Einmachgläser im Unverpackt-Laden

Zero Waste – Eine Kurzanleitung zu Unverpackt-Läden

30.07.2018, von miaraylo

Für einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck ist es sinnvoll, Alternativen zu herkömmlichen Supermärkten zu finden. Obst und Gemüse kann ich zum Teil auch dort ohne Plastikverpackung erhalten. Noch besser ist es, den regionalen Biobauern zu unterstützen und dort den Einkaufskorb mit unverpackten Lebensmitteln zu füllen.

Es gibt jedoch Lebensmittel und Hygieneprodukte, die ich auch dort meist nicht ohne üblichen Abfall und nur in nicht sehr nachhaltigen Varianten bekomme.

Unverpackt-Läden sind daher eine wichtige Ergänzung der Zero Waste Einkäufsmöglichkeiten und jeder, der einen in seiner Nähe hat, sollte ihm einen Besuch abstatten. Die Atmoshpäre erinnert mich immer ein wenig an alte Tante Emma Läden nur in modern, alles ist irgendwie entschleunigt und die schicken Lebensmittelspender und Einmachgläser inklusive Waage tun ihr Übriges dazu.

Vieles erinnert an die guten, alten Tante Emma Läden - nur in heller :-)

Vieles erinnert an die guten, alten Tante Emma Läden – nur in heller 🙂

Was gibt es dort?

Die Produktpalette kann sicherlich von einem zum anderen Unverpackt-Laden abweichen, auch abhängig davon, wie groß Ladenlokal und Lagerfläche sind. Die Öffnungszeiten des Unverpackt-Ladens in meiner Nähe sind beispielsweise recht begrenzt, daher gibt es dort ausschließlich haltbare, überwiegend getrocknete Lebensmittel und Hygieneprodukte.

Häufig erfüllen die Produkte noch weitere Ansprüche. Bio und vegan sind sie meist auch. Nahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Hirse, Kircherbsen und Gewürze gehören zur Grundausstattung, Nüsse und Tees sind auch nicht selten. In der Regel gibt es ein Produktverzeichnis auf der Ladenhomepage. Auch ein guter Moment, um seine Zutatenliste zu erweitern! Kokoschips zum Beispiel eignen sich nicht nur zum kochen, mittlerweile esse ich sie auch liebend gerne so wie sie sind als Snack bei einem guten Film.

Im Bereich der Körperpflege und Reinigungsmittel gibt es auch so einiges, dass gut in das Sortiment passt: Shampoobars (als Ersatz für Shampoo in Plastikflaschen), Zahnpastatabs, recycelbare Wattestäbchen oder Spülschwämme – mittlerweile ist das Sortiment an nachhaltigen Alternativen ganz ansehnlich. Die Gelegenheit, sich alles einmal aus der Nähe anzusehen. Darüber hinaus kannst Du Dich hier auch mit einer guten Zero Waste Grundausstattung eindecken, wie Edelstahldosen, Gemüsenetze oder Jutenbeutel.

Und zu guter Letzt: Nicht zu unterschätzen ist sicherlich auch der Netzwerk Faktor, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen! Gibt es vielleicht Vorträge oder Veranstaltungen zu dem Thema in der Nähe? Oder plant der Laden sogar selbst, etwas auf die Beine zu stellen? Hier erfährst du es!

Wie funktionieren nun Unverpackt-Läden?

  • Die Läden bekommen ihre Ware in Säcken und Großgebinden (leider meist nicht  verpackungsfrei) und packt sie in Behälter oder Spender um.
  • Als Kunde bringst du Deine eigenen Behältnisse mit oder du kaufst Dir welche im Laden.
  • Die Behältnisse werden gewogen und beschriftet.
  • Du befüllst die Behältnisse mit den gewünschten Sachen.
  • Es wird noch einmal gewogen und du bezahlst deine „Ausbeute“.

Tadaa 🙂 Schon bist du stolzer Unverpackt Kunde, herzlichen Glückwunsch!

Praktisch und dekorativ zugleich: Die Unverpackt Ausbeute abgefüllt in Gläser

Praktisch und dekorativ zugleich: Die Unverpackt Ausbeute abgefüllt in Gläser

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