht. Es gibt aber Schätzungen der Umweltschutzorganisation Seas at Risk, nach denen jedes Jahr ca. 36,4 Milliarden Einwegstrohhalme entsorgt werden. Das wären für jeden der 512 Millionen EU-Bürger 71 Stück pro Jahr. Und viel zu viele davon finden wir dann an unseren Stränden und Meeren wieder. Die Abschaffung wurde daher von vielen Seiten schon lange gefordert. Und seien wir mal ehrlich: Neben besseren Alternativen aus Papier oder (noch nachhaltiger da wiederverwendbar) Edelstahl lassen sich doch die meisten Getränke sehr wohl ganz ohne Trinkhalm genießen.

Rührstäbe für Heißgetränke aus Plastik:

Es gibt sie gemeinsam mit den Einwegbechern zu jedem Kaffee to go am Kiosk, Rastplatz oder in der Bäckerei dazu. Die Deutsche Umwelthilfte schätzt, dass in Deutschland stündlich ca. 320.000 Becher aus unterschiedlichsten Zusammensetzungen (Polystyrol, Kunststoffbeschichtungen, usw.) inklusive Plastikdeckel über die Ladentheke gehen. Und mit ihnen eben auch die kleinen Plastikrührer, ein weiteres Beispiel für überflüssige Einwegprodukte aus Plastik. Zur Herstellung dieser Wegwerfartikel wird neben Rohöl auch jede Menge Kunststoff benötigt. Denn Einwegbecher bestehen nicht nur aus Pappe, was die Aufbereitung nach der Entsorgung wesentlich erschwert. Die Mischung aus Plastik und hohe Temperaturen ist ohnehin bedenklich. Bessere Alternativen? Es gibt wunderschöne Edelstahlbecher, die in jeder Tasche Platz finden! Und seinen Kaffee kann man auch genießen, wenn man ihn nicht mit einem Stück Plastik sondern mit einem mitgebrachten Edelstahllöffel umgerührt hat. Wenn man gar nicht auf einen Löffelersatz verzichten will, tut es ganz sicher auch ein Stab aus Holz.

Dünne Plastiktüten:

Die typischen Tüten, die es an der Obst- und Gemüsetheke gibt. Und damit der Klassiker der Einwegprodukte aus Plastik. Einfach einen offenen Korb mit zum Einkauf nehmen und schon sind die Tüten überflüssig.

Luftballonhalterungen:

Sie sind für Wildtierfreunde, besonders aus Sicht der Vogelschützer, ohnehin ein Graus: Luftballons, in großen Mengen im Freien steigen gelassen, sind für viele dramatische und qualvolle Tode von Wildtieren verantwortlich. Die Tiere verfangen sich in Schnüren oder im Plastik und können sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Oder fressen gar den unverdaulichen Ballon und verschließen sich damit Speiseröhre oder Magen. Umso überflüssiger sind dann erst recht die Plastikhalterungen. Am sinnvollsten ist ein Verzicht auf beides.

Eine Todesfalle für Wildtiere: Heliumballons

Darüber hinaus sollen auch weitere Maßnahmen erfolgen. Noch nicht ersetzbare Einwegprodukte aus Plastik sollen reduziert, Plastikflaschen in allen EU-Ländern recycelt und Zigarettenfilter weitestgehend abgeschafft werden.

Und was bedeutet das nun?

Der EU-Beschluss ist sicherlich ein wichtiger Schritt in eine gute Richtung. Auch wenn es nur der erste Schritt sein kann. Aufgrund der Ausmaße des Verbrauchs ist wohl jedem klar, dass die handvoll Einwegprodukte, die (auch erst in zwei Jahren) verschwinden sollen, keine Kehrtwende in der Plastikproblematik bedeuten. Dafür ist das Thema viel zu vielschichtig und der Verbrauch an Plastik viel zu gewaltig.

Vielmehr ist es als Symbolentscheidung zu verstehen. Jeder Gutmensch sollte nun die vorsichtige Hoffnung haben, dass noch viele weitere solcher Entscheidungen getroffen werden, damit sich alle Beteiligten – Landesregierungen, Konsumenten wie auch die Unternehmen – in eine plastikfreiere Zukunft bewegen.

Und weiter geht´s! Hier gibt es weitere Infos zum Thema für Dich

  • Einen Überblick zu weiteren Details der neuen EU-Bestimmung zu Einwegprodukten findest Du bei Utopia.
  • Mehr Infos zur Trinkhalmdebatte? Auf der Homepage der Zeit findest Du einen passenden Artikel inklusive den Verweis auf ein äußerst schockierendes Video, dass die schrecklichen Auswirkungen des Mülls auf unsere Ozeane und Meerestiere zeigt.
  • Du kriegst nicht genug von Fakten über die so beliebten Kaffee to go Becher? Du möchtest in der nächsten Diskussion darüber, ob Pappbecher denn wirklich so schädlich sein können, mit starken Argumenten glänzen? Bitteschön: Die Deutsche Umwelthilfte hat Dir alle wichtigen Fakten zusammengestellt!
  • Der BUND hat einen kurzen Artikel zu Kaffee to go Alternativen verfasst.
  • Viel Aufklärung zur Ballonproblematik, Fotos der Folgen sowie gute Alternativen findest du auf der englisch sprachigen Seite von balloonsblow.
  • Du suchst weitere Alternativen zu Plastikprodukten? Dann stöbere in meinem Artikel über Zero Waste Anschaffungen, die sich für Dich lohnen könnten.
Müllentsorgung - so geht´s!

Müllentsorgung – so geht´s!

16.10.2018, von miaray

Dank Zero Waste  und Deines Zero Waste Plans hast Du Deinen Müll beträchtlich reduziert, herzlichen Glückwunsch! Denn Gründe und Alternativen gibt es satt und genug! Dennoch kann es natürlich vorkommen, dass es nicht ganz ohne geht und wir trotzdem etwas entsorgen müssen. Der Umwelt zuliebe sollte es dann aber auch die richtige Tonne sein!

In Deutschland gibt es Mülltrennung schon lange. Umso erstaunlicher, wie wenig viele darüber wissen. Und mal ehrlich: Wer kann schon genau unterscheiden, wann etwas in die Gelbe Tonne oder doch lieber in den Restmüll gehört? Und welche Lebensmittel kommen eigentlich in die Biotonne? Na eben!

Ich habe Dir mal die wichtigsten Infos herausgefischt und zusammengefasst.  Klicke dafür auch auf die runden Bilder.

Viel Spaß beim richtigen Müllentsorgen 🙂

Altglas

Altglas - das ist damit gemeint
Glasflaschen & Einweggläser -> Entsorgung nach den Farben weiß, braun & grün
Trinkgläser, Fensterglas, Blei- & Kristallglas, Spiegelglas, Vasen, Porzellan, Keramik & Glühbirnen
  • Wird nach Farbe in Sammelbehältern entsorgt: Weiß, braun und grün
  • Blaues oder gelbes Glas, was nun? Entsorge es wie Grünglas!
  • Bitte vorher ausleeren aber nicht spülen. Tipp: Ich gebe z.B. bei passierten Tomaten im Glas zum Schluss ein bisschen Wasser hinein und schüttele alles gut durch. Die Flasche ist danach fast sauber und ich kann auch noch den letzten Rest aus dem Glas in die Nudelsoße geben 🙂
  • Achte auf regionale Flaschen, sie haben trotz des höheren Gewichts von Glas eine bessere Klimabilanz als PET
  • Verschlüsse (Alu/Plastik) gehören in die gelbe Tonne / Wertstofftonne
  • Altglas kann fast zu 100 % recycelt werden & ist bis zu 50-mal wiederverwendbar und das ohne großen Qualitätsverlust

Altpapier

Altpapier - das ist damit gemeint
Papier, Pappe & Karton
Thermopapier z.B. Kassenzettel oder Backpapier (Restmüll), Tetrapaks (Gelbe Tonne), stark verschmutztes Papier z.B. Pizzakartons oder Papiertaschentücher (Restmüll) & Briefumschläge mit Fenster
  • Bevorzuge Produkte mit dem Blauen Engel. Das Siegel garantiert die Verwendung von Altpapier & einen reduzierten Einsatz von Chemikalien.
  • Versuche, die Menge an anfallendem Altpapier zu begrenzen und bestelle unnütze Zusendung z.B. Werbeprospekte ab.
  • Wusstest Du, dass Du unreife Tomaten in Zeitungspapier einschlagen und lichtgeschützt lagern kannst und sie dann nach einer Weile noch rot werden? Mit einer Schleife und ein wenig Schmuck macht sich Papier auch gut als Geschenkpapier (wobei wir Gutmenschen natürlich wiederverwendtbare Alternativen bevorzugen 🙂 ). Alte Prospekte oder Flyer benutze ich auch als Lesezeichen. Sicher fallen Dir noch mehr Möglichkeiten ein, wie Du Dein Altpapier eine Weile weiterbenutzen kannst!

Biomüll

Bioabfall - das ist damit gemeint
Küchen- & Grünabfälle
(Gekochte) Essensreste in zu großer Menge, behandeltes Holz, Asche, Müllbeutel & sogenanntes Bioplastik
  • Sammle Deine Bioabfälle ohne Plastiktüte, denn sie muss ansonsten später mühsam aus den anderen Abfällen heraussortiert werden oder verunreinigt gar den anderen Biomüll mit Plastikpartikeln. Benutze z.B. stattdessen Tüten aus gefalteten Zeitungspapier.
  • Guter Biomüll ist eigentlich viel zu schaden für die Tonne! Hast Du einen Garten, solltest Du Dir stattdessen einen eigenen Kompost anlegen. Das geht auch schon auf kleiner Fläche (z.B. mit einem Bokashi). 
  • Wurde das Gemüse oder Obst konventionell angebaut? Dann gelangen auch all die chemischen Giftstoffe zusammen mit den Abfällen in unseren Biokreislauf. Kaufe Obst und Gemüse also lieber in Bioqualität und sichere Dir so umweltfreundliche Anbaumethoden. Für die Entsorgung auf dem heimischen Kompost gilt das natürlich umsomehr, wer möchten schon die ganzen Gifte in seinem Garten haben?

Gelber Sack

Gelbe Tonne - das ist damit gemeint
Leichtverpackungen aus Metall, Verbundmaterial sowie Kunststoff wie zum Beispiel Tetrapacks & Konservendosen
Plastikeimer, verschmutzte Plastikverpackungen (Restmüll), Alufolie (Restmüll), Recyclingflaschen (Sammelstellen)
  • Plastik  und somit auch den Verpackungsmüll solltest Du weitgehend vermeiden. Je weniger, desto besser! Gute Alternativen gibt es reichlich. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Einkauf in einem Unverpacktladen?
  • Alte Kunststoffverpackungen lassen sich durchaus noch eine Weile weiter benutzen. Befülle z.B. den alten Badreiniger oder Seifenspender mit eigenen Biokreationen oder bewahre Dein Saatgut in einer Eisdose mit Deckel auf. Es macht Spaß, neue Aufgaben für Ausgedientes zu finden, probiere es aus 🙂
  • Kunststoff ist nicht in seine Bestandteile rückführbar und kann somit auch nicht recycelt werden. Auch wenn der Grüne Punkt etwas anderes suggeriert. Immerhin ist hier die Umweltbilanz etwas besser als beim Restmüll.
  • Wusstest Du schon: In manchen Gemeinden gibt es statt der Gelben Tonne eine Wertstofftonne. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung, denn hier kann mehr entsorgt werden.
  • Verpackungen sollten aufgrund einer besseren Umweltbilanz vor der Entsorgung nicht gespült werden. Grobe Reste entfernst Du z.B. einfach mit einem Löffel, den Rest schafft die Aufbereitungsanlage.
  • Alu-Deckel z.B. bei Joghurtbechern solltest Du vor der Entsorgung abmachen. Auch wenn Becher und Deckel in die Gelbe Tonne gehören: Die Sortieranlage kann die getrennten Komponenten besser verarbeiten.
  • Becher sollten nicht gestapelt werden, bevor sie in den Müll wandern, auch wenn Du es mit den besten Absichten tust. Für die Sortieranlage sollte alles getrennt bleiben, denn nur so kann sie die verschiedenen Kunststoffbestandteile erkennen. Becher ist nicht gleich Becher!

Restmüll

Restmüll - das ist damit gemeint
Nicht verwert-, trenn- oder recycelbare Stoffe z.B. verschmutzte Verpackungen oder Kassenzettel
Problemstoffe z.B. Lacke (Wertstoffhof), stark behandeltes Material z.B. Möbelholz (Sperrmüll) sowie Energiesparlampen &LED (Sammelstellen)
  • Hier kommt (fast) alles hinein, was untrennbar aus mehreren Materialien besteht (Materialmix) und bei dem eine Rückführung und Nutzung der Ausgangskomponenten unmöglich bzw. sehr aufwändig ist.
  • Restmüll wird daher ausschließlich verbrannt, die Energiegewinnung hierdurch ist leider etxtrem gering.
  • Mithilfe von Zero Waste sollte bei Dir kaum Restmüll anfallen. Versuche weiter, ihn auf ein Minimum zu reduzieren!

Sondermüll – der ganze Rest

Sondermüll - das ist damit gemeint
Der ganze Rest gehört auf den Wertstoffhof: Problemstoffe z.B. Lacke oder Schutt, Elektromüll, Batterien (Sammelstellen) & Sperrmüll
  • Vermeide Elektromüll, indem du defekte Geräte z.B. in einem Repair Café reparierst.
  • Wirklich Sperrmüll?? Wenn Du es nicht umgestalten und weiterverwenden oder verkaufen kannst, dann überlege doch, ob Du es nicht spenden möchtest. Hiervon haben alle Seiten etwas, inklusive deinem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben 🙂
  • Die Entsorgungskosten und Vorgaben, was z.B. als Sperrmüll gilt, unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Ein Blick ins Internet hilft!
  • Handys, Korken oder CDs bestehen aus wichtigen Ressourcen, gehören daher nicht in den Restmüll und werden meist für einen guten Zweck gesammelt (z.B. vom Nabu)

Weitere Tipps gefällig?

  • Von Utopia gibt es 13 Fakten rund um die Mülltrennung.
  • Alle aufkommende Fragen rund um den Biomüll beantwortet Dir der Nabu. Er gibt auch sehr hilfreiche Tipps, wenn Du Dir statt der Tonne einen eigenen Kompost anlegen möchtest.
  • Gar nicht so leicht: Was gehört denn nun in die Gelbe Tonne? Der Grüne Punkt gibt Auskunft.
  • Die Seite „Wohindamit“ beschäftigt sich mit den Themen Abfall und Umwelt und liefert neben einer Menge Tipps und Infos zur richtigen Entsorgung auch eine Verschenkbörse (pausiert leider zur Zeit aufgrund der neuen DSGVO Ordnung).


10 Ideen für Deinen Zero Waste Lifestyle

11 Ideen für Deinen Zero Waste Lifestyle

06.10.2018, von miaray

Bereit für Ideen für Deinen Zero Waste Lifestyle?

  1. Besorge Dir mindestens einen Jutebeutel und packe ihn in Deine Handtasche oder Deinen Rucksack. So hast du ihn immer bei Dir und bist auch für spontane Einkäufe gewappnet. In unserem eigenen kleinen Onlineshop verSAUeutelt.de gibt es welche mit selbstgestaltetem Druck und aus 100% Biobaumwolle. Schau gerne bei uns vorbei :-)Welche Anschaffungen darüber hinaus noch sinnvoll sind, kannst du hier nachlesen.
  2. Verzichte bei Deinen Einkäufen auf Produkte mit Plastik- oder PET Verpackungen. Halte nach Produkten in Gläsern und Lebensmittel ohne Verpackung Ausschau. Für den Rest frage Dich: Brauche ich das wirklich? Schadet es mir oder tut es mir gut? Falls Du daran festhalten möchtest: Finde Alternativen (selber machen, andere Marke, etc.).
  3. Finde heraus, wo der nächste Biomarkt in Deiner Nähe ist und kaufe dort beim nächsten Mal ein. Informiere Dich vorher in meinem Artikel darüber, was Du über „Bio“ wissen solltest. Bevorzuge die Märkte, die auf möglichst viel Verpackung verzichten und auf Dich einen nachhaltigen Eindruck machen. Bio ist nicht gleich Bio! Auch was die Kundenorientierung angeht, gibt es große Unterschiede. Ein gutes Indiz für einen unterstützenswerten Laden: Ein freundlicher und gelöster Umgang der Mitarbeiter untereinander!
  4. Gibt es in Deiner Nähe einen Unverpackt Laden? Wie ein Einkauf  dort abläuft, erfährst Du hier. Schnapp Dir ein paar Deiner leeren Einmachgläser und Beutel und probiere es aus!
  5. Verbanne Einwegtaschentücher, Kunststoffschwämme und Küchenrolle endgültig aus Deinem Haushalt. Ersetze sie durch Stofftaschentücher und -lappen sowie recycelbare Küchenschwämme. Aufgrund der Häufigkeit ihres Einsatzes sparst du damit Berge an Abfall ein.
  6. Suche Dir ein Rezept aus dem Internet heraus und stelle eigenen Haushaltsreiniger oder eigenes Spüli her. Weg mit den Chemiekeulen und falschen Werbeversprechungen!
  7. Miste Deinen Kleiderschrank, Dein Wohnzimmer oder Deine Büchersammlung aus. Verkaufe oder spende das, was Du nicht mehr benötigst. Einen passenden Artikel von mir dazu findest Du hier.
  8. Miste Dein Badezimmer aus. Räume die Schränke aus und lege alles auf einen Haufen. Wie viel von den Tuben, Cremes und Ölen brauchst du wirklich? Trenne Dich von alten Parfümproben und verstaubtem Badezusatz. Ersetze Plastikprodukte nach und nach durch nachhaltigere Varianten (Shampoobars, Bambuszahnbürsten, Zahnpastatabletten, usw., ein Artikel dazu wird bald folgen). Und entscheide Dich für eine hochwertige Creme in Bioqualität und mit möglichst wenig Inhaltsstoffen, anstatt für zig parfümierte Chemiepasten für jede Körperzone und Tageszeit. Damit stellst Du sicher, dass Deine Haut das bekommt, was sie benötigt und vor dem ganzen, ungesunden Rest verschont bleibt. Wusstest Du zum Beispiel, dass sich Männerhaut nicht von Frauenhaut unterschiedet?
  9. Fange an, Deinen Bio Müll zu kompostieren. (Ein Artikel dazu, was in welchen Mülleimer gehört, findest Du hier.) Falls Du keinen eigenen Garten hast, frage jemanden, der einen hat, viele freuen sich über gutes Kompostfutter. Oder informiere Dich über Wurmkisten und Bokashis.
  10. Überlege Dir Möglichkeiten, wie Du Geschenke ohne übliches Geschenkpapier verpacken und verschenken kannst. Bastle aus alten Kalenderbildern Geschenktaschen oder informiere Dich über Geschenkverpackungen aus Stoff. Es ist doch eigentlich verrückt, dass wir Massen an Papier herstellen und aufwändig bedrucken, nur um es direkt wieder in die Tonne zu schmeißen … Gib auch Deiner Familien und Deinen Freunden Bescheid, dass Du Dich z.B. über wiederverwendtbare Geschenktaschen freust. Gerade zu Weihnachten sammelst du aufgrund der Menge an gespartem Müll viele Zero Waste Bonuspunkte :-)!
  11. Beklebe Deinen Briefkasten mit einem „Werbung nein Danke!“ Hinweis und gib den Geschäften Rückmeldung, von denen du danach trotzdem Werbung erhälst. Meist sind sie dankbar für einen Hinweis und geben der Firma Feedback, die für sie die Werbung verteilt.                                                                                                    Namentlich an Dich adressierte Werbung wird natürlich weiterhin eingeworfen. Nimm Dir daher vor, jede Werbezusendung per Mail abzubestellen. Es kostet Dich nur wenige Minuten (verwende einfach immer den gleichen Text). Und es wird Dir nichts entgehen! Unfassbar, wie viele Zusendungen da eigentlich zusammenkommen. Wenn es Dich interessiert: Sammle z.B. einfach mal für zwei Wochen alle Schreiben, die bei Dir reinflattern. Es wird Dich sehr freuen, wenn nur noch relevante Schreiben in deinen Briefkasten landen! Das gilt auch für Dein E-Mail Postfach. Hier reicht ein Blick ans Ende der Mail und ein Klick auf „abbestellen“!

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11 Ideen für Deinen Zero Waste Lifestyle
Viel Spaß beim ausprobieren 🙂