Zero Waste Checkliste- Anschaffungen, die sich lohnen

27.07.2018, von miaray

Was gehört zu einer guten Grundausstattung, wenn Du Zero Waste unterwegs sein willst? Worin lohnt es sich für Dich zu investieren? Und welche Alternativen zur herkömmlichen Sachen gibt es eigentlich?

Zunächst halte ich es auch für Verschwendung, alles vom einen auf den anderen Tag wegzuwerfen und durch Alternativen zu ersetzen! Das wäre nicht im Sinne von Zero Waste! Hier muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Du kannst die Dinge, die nicht mehr zu Deinem Lebenstil passen, auch an Freunde oder Familie abgeben oder spenden. Oder du wartest, bis die „bösen“ Sachen nach und nach ersetzt werden müssen und dann kommt der große Moment: Endlich wird es nachhaltig! Wonach Du dann Ausschau halten solltest, findest Du im Folgenden aufgelistet (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Achso … und natürlich eignen sich alle Zero Waste Anschaffungstipps auch als tolle Geschenke für liebe Menschen, die sich genauso für ihre Umwelt interessieren wie Du 🙂

Edelstahldosen

Sehr schick, halten ewig (dadurch fällt der höhere Anschaffungspreis auch nicht so ins Gewicht) und Lebensmittel, die Du darin lagerst, verändern weder Geruch noch Geschmack. Besser als jede Kunststoffdose! Und damit eine gute Grundlage für Deinen Zero Waste Lebenstil. Übrigens: Das passende Pendant für Getränke sind Edelstahl Trinkflaschen. Sie halten alles wesentlich länger kühl bzw. warm und auch nach einem halben Tag im Rucksack schmeckt das Wasser noch wie frisch gezapft!

Schick, praktisch, langlebig und geruchsneutral: Edelstahldosen
Schick, praktisch, langlebig und geruchsneutral: Edelstahldosen

Einmachgläser

Hast Du das Glück, einen Unverpacktladen in deiner Nähe zu haben? Oder kochst du eigenes Obst ein? Dann solltest du über die Anschaffung von Einmachgläsern nachdenken. Für jeden Anlass gibt es eine andere Größe und auf dem Tisch aufgereiht sehen sie außerdem noch ziemlich gut aus.

Jute- und Stoffbeute

Beutel - so viel Auswahl

Beutel – so viel Auswahl

Tolle Sache und auch gar nicht mehr so „öko“ wie noch vor ein paar Jahren. Ob mit Griffen, Trägern, Kordel oder Zugband – für jeden Bedarf gibt es etwas Passendes inklusive nettem Aufdruck. Ich verwende Jutebeutel für Einkäufe (Kleidung wie Lebensmittel) und habe in jeder Tasche oder Rucksack mindestens einen dabei. Kann nie schaden und sie wiegen ja so gut wie nichts. Stoffbeutel habe ich mir von einer begabten Näherin aus alten Stoffresten machen lassen. Mit Zugband packe ich dort Brötchen oder Brot rein. Leider halten die Stoffbeutel nicht frisch, aber Zuhause kommen die Lebensmittel dann in eine Tüte, die ich immer wieder benutze. Somit spare ich bei jedem Bäckerbesuch Abfall und ernte gleichzeitig viel Bewunderung für die schicken Beutel :-). Übrigens: Mit einem Stoffstift kannst du dir im Handumdrehen einen ganz individuellen Beutel machen. Einfach Motiv heraussuchen und abpausen oder ganz frei von der Leber weg malen. Auch für Kinder eine tolle Sache!

Einkaufskorb

Im Korb findet alles seinen Platz

Im Korb findet alles seinen Platz

Offen und praktisch ist er bei jedem Einkauf mit von der Partie. Für viele sicher nichts Neues. Ich verwende ihn aber auch, wenn ich auf Gartenmärkte gehe, denn dort hole ich mir meist beim Biogärtner meines Vertrauens Pflänzchen, die ansonsten in dünne Mülltüten überreicht werden. Unnütz, wenn sie doch stattdessen stabil und sicher im Korb stehen können. Zum Schutz vor Erde und Wasser einfach ein altes Handtuch auf den Korbboden legen. Dann können beim nächsten Mal auch wieder die Lebensmittel darin Platz finden.

Teesieb

Tee gefällig? So sieht leckerer Tee aus, ganz ohne Beutel

Tee gefällig? So sieht leckerer Tee aus, ganz ohne Beutel

Ich gebe es zu: Ich bin eine leidenschaftliche Teetrinkerin 🙂 Ja, das klingt langweilig, aber ich freue mich zu Beginn des Arbeitstages einfach  über einen guten Tee, wie andere über ihren Morgenkaffee. Und am besten schmeckt er mir ohne künstliche Zusatzstoffe und Aromen! Damit fallen Teebeutel schon einmal raus. Da lohnt es sich, in eine gute Kanne inklusive Teesieb zu investieren! Benutzen, Tee genießen, auswaschen, fertig. Und den benutzten Tee aus dem Sieb kann man gut als Dünger für den Garten verwenden.

Rasierer

Jahrelang habe ich mich mit Plastikrasierern inklusive der überteuerten Ersatzklingen abgemüht, deren Hersellung aufgrund des minderwertigen Materials nicht mehr als ein paar Cent kosten. Dabei gibt es eine tolle und sogar kostengünstige Alternative im Sinne des Zero Waste: Rasierhobel aus Edelstahl! Sie sind in der Anschaffung vielleicht etwas teurer als die Kunststoffrasierer (zumindest im Vergleich zu denen, die ohne Strom funktionieren), dafür gibt es die Klingen aber in großen Packungen zu winzigen Preisen. Und sie halten ewig. Achja und schick sind sie auch noch :-)! Der Kopf lässt sich aufschrauben, die neue Klinge wird drauf gelegt, dann wird der Kopf wieder zugeschraubt – fertig. Zu Beginn war ich skeptisch, gerade der umfangreiche Warnhinweiszettel hat mich leicht nervös gemacht. Kann ich mich damit normal rasieren oder endet das in einem Blutbad?? Aber ich kann Dich beruhigen: Es ist kein Hexenwerk und der Umgang damit ist nicht schwieriger als mit einem Rasierer aus Kunststoff. Ich möchte ihn nun nicht mehr missen und empfehle jedem, einen Versuch zu wagen! Adé Plastikmüll, willkommen Rasierhobel!

Bokashi

Der aus Japan stammende Eimer ist eine super Möglichkeit, um Deinen Biomüll zu kompostieren und erfüllt damit einen wichtigen Grundsatz von Zero Waste. Du kannst ihn in verschiedenen Ausführungen kaufen (leider bisher nur in Kunststoff) oder du bastelst Dir einfach einen. Anleitungen dazu findest du im Netz.

Biomüll - viel zu schade für die Tonne

Biomüll – viel zu schade für die Tonne

Was macht man damit? Deckel auf, Bioabfall rein, Ferment dazu, Deckel drauf. So lange, bis er gut gefüllt ist. Dann zwei Wochen ruhen lassen und ab auf den Kompost. Der Eimer hat unten einen Hahn, so das Du dort während du ihn befüllst regelmäßig Flüssigkeit ablassen kannst und solltest. Die eignet sich in verdünnter Form sehr gut als Flüssigdünger im Gießwasser oder Rohrreiniger. Allerdings ist der Geruch gewöhnungsbedürftig, daher solltest Du sie nur draußen verwenden. Im Kompost dann wird der Bioabfall Dank des Ferments und dem Luftabschluss im Bokashi wesentlich schneller zersetzt. Wenn Du keinen eigenen Kompost hast, kannst du ihn auch an bekannte Gärtner überreichen. Eine gute Sache, gerade auch für diejenigen, die über keinen oder einen nur sehr kleinen Garten verfügen und ihren Bioabfall dennoch nicht in die braune Tonne werfen möchten.

Weitere lohnenswerte Anschaffungen werden folgen, schau mal wieder vorbei 🙂

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