Hilf den Kleinsten unter uns!

Sechs Schritte zur Rettung der Insekten

  • Unordnung! Insekten lieben Rückzugsmöglichkeiten, an denen nicht ständig geharkt, gemäht, gestutzt und gebuddelt wird. Sie freuen sich über Laub, verblühte Stängel und Totholz, dass einfach liegen bleiben darf. Denn für viele bildet es eine wichtige Rückzugsmöglichkeit und Überwinterungsgrundlage.
  • Selbstredend: Der Verzicht auf alle Gifte und chemische Mittel!
  • Prost! Wasserquellen sollten ebenfalls in Deinem Angebot sein, gerne mehr als eine. Gerade in Sommern, in denen der nächste Regen schon seit Wochen auf sich warten lässt, kannst Du damit Leben retten. Singvögel und Insekten freuen sich besonders, wenn Du das Wasser regelmäßig austauschst, fleißig auffüllst und darauf achtest, dass auch die Kleinsten Wasser bekommen. Und die Tränke danach auch sicher wieder verlassen können. Hier hilft beispielsweise ein stabiler Ast, der als Leiter zum Rand führt, oder noch besser größere Steine, die  insektenfreundliche Inseln bilden. Es gibt auch passende Tränkenangebote im Handel, achte nur auf eine möglichst pflegeleichte Oberfläche (Kunststoff fällt natürlich raus!) und einen flachen Rand.
Wasser ist für alle lebenswichitg - auch für die ganz Kleinen
Wasser ist für alle lebenswichitg – auch für die ganz Kleinen
  • Du hast einen Garten oder Balkon? Super! Egal, wie groß, Du kannst eine kleine Insektenoase erschaffen. Ein gutes Büfett sollte dazu gehören, eine sogenannte Bienenweide. Also Pflanzen, die besonders viele Insekten ansprechen, am besten so miteinander kombiniert, dass es von Frühjahr bis Spätherbst eine möglichst lückenlose Versorgung gibt und immer etwas in Blüte steht. Hier gibt es tolle Samenmischungen, die sich auch in einem Balkonkasten oder einer Ampel toll machen!
  • Insektenhotels können gerade für Wildbienenarten tolle Dienste leisten! Leider taugen die meisten Hotels überhaupt nichts und die Zimmerchen bleiben leer. Achte also darauf, dass es ein möglichst simples Hotel ist, die Eingänge frei von Spänen sind (sonst reißen sich die Bienen die Flügel kaputt!!) und im besten Fall unterschiedlich große Bohrlöcher haben. Einsätze mit Tannenzapfen oder rote Florfliegenbereiche sind völliger Quatsch und nur Geldverschwendung. Je simpler der Aufbau, umso besser. Ein Stück Holz mit sauber gebohrten Löchern reicht schon völlig aus! Schaue im Internet nach, hier findest du Anleitungen zum Beispiel vom Nabu, die wirkliche Insektenkenner geschrieben haben.
Mindestens ein Mal pro Jahr müssen die Einfluglöcher Deines Insektenhotels kontrolliert, gesäubert und geglättet werden
  • Kampf der Lichtverschmutzung! Und was ist das genau? Damit ist gemeint, dass der Nachthimmel durch künstliche Lichtquelle aufgehellt wird. Klingt ja erst einmal nicht schlimm. Aber für die Insekten ist das Wechselspiel aus Licht und Dunkelheit entscheidend für ihren Tagesrythmus. Das Gleiche gilt natürlich auch für uns. Wichtig ist: So wenig künstliche Lichtquellen am Haus und im Garten wie möglich. Gerade die Nachtschwärmer werden es Dir danken!
Genauso schön, wie er Dank der Lichtverschmutzung nur noch selten zu erleben ist - ein Sternenhimmel
Genauso schön, wie er Dank der Lichtverschmutzung nur noch selten zu erleben ist – ein Sternenhimmel

So, nun bist Du an der Reihe!

Mache den Kleinsten in Garten und auf dem Balkon eine große Freude und sichere damit ihre Zukunft. Jeder Schritt zählt 🙂

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