Zero Waste – Auch im Büro?

21.01.2018, von miaray

Viele der Erfahrungsberichte zu Zero Waste, auf die ich während meiner Suche im Internet gestoßen bin, handeln von Menschen, die versuchen, völlig plastik- bzw müllfrei zu leben. Dabei halten sie sich an die sechs Zero Waste Grundregeln. Ich zähle leider noch nicht ganz zu ihnen, da ich immer noch Müll verursache – aber eine ganze Menge weniger als noch vor ein paar Monaten! Falls Du Deinen Umstieg auf einen Zero Waste Lebensstil vorbereiten möchtest, findest Du Tipps in meinem Artikel zu Deinem persönlichen Zero Waste Plan.

Dabei hat mich die Frage begleitet:

Wie klein kann mein Müllberg werden, wenn ich die Verursacher durch müllfreie Alternativen ersetze?

Auf einen Bereich war ich besonders gespannt: Das Büro. Während ich also bereits beim Einkaufen, im Bad oder bei meiner Kleidung darauf achtete (Zero Waste Ideen gefällig?), wie ich möglichst vieles lange nutze und nichts verschwende, ging ich mit der Zero-Waste-Brille auch mal durch den Büroalltag. Und dabei wurde mir schnell klar:
In diesem Bereich wird eine Menge Abfall produziert! Es lohnt sich also, etwas näher hinzusehen.

Hier eine Auflistung der Zero Waste Ideen fürs Büro:

  • Papier – viel zu häufig und viel zu schade für die Tonne

    Eine der größten Verschwendungen ist trotz der so breit getretenen „Digitalisierung“ wahrscheinlich nach wie vor das Drucken. Der Rohstoff für Papier wächst zwar nach, dennoch verbrauchen und vor allem verschwenden wir viel zu viel davon. So werden zig E-Mails, Protokolle, Prozesse und was es da sonst noch gibt, augedruckt, nur um sie in Meetings vor sich liegen zu haben oder eventuell etwas darauf zu vermerken oder abzuhaken. Im Anschluss wandert das Papier in den Müll …
    Wie lässt sich da was ändern? Einseitig bedrucktes Papier wird als “Schmierpapier” verwendet. Solange der Inhalt unkritisch ist, nützt mir das Blatt als To Do Liste oder Notizblatt während Meetings oder Telefonaten.

  • Nicht immer lässt es sich vermeiden, etwas auszudrucken. Wenn es dann doch mal sein muss (und hier überlege ich wirklich ganz genau), verwende ich entweder die noch unbedruckte Seiten meiner Schmierblätter (einfach mit der bereits bedruckte Seite nach oben in den Drucker legen), oder drucke beidseitig und wenn möglich zwei Seiten auf ein Blatt.
  • Nicht von allem braucht man Kopien! Oft reicht es, Dokumente einzuscannen. Hat darüber hinaus den Vorteil, dass ich es leichter sortieren, schneller finden und einfacher mit den Kollegen teilen kann.
  • Ich käme Zuhause nie auf den Gedanken, mir mit Papier die Hände trocken zu wischen. Du vielleicht? In vielen Büros ist es jedoch Gang und Gebe, dass man für seine nassen Hände dünne Papiertücher benutzt. Und viele nehmen sich direkt zig Blätter auf einmal, die dann unbenutzt weggeworfen werden. Jeder kann beobachten, wie der Toilettenmülleimer am Ende des Tages überläuft.                             Meine Lösung? Ich habe einen Stapel kleiner Gästehandtücher in meinem Schrank. Simpel, weniger verschwenderisch und viel angenehmer für die Hände. Und ganz nebenbei kann ich damit auch wesentlich leichter etwas wegwischen, wenn ich mit meinem Wasserglas gematscht habe.
  • Ich werfe meinen Restmüll in den Mülleimer der Abteilungsküche. Es ist nicht viel Abfall und dafür muss der Plastikbeutel in meinem Büromülleimer wohl kaum jeden Tag gewechselt werden. Papiermüll lässt sich leider nicht immer vermeiden, doch zumindest landet der dann einfach plastikfrei in einer Kiste unterm Schreibtisch. Nicht vergessen, die Sichtfenster aus den Briefumschlägen zu entfernen! Denn sie kommen in den Restmüll.
  • Finger weg von Teebeuteln! Viel besser und unendlich geschmackvoller sind lose Tees die man in größeren Portionen im Fachgeschäft erhält. Wenn Du dann noch eine Sorte findest, die auf Aromen verzichtet: besser kann es kaum sein! Hier gibt es praktische Teekanneneinsätze aus Edelstahl, die ewig halten und nach jedem Einsatz kurz durchgespült und dann wieder verstaut werden können.
  • Kaffekapseln sind nicht nur aus Zero Waste Sicht ein Grauen. Sowohl die Bestandteile als auch der Geschmack lassen bei näherer Betrachtung stark zu wünschen übrig. Für richtige Kaffeeexperten käme es wohl nie infrage, so etwas jeden Tag zu trinken. Auch wenn ich selbst keine Kaffeetrinkerin bin (Kaffee hat leider eine sehr schlechte Ökobilanz im Hinblick auf Wasserverbrauch, Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern und Transportaufwand), gibt es sicher bessere Alternativen! Wer nicht über den Luxus eines Vollautomaten verfügt, der könnte sich z.B. einen Kaffee- /Expressokocher zulegen!
  • Auch wenn es sehr mütterlich klingt, aber die Realität zeigt leider doch: „Licht ausmachen, wenn Du den Raum verlässt!“ ist noch lange keine Selbstverständlichkeit. Gerade am Arbeitsplatz habe ich häufig den Eindruck, dass sich viele eher weniger als mehr verantwortlich fühlen. Schließlich bezahlt ja ein anderer die Stromrechnung, oder? Verschwendung bleibt es natürlich dennoch. Also: Geht´s zum Meeting und Du verlässt dein Büro? Ist es draußen mittlerweile hell genug? Licht ausmachen nicht vergessen!
  • … weitere Ideen werden folgen :-)!

Hast Du gute Tipps zum Thema Zero Waste im Büro? Super, lass uns daran teilhaben! Ich freue mich über eine kurze Nachricht 🙂

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