Zero Waste – Die sechs Grundregeln

21.01.2018, von miaraylo

Wozu eigentlich Zero Waste und seine Grundregeln? Wir Deutschen leben doch schon sehr umweltbwusst, oder?

Der Durchschnitts-Deutsche produziert etwa 450 kg Haushaltsmüll im Jahr, also mehr als 1 kg pro Tag!

Würde jeder Mensch auf der Welt so viele Ressourcen verbrauchen wie wir in Deutschland, benötigten wir in etwa drei Erden, um diesen Lebensstil aufrechtzuerhalten!

Absoluter Wahnsinn. Das Verbot von Plastikeinkaufstüten ist ein viel zu kleiner Schritt, um diese Entwicklung aufzuhalten. Das können wir doch besser, oder?

Zero Waste“ ist der Inbegriff für einen Lebensstil, der Verschwendung aller Art vermeidet.

Unser ökologischer Fußabdruck - je kleiner desto besser

Unser ökologischer Fußabdruck – je kleiner desto besser

Der ökologische Fußabdruck soll also möglichst klein ausfallen. Wer sich dem Zero Waste Grundregeln verschrieben hat, der krempelt Stück für Stück sein Einkaufsverhalten und den eigenen Umgang mit Ressourcen wie Wasser oder Strom um. Und überlegt in jedem Lebensbereich, ob es noch nachhaltigere Alternativen geben könnte. Kampf der Wegwerf-Mentalität!

Dabei hilft es, sich an sechs Zero Waste Grundregeln zu orientieren:

Sich weigern, reduzieren, wiederverwenden, reparieren, recyceln und kompostieren

Wer jede der Grundregeln befolgt, der produziert kaum noch Müll. Tatsächlich bei „Zero“ also null Müll zu landen, ist wahrscheinlich utopisch, wenn man nicht gerade ein Leben als Aussteiger führt. Dafür ist unsere Gesellschaft leider viel zu stark auf Verschwendung ausgerichtet.

Aber wenn viele ihren Verbrauch stark reduzieren und sich dem Zero Waste Lifestyle annähern, wäre das schon ein wichtiger und toller Schritt in die richtige Richtung! Und wer die Brille des Wegwerfens einmal abgenommen hat, der wird plötzlich an jeder Ecke Handlungsbedarf sehen und unendlich viele Möglichkeiten entdecken, Stück für Stück dem Zero Waste Lebensstil näher zu kommen …

Was habe ich damit zu tun?

Es ist schon einige Zeit her, da sah ich im Fernsehen einen Bericht über Menschen, die ihren Lebensstil auf das Wesentlichste reduziert hatten. Der gesamt Besitz eines der Herren passte in einen Rucksack.
Etwas später sah ich dann einen Beitrag über eine Amerikanerin, die stolz ein halb gefülltes Einmachglas in die Kamera zeigte. Wow, es war der Restmüll eines gesamten Jahres, mehr hatte sie nicht produziert! Sie war damit so nah an „Zero Waste“, wie man überhaupt nur kommen kann.

Der finale Auslöser für den Start meiner Recherche zu diesem Thema kam dann aber erst vor ein paar Monaten. Als ich nach dem Einkauf in einem der beliebten Discounter all meine ergatterten Lebensmittel in Kühlschrank und Vorratsschränken verstaut hatte. Denn übrig blieb ein unglaublicher Müllberg.

Plastikverpackungen, wohin das Auge schaute!

Und dabei war der Hauptbestandteil meiner Einkäufe Obst und Gemüse!
Weshalb braucht die Banane eine Plastikverpackung? Oder jedes einzelne Bonbon, die gleich zwei Mal einpackt sind?

Also begann ich, im Internet und in Fachliteratur zu recherchieren. Schnell stieß ich dabei auf die Zero Waste Grundregeln und den damit verbundenen Lifestyle.

Seitdem hat sich sehr viel bei mir verändert, angefangen über das große Ausmisten bis hin zur Umstellung im Büro. Meine Erfahrungen dazu findest Du hier!

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